{"id":4677,"date":"2017-08-08T11:23:53","date_gmt":"2017-08-08T09:23:53","guid":{"rendered":"http:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=4677"},"modified":"2017-08-08T11:27:08","modified_gmt":"2017-08-08T09:27:08","slug":"nachbesserungen-des-wolfs-managementplans-dringend-erforderlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=4677","title":{"rendered":"Nachbesserungen des Wolfs- Managementplans dringend erforderlich"},"content":{"rendered":"<p>Zu den Themen, die in den letzten Wochen im Mittelpunkt der Diskussionen standen geh\u00f6rt sonderzweifel die eventuelle R\u00fcckkehr des Wolfes in unsere Regionen. Noch steht offen, ob es sich bei den rezenten Geschehnissen tats\u00e4chlich um den Wolf gehandelt hat oder ob etwa ein Hund die Schafe gerissen hat.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig vom definitven Resultat der Untersuchungen haben diese Geschehnisse eine Reihe von gravierenden Fragen zum Umgang mit dem Wolf und damit auch zum Anfang des Jahres von der Natur- und Forstverwaltung bzw. dem Umweltministerium ver\u00f6ffentlichten Wolfs-Aktions- und Managementplan aufgeworfen. Vor allem haben sie gezeigt, dass die darin zur\u00fcckbehaltenen Ma\u00dfnahmen wesentliche Unzul\u00e4nglichkeiten aufweisen und diesbez\u00fcglich ein dringender Nachbesserungsbedarf besteht.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Landwirtschaft darf die Weidetierhaltung \u2013 ob Rinder, Schafe, Ziegen oder sonstige Weidetiere \u2013 in keiner Weise durch das Auftreten des Wolfes in Frage gestellt werden! Die Weidetierhalter bzw. die Landwirte sind in allen Hinsichten schadensfrei zu halten und ihre Interessen und Belange sind sehr viel st\u00e4rker in den Blickpunkt zu r\u00fccken.<\/p>\n<p>Der Wolf ist kein Kuscheltier sondern ein Raubtier, eine Tatsache, die manch einer, auch auf Ebene der Ministerien und Verwaltungen, nicht voll wahrhaben will. Von der Tatsache, dass die R\u00fcckkehr des Wolfs mit schwerwiegenden Problemen einhergeht wollen ebenso manche am liebsten nichts wissen, auch nichts davon, dass in den Nachbarl\u00e4ndern immer mehr Tiere von den W\u00f6lfen gerissen werden und der Wolf nicht nur enormen Schaden in der Landwirtschaft anrichtet, sondern gegebenenfalls eine ungewisse Gefahr f\u00fcr den Menschen darstellen kann.<\/p>\n<p>Geht es um die Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen, so wird hierzulande leider nach dem Prinzip verfahren, dass der Deckel erst auf den Brunnen kommt, wenn das Kind hineingefallen ist.<\/p>\n<p>Von effizienter Unterst\u00fctzung bei Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen bzw. effizienter Pr\u00e4vention kann allemal nicht die Rede sein. Dar\u00fcber hinaus ist die Kostenbeteiligung an Schutzma\u00dfnahmen in Form spezieller Einz\u00e4unungen in jeder Hinsicht unzureichend.<\/p>\n<p>Die Bauernzentrale fordert demnach, dass nicht nur die gerissenen Tiere in allen F\u00e4llen voll entsch\u00e4digt werden, sondern dass s\u00e4mtliche anfallende Mehrkosten f\u00fcr Absicherungsma\u00dfnahmen der Weiden und St\u00e4lle integral und fl\u00e4chendeckend vom Staat \u00fcbernommen werden. Dabei muss die \u201e10 km Umkreis Bestimmung\u201c ersatzlos gestrichen werden. Zudem sollten Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen bereits jetzt gef\u00f6rdert werden, zumal es seitens der zust\u00e4ndigen Verwaltungen wiederholt hei\u00dft, die R\u00fcckkehr des Wolfes sei nur eine Frage der Zeit. Dar\u00fcber hinaus sollte den Tierhaltern konkrete Hilfestellung bei der Einrichtung der Schutzz\u00e4une gew\u00e4hrt werden, dies entsprechend der Vorgehensweise der Verwaltung bei der extensiven Weidehaltung.