{"id":317,"date":"2011-08-12T09:50:58","date_gmt":"2011-08-12T07:50:58","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=317"},"modified":"2013-09-02T14:05:07","modified_gmt":"2013-09-02T12:05:07","slug":"landwirtschaft-in-den-balkanstaaten-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=317","title":{"rendered":"Landwirtschaft in den Balkanstaaten (I)"},"content":{"rendered":"<p><a style=\"color: #ff4b33; text-align: justify;\" href=\"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/balkan.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-777\" style=\"border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0.4em; background-color: #eeeeee;\" title=\"balkan\" alt=\"\" src=\"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/balkan.png\" width=\"657\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/balkan.png 657w, https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/balkan-300x273.png 300w, https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/balkan-328x300.png 328w\" sizes=\"auto, (max-width: 657px) 100vw, 657px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Europ\u00e4ische Rat hat bei seiner Juni-Sitzung bekanntlich gr\u00fcnes Licht f\u00fcr einen Beitritt von Kroatien in\u00a0die Europ\u00e4ische Union gegeben. Die Beitrittsverhandlungen sind abgeschlossen und das Land erf\u00fcllt die Bedingungen zu einer Aufnahme in die Union. Wann Kroatien tats\u00e4chlich als 28. Land der EU beitritt, bleibt ungewi\u00df, fr\u00fchestens jedoch 2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei weitere Balkanstaaten haben den Status als Beitrittsland \u2013 Mazedonien seit 2005 und Montenegro seit Dezember 2010. Vier weitere Balkanstaaten \u2013 Albanien, Bosnien-Herzegovina, Kosovo und Serbien \u2013 streben den Status als Beitrittskandidat an, m\u00fcssen allerdings noch erhebliche Fortschritte in allen Hinsichten erreichen und ein Datum bez\u00fcglich des Status als Beitrittskandidat bleibt offen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einer Gesamtfl\u00e4che von 264.462 km2 stellen die Balkanstaaten etwa 6% der EU-Gesamtfl\u00e4che und mit 26,3 Mio. Einwohnern rund 5% der EU-Bev\u00f6lkerung dar. Die Bev\u00f6lkerungsdichte liegt bei 89,2 Einwohnern\/ km2 und damit deutlich unter derjenigen der EU von 114,4 Einwohnern\/ km2.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Balkanstaaten weisen eine Reihe von gemeinsamen Charakteristiken auf: Sehr niedriges Einkommensniveau, schlecht funktionierende staatliche Strukturen, teilweise gro\u00dfe politische Instabilit\u00e4t und dadurch mangelnde Kontinuit\u00e4t in der Politik, \u00dcberalterung der Bev\u00f6lkerung (au\u00dfer Kosovo und Albanien), allgemein ein schlechtes Ausbildungsund ein niedriges Qualifikationsniveau sowie mangelnde Mobilit\u00e4t der Arbeitskr\u00e4fte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine \u00e4u\u00dferst kleinstrukturierte und wenig produktive Landwirtschaft \u2013 die Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe der Betriebe variiert zwischen 1,2 ha und knapp 4 ha je nach Land \u2013 bildet in den l\u00e4ndlichen Regionen die Hauptaktivit\u00e4t. Au\u00dferlandwirtschaftliche Aktivit\u00e4ten gibt es in den meisten l\u00e4ndlichen Regionen kaum und die sozialen Infrastrukturen sind schlecht und unterentwickelt. Viele l\u00e4ndliche Haushalte haben keinen Zugang zu den landwirtschaftlichen M\u00e4rkten, zu Krediten, zum Arbeitsmarkt ebenso wie zu Informationen und Wissen, wodurch sie der Armut kaum entfliehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Infolge des Krieges und der \u00dcbergangszeiten hat die landwirtschaftliche Produktion in diesen L\u00e4ndern