{"id":345,"date":"2011-12-16T10:46:18","date_gmt":"2011-12-16T09:46:18","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=345"},"modified":"2013-09-02T12:02:11","modified_gmt":"2013-09-02T10:02:11","slug":"probleme-durch-trockenheit-und-virosen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=345","title":{"rendered":"Probleme durch Trockenheit und Virosen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 9. Dezember fand in Fischbach die 66. Generalversammlung der \u201eE\u2019sl\u00e9cker Setzgromperegenossenschaft\u201c (Synplants) statt. Zun\u00e4chst kam Synplants-Pr\u00e4sident Georges Mensen auf das Erntejahr 2011 zu sprechen. Auch im Pflanzkartoffelbau hat die D\u00fcrre ihre Spuren hinterlassen mit einem Durchschnittsertrag von 29 t\/ha und sehr gro\u00dfen lokalen Unterschieden. Das Erntejahr 2011 hat gezeigt, da\u00df die Kartoffel immer noch eine sehr risikoreiche Kultur ist.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Gesch\u00e4fts- und T\u00e4tigkeitsbericht<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Synplants-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hughes Schyns ging in seinem Bericht zun\u00e4chst auf das abgelaufene Gesch\u00e4ftsjahr 2010\/2011 ein. Zur Ernte 2010 hatten 46 vermehrende Betriebe rund 481 ha zur offiziellen Anerkennung gemeldet, was einem Durchschnitt von knapp 10,5 ha pro Betrieb gleichkommt. Es wurde keine Parzelle am Feld aberkannt. Laut Ergebnis der ELISA-Test-Virusuntersuchungen wurden 441,45 ha in der jeweiligen Klasse anerkannt, auf 316 ha wurde weder Y- noch Blattrollvirus erkannt. Die Hauptsorten waren Spunta mit 136 ha, Kennebec mit 97 ha, Desiree mit 35 ha, Lady Rosetta mit 33 ha und Hermes mit 16 ha Anbaufl\u00e4che.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2010 wurden 14.699 Tonnen Bruttoware abgeliefert, wovon 65,4 Prozent als Pflanzkartoffeln, 10,5 Prozent als Speisekartoffeln und 10,3 Prozent als Futterkartoffeln verkauft wurden. 13,9 Prozent werden als allgemeiner Abgang (Steine, Verdunstung&#8230;) bezeichnet und sind somit unverk\u00e4uflich. Es wurden gut 5,5 ha Biokartoffeln angebaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Durchschnittsertrag lag 2010 bei 30,5 Tonnen je Hektar. Parzellen mit mangelnder Qualit\u00e4t, was vor allem bei der Sorte Spunta festgestellt wurde, haben das finanzielle Resultat stark beeinflu\u00dft: die zum Verkauf geeignete Menge war stark reduziert und der Aufwand f\u00fcr Sortierarbeiten und Lagerung dieser Kartoffeln war stark erh\u00f6ht. Kartoffeln der Sorte Spunta konnten nicht in die Hauptabnehmerl\u00e4nder exportiert werden, sondern wurden in Belgien verarbeitet oder in einer Biogasanlage verwertet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Gewichtung der Hauptabnehmerl\u00e4nder hat sich im Vergleich zu den Vorjahren folgendes ver\u00e4ndert: Rum\u00e4nien ist zu einem wichtigen Absatzland geworden, w\u00e4hrend man in Algerien und Saudi-Arabien aufgrund der oben genannten Probleme bei der Sorte Spunta weniger Absatz als in den Vorjahren verzeichnen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Anschlu\u00df kam Marcel Bormann vom Buchhaltungsb\u00fcro arbo S.A. zur Vorstellung der Bilanz. Aufsichtsratspr\u00e4sident Jos\u00e9 Bertemes bat anschlie\u00dfend um die Annahme der Bilanz und die Entlastung der F\u00fchrungsgremien, was einstimmig geschah.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Vorschlag des Vorstands, beim Eintrittsgeld und beim Anteilschein B und auch bez\u00fcglich eines Jahresbeitrags keine Ver\u00e4nderungen vorzunehmen, wurde auch zugestimmt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ernte 2011<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hughes Schyns gab dann einen R\u00fcckblick auf die Ernte 2011 und eine Vorschau auf das Gesch\u00e4ftsjahr 2012. 2011 lag die gesamte Anbaufl\u00e4che mit 471 ha leicht unter der des Vorjahres. Auf 7,39 ha wurden in diesem Jahr Biokartoffeln der Sorten Charlotte, Corine, Kennebec, Linda und Nicola angebaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem zwei Wochen fr\u00fcheren Erntebeginn als gew\u00f6hnlich konnte die Ernte aufgrund der Witterung kontinuierlich bis Anfang Oktober voranschreiten. Es wurden 2011 14.034 Tonnen Rohware angeliefert, wovon 10.919 Tonne als Pflanzgut verk\u00e4uflich sind. Der Durchschnittsertrag ging auf 29.785 kg\/ha zur\u00fcck. Bei einem normalen Ertrag w\u00e4re bei den 471 ha Anbaufl\u00e4che in diesem Jahr die Lagerkapazit\u00e4t von 15.000 Tonnen erreicht gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wurden 2011 zwei Parzellen am Feld aberkannt wegen Y-Virus-Befall. Laut ELISA-Test-Virusuntersuchungen wurden in der jeweiligen Klasse 291,13 ha anerkannt, 154,11 ha deklassiert und 25,94 ha abgelehnt. Auf 178,98 Hektar wurde weder Y- noch Blattrollvirus