<\/p>\n<p>Nicht annehmbar sind ebenfalls die Bestimmungen zu den indirekten Sch\u00e4den, darunter diejenigen zur Beweispflicht. Die Bauernzentrale fordert diesbez\u00fcglich nachdr\u00fccklichst eine Umkehr der Beweislast. Nicht der gesch\u00e4digte Landwirt muss Beweise erbringen, sondern die Verwaltung.<\/p>\n<p>Des weiteren erachtet die Bauernzentrale die Entsch\u00e4digungsregelung bei Verhaltenssch\u00e4den der Tiere als weiterstgehend unzufriedenstellend. Besonders bei Zuchttieren kann der Ausfall erhebliche Kosten mit sich bringen. Auch diesbez\u00fcglich sind Nachbesserungen dringend geboten.<\/p>\n<p>Im Sinne der Vorsorge sollten ebenfalls bereits jetzt Regulierungsma\u00dfnahmen bis hin zu Abschussquoten im Falle einer vermehrten Ausbreitung des Wolfs in unseren Regionen angedacht werden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich fordert die Bauernzentrale ein sehr viel strengeres Durchgreifen in bezug auf die Gesetzgebung betreffend die Haltung von Hunden. Frei herum laufende Hunde, ohne Aufsicht, haben nichts auf freier Flur zu suchen und deren Eigent\u00fcmer handeln gesetzeswidrig. Die Politik steht demnach in der Pflicht, auch die Hundebesitzer in die Verantwortung zu nehmen und das Gesetz der Leinenhaltung st\u00e4rker zu kontrollieren und zu sanktionieren.<\/p>\n<p>Im Aktions- und Managementplan sind nur Entsch\u00e4digungen im Zusammenhang mit dem Wolf bzw. dem Luchs vorgesehen.<\/p>\n<p>Zunehmend Problemen bereitet jedoch auch der Fuchs: Selbst wenn dies im Umweltministerium in Abrede gestellt wird, breitet sich der Fuchs weiter aus, auf den Weiden, in den St\u00e4llen, auch in Wohngebieten und sicherlich d\u00fcrften Tierrisse mehr als einmal durch den Fuchs verursacht worden sein. Die betroffenen Tierhalter bleiben allerdings auf dem Schaden sitzen. Angesichts des Fuchsjagdverbotes, fordert die Bauernzentrale demnach, dass k\u00fcnftig durch den Fuchs verursachte Sch\u00e4den entsch\u00e4digt werden, ohne dass der Fuchs daf\u00fcr als gesch\u00fctzte Art deklariert wird. Auch sollte die Beweislast bei der Verwaltung und nicht beim gesch\u00e4digten Tierhalter liegen.<\/p>\n<p>Ob Wolf, Fuchs oder Dachs, die Bauernzentrale erwartet jedenfalls, dass die zust\u00e4ndigen Politiker, ihrer Verantwortung gegen\u00fcber der Landwirtschaft nachkommen und sich nicht nur ihre Realit\u00e4ten nach ihren W\u00fcnschen, Ansichten und Vorstellungen ma\u00dfschneidern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den Themen, die in den letzten Wochen im Mittelpunkt der Diskussionen standen geh\u00f6rt sonderzweifel die eventuelle R\u00fcckkehr des Wolfes in unsere Regionen. Noch steht offen, ob es sich bei den rezenten Geschehnissen tats\u00e4chlich um den Wolf gehandelt hat oder ob etwa ein Hund die Schafe gerissen hat. 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