{"id":3271,"date":"2013-12-12T10:43:14","date_gmt":"2013-12-12T09:43:14","guid":{"rendered":"http:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=3271"},"modified":"2014-02-21T11:25:48","modified_gmt":"2014-02-21T10:25:48","slug":"mitteilung-zum-landwirtschaftlichen-einkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=3271","title":{"rendered":"Mitteilung zum landwirtschaftlichen Einkommen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 1.4em;\">Erste Voraussch\u00e4tzung der Entwicklung des landwirtschaftlichen Einkommens 2013 laut landwirtschaftlicher Gesamtrechnung: Das Faktoreinkommen in der Landwirtschaft pro Arbeitskraft steigt 2013 in Luxemburg real um 2,5% gegen\u00fcber 2012.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Europ\u00e4ische Kommission hat soeben aufgrund der ersten Voraussch\u00e4tzung der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) aus den Mitgliedstaaten f\u00fcr 2013 erste Daten zur Entwicklung des landwirtschaftlichen Einkommens in der EU ver\u00f6ffentlicht: Der landwirtschaftliche Einkommensindikator A f\u00e4llt im EU-Durchschnitt (EU28) leicht gegen\u00fcber 2012 (-1,3%), wobei die Entwicklung je nach Mitgliedstaat sehr unterschiedlich ausf\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Service d\u2019Economie Rurale (SER) erstellt aufgrund der Daten der Agrarstatistik und des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchf\u00fchrungen die Landwirtschaftliche Gesamtrechnung, eine auf den Sektor Landwirtschaft bezogene Gesamtrechnung, welche in die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung einflie\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erzeugung des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs erh\u00f6hte sich seit 2010 und insbesondere im Jahr 2012 deutlich. Die Entwicklung der Preise f\u00fcr landwirtschaftliche Produkte spielte dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Die Vorleistungen und Abschreibungen stiegen ebenfalls, jedoch nicht so schnell wie die landwirtschaftliche Erzeugung, so da\u00df die Nettowertsch\u00f6pfung zu Herstellungspreisen bis 2012 anstieg. Die Nettowertsch\u00f6pfung zu Herstellungspreisen zuz\u00fcglich der sonstigen Subventionen (nur die direkten Einkommensbeihilfen, jedoch nicht die Investitionsbeihilfen und Junglandwirtef\u00f6rderungen) und abz\u00fcglich der sonstigen Produktionsabgaben ergibt das Faktoreinkommen. Dieses stellt die Entlohnung der Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital dar. Das Faktoreinkommen stieg von 2010 bis 2012.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Jahr 2013 war gekennzeichnet durch einen kalten und nassen Fr\u00fchling, so da\u00df die Vegetationsperiode sp\u00e4ter als \u00fcblich einsetzte. Die Wetterbedingungen waren nicht g\u00fcnstig f\u00fcr die Maissaat. Der Ertrag dieser Kultur war demnach sehr unterschiedlich, da der anf\u00e4ngliche R\u00fcckstand nur auf einem Teil der Fl\u00e4chen wettgemacht werden konnte. Die Getreideernte ist insgesamt als gut zu bewerten. Die Grundfutterernte (Grassilage, Heu) war reichlich und von besserer Qualit\u00e4t als die vorj\u00e4hrige Ernte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Situation auf den M\u00e4rkten f\u00fcr landwirtschaftliche Produkte verlief 2013 sowohl bei den Tieren als auch bei den tierischen Produkten, insbesondere bei der Milch, g\u00fcnstig. Die Preise f\u00fcr Marktfr\u00fcchte (Getreide, \u00d6lsaaten, Eiwei\u00dfpflanzen) fielen jedoch gegen\u00fcber dem sehr hohen Niveau von 2012 deutlich. Die Preise der wichtigsten Vorleistungen waren stabil oder fielen sogar leicht dank der verhaltenen Entwicklung der Erd\u00f6lpreise. Die Preise f\u00fcr Pflanzenschutzmittel und Futtermittel stiegen jedoch gegen\u00fcber dem Vorjahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die pflanzliche Produktion steigt 2013 wertm\u00e4\u00dfig gegen\u00fcber 2012, bedingt durch eine Steigerung bei den Futterpflanzen und beim Wein, w\u00e4hrend bei den anderen pflanzlichen Produktionen eher eine Stagnation oder ein R\u00fcckgang zu verzeichnen ist. Die produzierte Weinmenge steigt, w\u00e4hrend die Preise stabil bleiben. Die Getreideernte ist sehr hoch, aber die Preise sind deutlich gefallen gegen\u00fcber 2012. Die Kartoffelernte ist eher m\u00e4\u00dfig ausgefallen, so da\u00df der Produktionswert f\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Produktion von Tieren, einem wichtigen Posten innerhalb der luxemburgischen Landwirtschaft, ist gegen\u00fcber 2012 stabil. Die Preise sind stabil, w\u00e4hrend das Aufkommen leicht zur\u00fcckgeht. Dies betrifft sowohl die Rinder als auch die Schweine.