{"id":4812,"date":"2018-03-01T16:03:23","date_gmt":"2018-03-01T15:03:23","guid":{"rendered":"http:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=4812"},"modified":"2018-03-05T16:05:08","modified_gmt":"2018-03-05T15:05:08","slug":"mitteilung-der-bauernzentrale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=4812","title":{"rendered":"Mitteilung der Bauernzentrale"},"content":{"rendered":"<h1>Nicht auf Kosten der Landwirtschaft<\/h1>\n<p>Seit etlichen Wochen stehen der geplante Bau der Joghurtfabrik des griechischen Unternehmens Fage und der Bau der Steinwollfabrik des deutschen Unternehmens Knauf in der \u00f6ffentlichen Diskussion. Aus den bislang ver\u00f6ffentlichten Daten geht deutlich hervor, dass beide Projekte mit einem hohen Verbrauch von nat\u00fcrlichen Ressourcen (Land, Wasser, Energie,\u2026) einhergehen und zu einer zus\u00e4tzlichen Luftbelastung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Landwirtschaft hat sich bereits kritisch zu diesen Vorhaben ge\u00e4u\u00dfert. V\u00f6llig inakzeptabel f\u00fcr sie w\u00e4re jedoch, wenn ihr nun einmal mehr die Kompensierung der durch diese Unternehmen bedingten Belastungen aufgeb\u00fcrdet w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Aussagen von Umweltministerin Dieschbourg am vergangenen 20. Februar auf RTL sind gerade in dieser Hinsicht sehr besorgniserregend. Ministerin Dieschbourg stellte klar, dass mit der Steinwollfabrik \u2013 sie emittiert gro\u00dfe Mengen an Schwefeldioxid und Ammoniak \u2013 die nationalen Plafonds in Bezug auf die Luftqualit\u00e4t erreicht w\u00fcrden und kein Betrieb hierzulande eine zus\u00e4tzliche Menge an Schwefeldioxid emittieren d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Zu Ammoniak war ihre Aussage klar: Der Bau der Steinwollfabrik h\u00e4tte einen sp\u00fcrbaren Impakt auf die Landwirtschaft, insofern deren Ammoniakemissionen von der Landwirtschaft ausgeglichen werden m\u00fcssten. \u201eBeim Ammoniak k\u00ebnnt dat heeschen, dass am Bereich Landwirtschaft misst mei Emissiounen reduz\u00e9iert gin\u201c, so die Ministerin.<\/p>\n<p>Der Landwirtschaft werden bereits weitreichende Reduktionsziele in Bezug auf die im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Produktion und zu einem wesentlichen Teil mit nat\u00fcrlichen biologischen Vorg\u00e4ngen stehenden Ammoniakemissionen auferlegt.<\/p>\n<p>Sie wehrt sich denn auch entschieden dagegen, als Pr\u00fcgelknabe herhalten zu m\u00fcssen, um nicht nachhaltige Praktiken in anderen Sektoren (bzw. durch Unternehmen wie die Steinwollfabrik verursachten Belastungen) auszugleichen.<\/p>\n<p>Es ist dies eine politisch unverantwortliche Denkweise, die auf Kosten der Lebensmittelerzeugung geht, die unweigerlich zu einem Abbau des Produktionspotenzials der hiesigen Landwirtschaft f\u00fchrt und den Fortbestand des einen und anderen Betriebs gef\u00e4hrden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Landwirtschaft ist bereit, einen fairen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten, lehnt es aber ab, die Lasten eines wildw\u00fcchsigen und nicht mehr nachhaltigen Wachstums zu tragen.<\/p>\n<p>Mersch, den 23. Februar 2018<\/p>\n<h2>Centrale Paysanne Luxembourgeoise<\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht auf Kosten der Landwirtschaft Seit etlichen Wochen stehen der geplante Bau der Joghurtfabrik des griechischen Unternehmens Fage und der Bau der Steinwollfabrik des deutschen Unternehmens Knauf in der \u00f6ffentlichen Diskussion. Aus den bislang ver\u00f6ffentlichten Daten geht deutlich hervor, dass beide Projekte mit einem hohen Verbrauch von nat\u00fcrlichen Ressourcen (Land, Wasser, Energie,\u2026) einhergehen und zu einer zus\u00e4tzlichen Luftbelastung f\u00fchren. Die Landwirtschaft hat sich bereits kritisch zu diesen Vorhaben ge\u00e4u\u00dfert. 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