Pflanzenbau aktuell

Resistenzmanagement für die Rapsschädlinge in 2013 Unter einer Insektizid-Resistenz versteht man einen (Teil-) Verlust der Wirksamkeit eines Insektizids gegenüber einem Schädling. Ursache hierfür sind der dauerhafte Einsatz einzelner Wirkstoffgruppen über mehrere Jahre und dauerhafte Minderkonzentrationen bei der Spritzung. Vor etwa zehn Jahren wurde in Frankreich und Deutschland das erste Mal von einem Wirksamkeitsverlust der Pyrethroide gegenüber dem Rapsglanzkäfer berichtet. Seit 2008 findet sich dieses Phänomen auch in Luxemburg. Diese Resistenz tritt momentan nur bei den Pyrethroiden auf und beruht auf einem verstärkten Abbau des Insektizids im […]

Weiterlesen

Pflanzenbau aktuell

Stickstoffdüngung & Stickstoffdünger Ziel der Stickstoffdüngung ist es, möglichst genau die Differenz zwischen dem Bedarf der Pflanze (Ertragserwartung) und dem N-Angebot aus dem Boden auszugleichen. Weit mehr als bei den anderen Nährstoffen bewirkt ein Zuviel und ein „nicht-genug“ an Stickstoff Mindererträge und Qualitätseinbußen. Es gehört zur guten fachlichen Praxis bei Getreide, den Stickstoff auf zwei Gaben (Bestockungs- und Schossergabe) zu verteilen. Qualitätsweizen bekommt natürlich zu einem späteren Termin eine N-Qualitätsgabe. Die Kulturpflanzen benötigen Stickstoff in verhältnismäßig großen Mengen. Stickstoff hat großen Einfluß auf Ertrag, Qualität […]

Weiterlesen

Pflanzenbau aktuell

Der Winter war schnee- und wasserreich. Man kann davon ausgehen, daß die Andüngung dieses Jahr leicht höher ausfallen muß als in den vergangenen Jahren. Vor allem sollte keinesfalls auf einen schwefelhaltigen N-Dünger verzichtet werden. Im Handel sind verschiedene S-haltige Stickstoffdünger verfügbar. Sie unterscheiden sich im Schwefelgehalt und der Stickstoff-Form. In der Praxis wird öfters ASS und SSA verwechselt. ASS steht für AmmonSulfatSalpeter und enthält 26% Stickstoff. Dieser Stickstoff ist in zwei Formen aufgeteilt. Während 19% Ammoniumstickstoff sind (langsam wirkend), sind die restlichen 7% Nitratstickstoff (schnellwirkend). […]

Weiterlesen

Unkrautbekämpfung in Wintergerste, Herbst 2012

Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Unkräuter und die Ungräser sind, desto einfacher und kostengünstiger gestaltet sich deren Bekämpfung. Große Unkräuter lassen sich im Frühjahr wesentlich schwieriger, d.h. nur mit höherem Herbizidaufwand bekämpfen. Die in Wintergerste zugelassenen Gräserherbizide lassen sich nicht mit allen Unkrautherbiziden mischen und sind zudem noch teuer. Das Risiko von Verätzungen an der Kultur und das Risiko, daß verschiedene Wirkstoffe sich in Mischungen beeinträchtigen (Antagonisten), sind bei solchen Tankmischungen höher. Die Mittelauswahl im Frühjahr ist dadurch eingeschränkt. Darüber hinaus sollte berücksichtigt werden, daß […]

Weiterlesen

Die Herbstsaat

Das Saatbett Eine gute Saatbettvorbereitung beginnt bereits direkt nach der Ernte der Vorfrucht und ist einer der Faktoren für einen sicheren Feldaufgang. Die Ernterückstände sollen bereits kurz nach dem Dreschen homogen in die obere Bodenschicht eingearbeitet werden, um eine zügige Verrottung der Ernterückstände zu ermöglichen. Auf diese Weise geht man bereits aktiv gegen Halmbruch und andere samenbürtige Pilze vor. Durch eine flache Bodenbearbeitung werden auch die Eigelege der Schnecken an die Oberfläche gehoben, wo sie austrocknen. Ebenfalls werden Unkrautsamen und Ausfallgetreide zum Auflaufen motiviert und […]