allgemein stark abgenommen. Seit 2000 ist eine leichte Erholung festzustellen. Dennoch bleiben die Landwirtschaft selbst sowie ebenfalls die lokalen Agrarm\u00e4rkte, trotz des vorhandenen Produktionspotentials sowohl in bezug auf die landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen als auch in bezug auf die verf\u00fcgbaren Arbeitskr\u00e4fte, wenig entwickelt \u2013 es fehlt an marktf\u00e4higen Produkten, an Infrastrukturen, an Kompetenzen und an Kenntnissen, um sich den Sanit\u00e4rnormen anzupassen. Nur im Norden des Balkans, in den Ebenen von Donau und Save, hat sich eine intensivere Landwirtschaft entwickelt ebenso wie eine gr\u00f6\u00dfere Diversit\u00e4t der wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten insgesamt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hauptherausforderungen f\u00fcr die Entwicklung der l\u00e4ndlichen Gebiete in den Balkanstaaten sind und bleiben u.a. die Verbesserung des institutionellen Rahmens allgemein, die Entwicklung einer diversifizierten Landwirtschaft, der Aufbau von Infrastrukturen, der Ausbau der Ausund Weiterbildung zwecks besserer Qualifikation der Arbeitskr\u00e4fte, der Neuaufbau von genossenschaftlichen Einrichtungen sowie die Schaffung eines g\u00fcnstigen Gesch\u00e4ftsklimas f\u00fcr Unternehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr alle L\u00e4nder des westlichen Balkans hat die EU den sogenannten Stabilisierungs- und Assoziierungsproze\u00df eingeleitet, der sie nach und nach enger an die EU heranf\u00fchren soll. Damit haben diese L\u00e4nder f\u00fcr nahezu alle ihre Ausfuhren freien Zugang zum EU-Binnenmarkt und erhalten finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr ihre Reformbem\u00fchungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits im Vorfeld der EU-Erweiterung auf die mittel- und osteurop\u00e4ischen L\u00e4nder hatte die Union den IPA \u2013 Instrument for Pre-Accession \u2013 geschaffen, um damit beitrittswillige L\u00e4nder in ihrer Entwicklung insbesondere in bezug auf die Anpassung an die europ\u00e4ischen Standards und die EU-Politik insgesamt zu unterst\u00fctzen. Dieses Instrument umfa\u00dft St\u00fctzungsma\u00dfnahmen in f\u00fcnf Bereichen: 1. Aufbau von Institutionen, 2. Aufbau einer grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit, 3. regionale Entwicklung, 4. Entwicklung des Humankapitals und 5. l\u00e4ndliche Entwicklung (das EU-St\u00fctzungsprogramm in diesem 5. Bereich tr\u00e4gt den Namen IPARD). Beitrittswillige L\u00e4nder, die noch nicht den Status des Beitrittskandidaten haben, k\u00f6nnen in den Genu\u00df von Beihilfen in den ersten beiden Bereichen kommen. Dies ist derzeit der Fall f\u00fcr Albanien, Bosnien- Herzegovina, Kosovo und Serbien. Den Beitrittskandidaten \u2013 Kroatien, Mazedonien und Montenegro \u2013 werden Beihilfen in allen f\u00fcnf Bereichen gew\u00e4hrt. Dies setzt voraus, da\u00df die Staaten \u00fcber korrekt funktionierende Strukturen und Institutionen verf\u00fcgen, auch \u00fcber die notwendigen Kontrollorgane, da sie die ihnen zukommenden Gelder selbst verwalten m\u00fcssen. F\u00fcr den Zeitraum 2007-2013 hat die EU 10,2 Mrd. Euro f\u00fcr die IPA bereitgestellt, davon 880 Mio. Euro f\u00fcr die Entwicklung der l\u00e4ndlichen R\u00e4ume im Rahmen von IPARD.