61. Vinsmoselle-Proufdag in Remerschen

Erstmals wurde der neue Look präsentiert

Am Maifeiertag fand der traditionelle Proufdag in der Vinsmoselle-Kellerei in Remerschen, der Caves du Sud statt, dieses Jahr bereits zum 61. Male. Aber es war wie schon in den beiden Vorjahren keine kellereibezogene Weindegustationsveranstaltung mehr, sondern ein Schaufenster für Domaines Vinsmoselle schlechthin. Wie immer stand der neue Weinjahrgang im Mittelpunkt dieser beliebten Verkostungsveranstaltung. Am Nachmittag wurde die Veranstaltung vom „Couch Quartett“ musikalisch umrahmt. Von Domaines Vinsmoselle wurde auch die neue Terroir-Kampagne sowie die neuen Verpackungen erstmals öffentlich präsentiert.

Eine große Zahl von Ehrengästen hatte sich am 1. Mai in der Caves du Sud eingefunden, um sich ein Bild zu machen vom neuen Jahrgang 2012 und von den neuen Produkten von Domaines Vinsmoselle. Darunter waren auch die Ministerinnen Françoise Hetto-Gaasch und Octavie Modert, die Europadeputierte Astrid Lulling sowie die Weinhoheiten mit ihren Prinzessinnen.

Mehr als 100 Weine aus den besten Lagen der Luxemburger Mosel standen für eine Verkostung zur Auswahl. Darunter waren die Weine der 24. Art&Vin-Serie. Auch die besonderen Weine der Charta „Schengen Prestige“ waren zu probieren, wobei hier ein Vergleich der verschiedenen Jahrgänge möglich war. Des weiteren lockten die Weißweine der erweiterten Gamme „Chateau Edmond de Fontaine“ und weitere Raritäten, wie die „Vendange tardive des Jeunes Vignerons“, „Vin de Paille“ und „Vin de Glace“. Die Jongwënzer von Domaines Vinsmoselle hatten einen eigenen Stand und präsentierten dort ihre optisch aus dem Rahmen fallenden Selektionen. Als gänzlich neuer Wein wurde der Pinot noir Sélection d’été präsentiert. Nicht zu vergessen die hervorragenden Crémants der Marke Poll-Fabaire, dem heimischen Marktführer. Wer sich für den Direktkauf entschied, profitierte von Preisrabatten.

Wie im Vorjahr war Sterneköchin Léa Linster vor Ort mit einem eigenen Stand vertreten. Sie stellte u.a. ihre beiden Crémants, einen weißen und einen Rosé-Crémant, vor, die sie in Zusammenarbeit mit Domaines Vinsmoselle entwickelt hat. Diese werden als „Cuvée spéciale LMEAAX“ vermarktet. Des weiteren waren Patisserie Schumacher, La Cave à Fromage sowie Lisanto mit Produkten zugegen. Auch in der Escale der Kellerei wurde für das leibliche Wohl gesorgt.

Daß Terroir nicht ein hypothetischer Begriff ist, will man bei Domaines Vinsmoselle künftig mit einer eigenen Kampagne betonen. Im Rahmen dieser Terroir-Kampagne, die mit der Einführung der neuen Etiketten einhergeht, präsentieren 17 Winzer auf großformatigen Plakaten bekannte Lagen und bürgen für die hohe Qualität des Weines. Auf den Etiketten der Cru-Weine, wo ebenfalls die Lagen angegeben werden, signieren die jeweiligen Kellermeister mit ihrer Unterschrift. Von den neugestalteten Etiketten und Verpackungen erwartet man sich einen höheren Wiedererkennungswert.

Die neue Kampagne geht zudem einher mit einem Preisausschreiben, das am 1. Mai startete und noch bis 31. August läuft. Zu gewinnen ist u.a. ein Fiat 500L. Eine Teilnahme ist auch möglich via Internet (www.vinsmoselle.lu).