Weiterlesen

Ackerschnecken – Raps

Schnecken können besonders während der Auflaufphase von Raps und Getreide beträchtliche Schäden (bis hin zum Totalausfall) anrichten. Aufgrund der für Schnecken günstigen Witterungsbedingungen in den vergangenen Monaten ist in diesem Herbst tendentiell von einem höheren Gefahrenpotential auszugehen. Was ist zu tun? Vor der Saat sollten alle Ernterückstände homogen in den Boden eingearbeitet werden. Es dürfen keine Nester mit feuchtem Material in der Ackerkrume eingewühlt werden. Nach der Saat sollte die Parzelle gut rückverfestigt werden. Zwischen den Bodenkluten sollten so wenig Hohlräume wie möglich sein. Sofort […]

Weiterlesen

Unkrautbekämpfung im Raps

Im Raps steht zur Vorsaateinarbeitung (VSE) Devrinol und für den Vorauflauf Centium 36 CS zur Verfügung. Ebenfalls gegen zweikeimblättrige Unkräuter können, wie in den vergangenen Jahren auch, die Produkte Butisan S, Butisan Plus, Rapsan 500 SC, Rapsan TDI, Fuego und Springbok im Vorauflauf bis in den frühen Nachauflauf angewendet werden. Je feuchter der Boden, umso besser können diese Produkte wirken. Unkräuter wie Kamillen, Kornblumen und Kletten können im Nachauflauf mit Effigo bekämpft werden. Wenn keine Kletten im Nachauflauf bekämpft werden müssen, raten wir zu Matrigon. […]

Weiterlesen

Vorbeugender Pflanzenschutz im Raps 2012/13

Über die Saison werden teilweise bis zu sieben Spritzapplikationen mit verschiedenen Pflanzenschutzmitteln (Insektiziden, Fungiziden, Wuchsreglern) im Winterraps ausgebracht. Die Ursachen hierfür sind: Intensivierung (Anbaudichte, verfrühter Saattermin), Anstieg des Schädlingsaufkommens (neue Arten, verzettelte Zuwanderung) und Mangel an Feldhygiene (Ausfallraps). Vor dem Hintergrund der neuen EU-Rahmenrichtlinie 2009/128/EG („Nachhaltige Verwendung von Pestiziden“) sind prophylaktische oder unsachgemäße Applikationen nicht mehr hinnehmbar. Kritisch sind auch die Beizmittel zu sehen, die nicht nur einen fungiziden Bestandteil enthalten, der die Pflanzen vor den Auflaufkrankheiten schützt, sondern auch einen insektiziden Bestandteil gegen die […]

Weiterlesen

Der Zwischenfruchtanbau

Warum Zwischenfrüchte? Nachdem im letzten Jahr beim Zwischenfruchtanbau die Futtergewinnung im Vordergrund stand, sind es dieses Jahr wiederum andere Eigenschaften, die dafür sprechen. Gut entwickelte Zwischenfruchtbestände verbessern durch ihre intensive Durchwurzelung die Bodenstruktur, reichern den Boden mit organischer Substanz an und binden Nährstoffe. Insbesondere die Auswaschung von Stickstoff (aber auch von Kali!) wird durch den Zwischenfruchtanbau reduziert. Dadurch sinkt der Nitratgehalt im Sickerwasser – und somit auch im Quellwasser deutlich. Die Pflanzen nehmen den Bodenstickstoff auf (bis zu 80-100 kg N/ha!) und binden ihn je […]

Weiterlesen

Ernteerleichterung: Abspritzen der Kulturen vor dem Dreschen

Zur Ernteerleichterung und um zu verhindern, daß Unkrautsamen die Feuchte der Getreideprobe anheben, kann man stark verunkrautete oder zwiewüchsige Getreidebestände mit einem Glyphosat-haltigen Produkt abspritzen. Die Produktzulassung muß hierbei genau beachtet werden. Wenigstens 7 Tage (die Wartezeit der Produkte liegt bei 7 Tagen vor der Ernte) vor der geplanten Ernte und bei Teigreife des Getreides werden 3 l/ha eines Glyphosat-haltigen Produktes mit 150-200 l/ha Wasser gespritzt. Um den richtigen Behandlungstermin herauszufinden, sollte die Fingernagelprobe durchgeführt werden. Hierzu drückt man den Fingernagel in das Getreidekorn. Er […]

Weiterlesen
1 2 3 4