Bauerekalenner 2017 ist erschienen!

Der Bauerekalenner 2017, es handelt sich um die 69. Ausgabe, ist soeben erschienen.

Der neue Bauerekalenner wartet wie immer mit einer großen Fülle von Beiträgen auf, die die verschiedensten Themen rund um das Agrarwesen und den ländlichen Raum abdecken. Die Redaktion des Bauerekalenner bedankt sich an dieser Stelle bei allen Autoren für ihre interessanten Beiträge. Im letzten Teil findet der Leser wie immer die detaillierten Angaben zu den einzelnen Genossenschaften, Ministerien und Verwaltungen.

Im einleitenden Teil geht es um die Digitalisierung in der Landwirtschaft, die neue Chancen eröffnet, um die Effizienz zu steigern, Arbeiten zu erleichtern und die Umweltbelastung zu verringern, aber eben auch einen gewissen Kapitaleinsatz erfordert. Die Digitalisierung ist in einer nachhaltigen Produktion ein sinnvolles Instrument.

Im Rückblick zu den Tätigkeiten der Bauernzentrale werden unter anderem die Petition 668 und die letztjährigen Flutschäden im Ernztal thematisiert. Schwierig ist das Jahr 2016 auch für die Gärtner und die Winzer, die unter zuviel Regen zu leiden haben. Schwerpunkte im Rückblick sind auch die Assises Agricoles, Landwirtschaft und Naturschutz sowie die schwierige wirtschaftliche Lage in der heimischen Landwirtschaft.

Wie immer warten zahlreiche Autoren mit interessanten Themen aus Landwirtschaft und Forsten, ländlicher Raum und Weinbau auf. Die CSV-Deputierte Martine Hansen widmet sich dem Potenzial, das die Diversifizierung im Hinblick auf die nachhaltige Landwirtschaft entfalten kann. Sie stellt hierzu einige Beispiele vor. Den wachsenden Herausforderungen im Pflanzenschutz gilt der Beitrag des LIST-Wissenschaftlers Dr. Marco Beyer. Diesbezügliche politische Prozesse, neue Krankheiten und Schädlinge, grüne Gentechnik und potentielle Möglichkeiten der nachhaltigen Intensivierung sind Aspekte, die hierbei angeschnitten werden. Die Synplants-Direktorin Nathalie Lamberty widmet sich der sehr flächeneffizienten Vorzeigenutzpflanze Kartoffel und kommt auf den endgültigen Umzug der E’sleker Setzgromperegenossenschaft nach Eselborn zu sprechen, wo nun in einer hochmodernen Anlage produziert werden kann.

Mehrere Beiträge betreffen den Tiersektor bzw. das Veterinärwesen. Luc Sassel vom SER stellt Autograssmilk vor, ein FILL-Projekt, welches zum Ziel hat, Beweidung und Melkroboternutzung sinnvoll zu kombinieren. Der Entstehung der Hühnerrassen ist ein weiterer Beitrag gewidmet, der von Jos Kempa (Cercle Avicole Mersch) stammt. Dr. Félix Wildschutz geht der Frage nach, welche Folgen der Klimawandel für die Tiergesundheit haben könnte. Wie immer gibt es auch eine Übersicht zu den Erfolgen der heimischen Rinderzüchter im In- und Ausland.

Im Weinbau sind es zwei Themen: Zum einen geht es um die 100-jährige Geschichte des Winzerverbands, einer berufsständischen Interessenvereinigung, welche sich den jeweiligen Herausforderungen stets annahm und sich anzupassen verstand. Zum anderen werden 25 Jahre Crémant POLL-FABAIRE thematisiert. Vinsmoselle-Direktor Patrick Berg zeichnet die Geschichte dieser Erfolgsmarke auf, welche nach wie vor das Flaggschiff des Crémant de Luxembourg ist.

Dem Gartenbau sind die folgenden beiden Beiträge gewidmet: eine an die politisch Verantwortlichen gerichtete Stellungnahme der Fédération Horticole in Sachen Produktionsgartenbau wird im Wortlaut wiedergegeben. Es geht um die spezifischen Ansprüche dieses Berufsstandes, die in einem immer schwieriger werdenden Umfeld im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit zu bedenken sind. Jean-Claude Muller und Andreas Löbke befassen sich in ihrem Beitrag mit den Herausforderungen der Obstproduktion in Luxemburg.

Im umfangreichen Artikel von Lëtzebuerger Privatbësch geht es diesmal um die neuen staatlichen Subsidien für die verschiedensten Bereiche forstlicher Aktivität, wobei zu bedenken ist, dass das entsprechende großherzogliche Reglement zum Zeitpunkt der Drucklegung noch gar nicht veröffentlicht war. Die Rückkehr des Wolfes ist ein Thema, dem sich Dr. Laurent Schley von der Natur- und Forstverwaltung annimmt. Ein Managementplan soll helfen, sich auf die Rückkehr dieses geschickten Jägers, vor dem sich insbesondere die Schafhalter fürchten, vorzubereiten.

Weitere Themen sind die Anstrengungen von Luxlait hinsichtlich Qualität und Rückverfolgbarkeit, die Liga Garten und Heim in ihrem gesellschaftlichen Kontext, Extremniederschläge in Luxemburg am Beispiel der großen Ernzflut vom Juli 2016, die Ökobilanz des Zündstrahlmotors in Biogasbetrieben, das letztjährige Biosymposium sowie Daten zur Winterrapsblüte in Luxemburg.

Nicht zu vergessen die Beiträge des Service Activités Féminines, der Lëtzebuerger Bauerejugend sowie der umfassende Artikel der langjährigen Pferdeautorin Lou Brandenburger zum heimischen Reitsport- und Pferdezuchtgeschehen im Jahr 2016.

Nicht-Mitglieder können den Bauerekalenner 2017 zum Preis von 15 Euro bei der Bauernzentrale im Agrocenter in Mersch (in diesem Fall zuzüglich Porto) sowie in allen Buchhandlungen mit dem LIBO-Logo (Luxemburg-Gare, Diekirch, Grevenmacher und Wiltz) erstehen. Sie können den Bauerekalenner 2017 telephonisch (32 64 64-480), per Fax (32 64 64-481) oder via E-Mail (lpax@cepal.lu) bestellen; er wird Ihnen dann per Post zugestellt (Abonnenten des ‚De Letzeburger Bauer’ können den Bauerekalenner für 10 Euro zuzüglich Porto beziehen).

 

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