Ansprache des Präsidenten

Der Präsident von Domaines Vinsmoselle, Henri Streng, konnte eingangs eine große Zahl von Ehrengästen begrüßen. Er merkte an, daß er gerne dem Weinbauminister persönlich die Bedenken der Winzer wegen des neuen Agrargesetzes mit auf den Weg gegeben hätte. Der Minister hat jedoch nicht teilnehmen können. Vom neuen Agrargesetz höre man nichts Gutes, es solle drastisch gespart werden. Dies wäre schlecht, das wäre keine Motivation für die jungen Leute, die die Betriebe weiterführen sollen. Der Präsident gab zu bedenken, daß die Wichtigkeit von Landwirtschaft und Weinbau weiter zunimmt, wenn die Industrie am Arbeitsmarkt weiter an Bedeutung verliert. „Landwirtschaft und Weinbau speziell haben bis heute noch keine Arbeitslosigkeit produziert – im Gegenteil, wir stellen noch Leute an“, so Henri Streng.

Der Präsident kam dann auf die wichtigen Neuigkeiten bei Domaines Vinsmoselle zu sprechen. Zum einen erwähnte er die neuen Etiketten und den neuen Look insgesamt. Mit einem modernen, markanten Blau sei eine neue Farbe im Spiel bei den Flaschen, den Verpackungen und der Werbung.

Als weitere Neuigkeit nannte er die Einführung von Drehverschlüssen bei den Ein-Liter-Flaschen sowie den 75-cl-Flaschen von Rivaner und Elbling. Auch die letztjährige Ausgabe der Cuvée Jongwënzer mit ihren vier GPC-Weinen ist erstmals mit Drehverschluß ausgerüstet. Als weiteres Novum ist der Pinot noir aus einem Eichenfaß mit heimischer Eiche zu nennen, ein „100% Luxemburger Produkt“.

Henri Streng kam des weiteren auf den Eiswein zu sprechen, wo die letzte Flasche bereits verkauft sei. Am 12. und 13. Dezember 2012 habe man an zwei Tagen hintereinander Eiswein lesen können, der Ende des Jahres in den Verkauf gehen werde.

Der Präsident kam zudem auf den diesjährigen Crémantconcours in Grevenmacher zu sprechen. Vor sieben Jahren habe man beim letzten Crémantconcours in Luxemburg mit Poll-Fabaire, seit 21 Jahren Marktführer hierzulande, acht Goldmedaillen geholt – ein Top-Resultat für ein Top-Produkt. Diesmal müßten es keine acht sein, aber man hoffe auf einige Medaillen. Er erwähnte des weiteren die Crémants der Sterneköchin Léa Linster, die seit einem Jahr von Domaines Vinsmoselle mit Erfolg vermarktet werden.

Henri Streng kam kurz auf die hauptstädtische Verkaufseinrichtung Vinocity sowie die neue Aufteilung für die Winzer auf der Frühjahrsmesse zu sprechen.

Er stellte im folgenden noch das neue Projekt „Rent a Riefstack“ in der Gemeinde Schengen vor. Weinliebhaber können sich einen Rebstock am Schengener Markusberg mieten und erhalten dann jährlich drei Flaschen Wein von „ihrem“ Rebstock.

Schließlich ging der Präsident auf das letzte Weinjahr ein, das bekanntermaßen mit Witterungsunbilden für 30-50% Einbußen sorgte. Das Wetter habe jedoch zur Reife ganz positiv mitgewirkt. Er lobte den 2012er als interessanten, sortentypischen Wein mit langem, vollen Aroma und einer harmonischen Säure.

Wer keine Zeit für die Weinverkostung in Remerschen fand, kann ab dem heutigen Freitag auf der Frühjahrsmesse gewissermaßen das Versäumte nachholen. Domaines Vinsmoselle ist dort inmitten des Weindorfs in der Halle 9B am Stand 31 zu finden.

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