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Innerhalb der tierischen Produkte und der landwirtschaftlichen Produktion insgesamt nimmt die Milch eine dominante Stelle ein. Die negative Preisentwicklung des Jahres 2012 wurde 2013 durch eine sehr positive Entwicklung abgel\u00f6st. Nach einem Aussetzer im Jahr 2012 ist bei der Milch eine Mengensteigerung infolge der linearen Erh\u00f6hung der Milchquoten im Hinblick auf das Auslaufen der Mengenregelung im Jahr 2015 festzustellen. In Luxemburg \u00fcbersteigen die Milchanlieferungen an die Molkereien regelm\u00e4\u00dfig die im Rahmen der Milchquotenregelung festgesetzten H\u00f6chstmengen, was zur Folge hat, da\u00df die Produzenten, welche ihre H\u00f6chstmenge (Milchquote) \u00fcberschreiten, Abgaben an die staatliche Kontrollstelle zahlen m\u00fcssen. Dies war f\u00fcr das Vermarktungsjahr 2012\/2013 nicht der Fall, k\u00f6nnte 2013\/14 aber wieder eintreten. Die Eierproduktion stieg 2013 mengenm\u00e4\u00dfig bei leicht fallenden Preisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Produktion von pflanzlichen und tierischen G\u00fctern insgesamt steigt sowohl volumen- als auch preisbedingt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vorleistungen und die Abschreibungen steigen 2013 um 15% respektiv 2% gegen\u00fcber 2012. Die Daten zu den Vorleistungen und Abschreibungen sind in diesem fr\u00fchen Stadium sehr provisorisch, da nur Informationen zu der Preisentwicklung, jedoch nicht zu der Entwicklung der Mengen vorliegen. F\u00fcr die Steigerung der Vorleistungen ist haupts\u00e4chlich der Posten Futtermittel verantwortlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bruttowertsch\u00f6pfung zu Herstellungspreisen ergibt sich aus der Erzeugung des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs abz\u00fcglich der Vorleistungen. Sie steigt leicht. Die Entlohnung der Arbeitnehmer ist stabil infolge einer Zunahme der L\u00f6hne und eines R\u00fcckgangs der entlohnten Arbeitskr\u00e4fte. Das Faktoreinkommen (Entlohnung der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital) und der Nettounternehmensgewinn (Entlohnung der selbstst\u00e4ndigen Arbeitskr\u00e4fte und des Eigenkapitals) sind konstant gegen\u00fcber 2012.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die reale Ver\u00e4nderung des Faktoreinkommens pro Arbeitskraft stellt den landwirtschaftlichen Einkommensindikator A dar. Dieser steigt, laut der ersten Voraussch\u00e4tzung, um 2,5% im Jahr 2013 gegen\u00fcber 2012.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Methodologische Anmerkung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Voraussch\u00e4tzung der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung 2013 geschieht auf der Basis der im November 2013 verf\u00fcgbaren Daten. Zu diesem Zeitpunkt sind die Daten zu den Vorleistungen sehr vorl\u00e4ufig, da nur Informationen \u00fcber die Entwicklung der Preise, nicht aber \u00fcber die Ver\u00e4nderungen der aufgewandten Mengen vorliegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Internetadressen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.ser.public.lu\/\">http:\/\/www.ser.public.lu<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/agriculture\/index_de.htm\">http:\/\/ec.europa.eu\/agriculture\/index_de.htm<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/portal\/page\/portal\/eurostat\/home\">http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/portal\/page\/portal\/eurostat\/home<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Mitgeteilt vom Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz und dem Service d\u2019\u00e9conomie rurale<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erste Voraussch\u00e4tzung der Entwicklung des landwirtschaftlichen Einkommens 2013 laut landwirtschaftlicher Gesamtrechnung: Das Faktoreinkommen in der Landwirtschaft pro Arbeitskraft steigt 2013 in Luxemburg real um 2,5% gegen\u00fcber 2012. 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