{"id":8788,"date":"2024-08-26T14:18:36","date_gmt":"2024-08-26T12:18:36","guid":{"rendered":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=8788"},"modified":"2024-08-26T14:18:36","modified_gmt":"2024-08-26T12:18:36","slug":"parlamentarische-anfrage-jeder-dritte-benoetigt-laut-umfrage-mehr-als-sechs-tage-fuer-gap-antraege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=8788","title":{"rendered":"Parlamentarische Anfrage: Jeder Dritte ben\u00f6tigt laut Umfrage mehr als sechs Tage f\u00fcr GAP-Antr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"\n<p>Im April diesen Jahres hatte die Europ\u00e4ische Union eine Online-Umfrage zur administrativen Belastung der Betriebe im Rahmen der Gemeinsamen Europ\u00e4ischen Agrarpolitik und der Komplexit\u00e4t der Prozeduren und Reglemente der EU gestartet. Konkret wollte Br\u00fcssel wissen, wo dem Bauer der Schuh dr\u00fcckt. Wie Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Jo\u00eblle Welfring (D\u00e9i Gr\u00e9ng) mitteilte, werden die definitiven Resultate noch im Sp\u00e4therbst diesen Jahres ver\u00f6ffentlicht. Die Umfrage sei aber nicht repr\u00e4sentativ. Die Resultate w\u00fcrden sich auf den gesamten EU-Raum beziehen und seien demnach nicht l\u00e4nderspezifisch. Aus Luxemburg h\u00e4tten sich rund 60 Landwirte beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bislang gewusst ist: Aus den provisorischen Resultaten geht hervor, dass 33% der Teilnehmer mehr als sechs Tage ben\u00f6tigen, um den Papierkram in Zusammenhang mit den Finanzbeihilfen im Rahmen der GAP zu erledigen. 24% ben\u00f6tigen zwischen f\u00fcnf und sechs Tagen und 38% kommen auf einen bis vier Arbeitstage. 78% der Landwirte ben\u00f6tigen dazu die Hilfestellung Dritter. In 36% der F\u00e4lle sind dies \u201eBauernverb\u00e4nde und Kooperativen\u201c, bei 25% private Beratungsfirmen oder Banken und bei 18% \u00f6ffentliche \u00c4mter.<\/p>\n\n\n\n<p>Exakt die H\u00e4lfe der Bauern benutzt \u201emobile Apparate\u201c zur \u00dcbermittlung von geo-markierten Fotos an die Beh\u00f6rden, ist in der Antwort zu lesen. Die anderen 50% demnach nicht. Von denen, die diese Apparate benutzen, hat rund die H\u00e4lfte Probleme mit der Handhabung. Zu zeitaufwendig sei es, zu kompliziert oder es fehle am n\u00f6tigen Feedback \u00fcber die Qualit\u00e4t der Fotos.<\/p>\n\n\n\n<p>36% der Bauern, die sich an der Umfrage beteiligten, wurden in den vergangenen drei Jahren einmal vor Ort kontrolliert; 16% \u2013 immer noch europaweit \u2013mindestens drei Mal. Diese Kontrollen stehen allerdings nicht zwingend in Zusammenhang mit der GAP. Dennoch ben\u00f6tigen 63% der Landwirte einen halben bis einen ganzen Tag zur Vorbereitung auf diese Kontrollen. Auf Wunsch der EU-Mitgliedsstaaten soll die Methodik vereinfacht werden, um die Anzahl der Kontrollen vor Ort durch die nationalen Beh\u00f6rden bis zur H\u00e4lfte zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Landwirte in der EU greifen bei den verschiedenen erforderlichen Datenerfassungen auf das altbew\u00e4hrte \u201eAufschreiben\u201c zur\u00fcck. Abh\u00e4ngig von den Bereichen tun dies \u00fcber 50%. 10% bis 25% der Befragten benutzen bereits digitale Anwendungen f\u00fcr diesen Zweck. Nur in den seltensten F\u00e4llen sind diese Erhebungen automatisiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Direkter Kontakt statt Umfragen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jo\u00eblle Welfring wollte wissen, ob die Luxemburger Regierung daran denkt, eine \u00e4hnliche Studie in Auftrag zu geben, um die qualitative und quantitative Mehrbelastung der Landwirte hierzulande zu ermitteln beziehungsweise zu bewerten. Auch interessierte es sie, wie das Landwirtschaftsministerium in Erfahrung bringen wolle, ob die Politik im Sinne einer administrativen Vereinfachung auch das selbst gesteckte Ziel erreichen w\u00fcrde. Eine Studie sei nicht vorgesehen, betont Martine Hansen. Sie stehe in regelm\u00e4\u00dfigem Austausch mit dem Agrarsektor. In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer w\u00e4re eine Liste mit Vereinfachungen aufgestellt worden, die zeitnah umgesetzt w\u00fcrden oder teilweise bereits umgesetzt wurden. Dies im Rahmen des angepassten Agrargesetzes.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wolle man das Prinzip des \u201eonce only\u201c so gut wie nur irgendwie m\u00f6glich umsetzen, so dass der Antragssteller nicht jedes Mal gezwungen sei, Daten, die den Beh\u00f6rden bereits vorliegen, ein weiteres Mal zu \u00fcbermitteln. Digitale Anwendungen sollen den administrativen Aufwand ebenso verringern wie ein optimierter Austausch der Daten zwischen Verwaltung, Berater und Bauer. Auch sollen die Kontrollen weniger aufwendig gestaltet werden und auf 1% der Antragssteller reduziert werden. Die n\u00e4chste Anpassung der GAP \u201estehe in den Startl\u00f6chern\u201c, so die Ministerin weiter. Hierbei w\u00fcrde die administrative Vereinfachung eine wichtige Rolle spielen. Dies sei ein laufender Prozess, dessen Wichtigkeit auf vielen Ebenen \u201eeescht geholl g\u00ebtt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/charges-administratives-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8789\" srcset=\"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/charges-administratives-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/charges-administratives-300x200.jpg 300w, https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/charges-administratives-768x512.jpg 768w, https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/charges-administratives-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/charges-administratives-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/charges-administratives-640x427.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im April diesen Jahres hatte die Europ\u00e4ische Union eine Online-Umfrage zur administrativen Belastung der Betriebe im Rahmen der Gemeinsamen Europ\u00e4ischen Agrarpolitik und der Komplexit\u00e4t der Prozeduren und Reglemente der EU gestartet. 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