festgestellt. Trotz der kontinuierlichen Verbesserung der Qualit\u00e4t des Basispflanzgutes in den letzten f\u00fcnf Jahren, gibt es dieses Jahr sehr viele Probleme mit Virusbefall. Dies ist auf den enormen Blattlausdruck, dem Haupt\u00fcbertr\u00e4ger von Virosen, am Anfang der Saison zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den n\u00e4chsten zwei Jahren wird die Selektionsarbeit zur Verbesserung der virologischen Qualit\u00e4t der Lose eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr Produzenten und Mitarbeiter von Synplants werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Saison 2011\/12 wird sich schwierig gestalten durch 8% weniger Ertrag, 6% \u00dcbergr\u00f6\u00dfen, welche schwer verk\u00e4uflich sind, 5,5% Aberkennungsfl\u00e4chen und hohen Verlusten an geeignetem Vermehrungsmaterial. Dies alles f\u00fchrt dazu, da\u00df weniger Sorten f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre zur Verf\u00fcgung stehen werden und da\u00df weniger hohe Klassen angepflanzt werden k\u00f6nnen, wodurch der Virusdruck Anfang der n\u00e4chsten Saison ansteigen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im folgenden wurde von Herrn Francis Binst von der Firma Binst eine Einsch\u00e4tzung zum Exportgeschehen von Pflanzware vorgelegt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Vulgarisationsprogramm von Synplants<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Anbauberater Thomas Toussaint lie\u00df dann das Kartoffeljahr 2011 Revue passieren und stellte die Resultate des Vulgarisationsprogramms vor. Der Berater kam auf die au\u00dfergew\u00f6hnlich trockene Witterung im Jahr 2011 zu sprechen, was im Kartoffelbau nicht ohne Folgen blieb. Vor allem zum Zeitpunkt des Knollenansatzes hat der Regen gefehlt, was dazu f\u00fchrte, da\u00df die Knollenzahl pro Pflanze extrem niedrig blieb. Nach der geringen Knollenzahl kam dann das Problem, da\u00df die vorhandenen Knollen zu schnell gewachsen sind und zusammen mit den sehr ung\u00fcnstigen Bedingungen bei der Krautabt\u00f6tung f\u00fchrte dies dazu, da\u00df ein sehr hoher Anteil an \u00dcbergr\u00f6\u00dfen bei der Ernte zu verzeichnen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die Kartoffelproduzenten ist die Beratung hinsichtlich der Bek\u00e4mpfung von Krautf\u00e4ulnis, die Prognosen der Blattlausfl\u00fcge, sowie Angaben zum bestm\u00f6glichen Abspritzdatum. Aufgrund der speziellen Witterungsbedingungen 2011, der vielerorts starken Verunkrautung und des hohen Blattlausdrucks, mu\u00dften die Beratungen f\u00fcr die Landwirte st\u00e4ndig an sich \u00e4ndernde Bedingungen angepa\u00dft werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wurden Versuche mit MagPhos, einem Blattd\u00fcnger mit P und Mg durchgef\u00fchrt mit dem Ziel, der Kartoffelpflanze zum optimalen Zeitpunkt die ben\u00f6tigten Mengen an Phosphor und Magnesium zur Verf\u00fcgung zu stellen, um so die Anzahl an Knollen zu erh\u00f6hen und den Anteil an \u00dcbergr\u00f6\u00dfen zu verringern. Nach dreij\u00e4hriger Versuchszeit zeigen sich interessante Ergebnisse hinsichtlich der Anzahl verkaufsf\u00e4higer Knollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Zusammenarbeit mit der Forschungsstation in Libramont (CRA-W) wurden Keimhemmungsversuche mit dem Mittel BIOX-M (Produkt auf Basis von Pfefferminz\u00f6l) durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend sei noch der Tagesordnungspunkt Wahlen genannt. Alle Vorstands- uns Aufsichtsratsmitglieder erkl\u00e4rten sich bereit, ihre Funktion weiter auszuf\u00fchren und da sich auch kein neuer Anw\u00e4rter gemeldet hatte, bleiben Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer jeweiligen Besetzung bestehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der abschlie\u00dfenden Gespr\u00e4chsrunde wurde seitens der Landwirte immer wieder der Vorwurf laut, da\u00df nicht jeder das gleiche Pflanzgut bekommen w\u00fcrde. Dieses Thema wird in der n\u00e4chsten Winterversammlung ausf\u00fchrlicher diskutiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 9. Dezember fand in Fischbach die 66. Generalversammlung der \u201eE\u2019sl\u00e9cker Setzgromperegenossenschaft\u201c (Synplants) statt. Zun\u00e4chst kam Synplants-Pr\u00e4sident Georges Mensen auf das Erntejahr 2011 zu sprechen. Auch im Pflanzkartoffelbau hat die D\u00fcrre ihre Spuren hinterlassen mit einem Durchschnittsertrag von 29 t\/ha und sehr gro\u00dfen lokalen Unterschieden. Das Erntejahr 2011 hat gezeigt, da\u00df die Kartoffel immer noch eine sehr risikoreiche Kultur ist. Gesch\u00e4fts- und T\u00e4tigkeitsbericht Synplants-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hughes Schyns ging in seinem Bericht zun\u00e4chst auf das abgelaufene Gesch\u00e4ftsjahr 2010\/2011 ein. 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