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im folgenden wird versucht, die Lage in den einzelnen dieser L\u00e4nder, insbesondere in bezug auf die Landwirtschaft, kurz zu umrei\u00dfen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Kroatien<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kroatien, seit 1991 unabh\u00e4ngig, hat eine Landesfl\u00e4che von 56.542 km2 und eine Bev\u00f6lkerung von 4,44 Mio. Einwohner. Die Hauptstadt ist Zagreb. Wirtschaftlich hat Kroatien seit dem Jahr 2000 wesentliche \u00c4nderungen erfahren, allerdings stellt die Restrukturierung der Wirtschaft nach wie vor eine gro\u00dfe Herausforderung dar. 63% aller kroatischen Importe kommen aus der Europ\u00e4ischen Union. Das Pro-Kopf Bruttoinlandsprodukt lag 2009 bei 14.243 Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwa die H\u00e4lfte der Landesfl\u00e4che (rund 2,7 Mio. ha) sind landwirtschaftliche Fl\u00e4chen, 67% in Privatbesitz und 33% in Staatsbesitz. Allerdings wird nur ein Teil davon tats\u00e4chlich genutzt \u2013 sch\u00e4tzungsweise 1,3 Mio. ha. Trotz der Entwicklungen in den anderen Bereichen der Wirtschaft spielt die Landwirtschaft ebenso wie die Lebensmittelindustrie immer noch eine sehr wichtige Rolle. Sie ist vorwiegend kleinstrukturiert \u2013 die Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe der Betriebe liegt bei etwa 5 ha \u2013; sie erf\u00fcllt die EU-Normen, bleibt dennoch extrem modernisierungsbed\u00fcrftig. Sowohl die Produktivit\u00e4t als auch die Kapitalisierung sind gering, obwohl die nat\u00fcrlichen Bedingungen g\u00fcnstig sind. Die Fragmentierung in sehr kleine Parzellen wird als eine der Hauptursachen f\u00fcr die geringe Produktivit\u00e4t gewertet. Neben der Vielzahl kleiner Betriebe gibt es gro\u00dfe Staatsbetriebe. 2010 wurden 232.000 Betriebe gez\u00e4hlt, davon 230.000 kleine Familienbetriebe, die oft im Nebenerwerb gef\u00fchrt werden und circa 1,1 Mio. ha bewirtschaften. Der Anteil der Landwirtschaft beim Bruttoinlandsprodukt lieg bei etwa 6%, tendiert jedoch nach unten. Trotz eines umfangreichen Entwicklungspakets ist es Kroatien bisher nicht gelungen, die Landwirtschaft so auszubauen, da\u00df eine Selbstversorgung des Landes gew\u00e4hrleistet ist. Es m\u00fcssen nach wie vor zahlreiche Lebensmittel importiert werden, was sich negativ auf die Handelsbilanz auswirkt und womit Kroatien von Importen abh\u00e4ngig bleibt. Auch in der Verarbeitungsindustrie bestehen weiterhin gro\u00dfe Defizite.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien wurden im Juni 2011 abgeschlossen. Im Rahmen der Beitrittsverhandlungen wurde vereinbart, da\u00df Kroatien im Falle seines EU-Beitritts mittelfristig ungef\u00e4hr so viele Direktbeihilfen erhalten soll wie Litauen oder die Slowakei, n\u00e4mlich 373 Mio. Euro.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Montenegro<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Montenegro hat eine Landesfl\u00e4che von 13.812 km2 und z\u00e4hlt rund 625.000 Einwohner. Damit liegt die Bev\u00f6lkerungsdichte mit 46 Einwohnern\/ km2 sehr niedrig. Die Hauptstadt ist Podgorica. W\u00e4hrend das Stra\u00dfennetz allgemein zufriedenstellend ausgebaut ist und alle D\u00f6rfer \u00fcber Elektrizit\u00e4t verf\u00fcgen, bleibt die Wasserversorgung sowohl in bezug auf das Trinkwasser als auch das Abwasser sehr problematisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein spezifisches Problem in Montenegro ist die alternde Bev\u00f6lkerung: Nur 16% der Einwohner sind weniger als 14 Jahre alt \u2013 demgegen\u00fcber stehen 14% Einwohner, die \u00e4lter als 65 Jahre sind. Vor allem in den l\u00e4ndlichen Regionen, wo 38% der Bev\u00f6lkerung leben, gestaltet sich die Alterstruktur besonders problematisch, so da\u00df die Regierung dazu \u00fcbergegangen ist, spezielle Pr\u00e4mien zu gew\u00e4hren an junge Leute, die sich auf dem Land ansiedeln, um die Landflucht zu stoppen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rund 38% der Landesfl\u00e4che bzw. 516.000 ha werden landwirtschaftlich genutzt, 88% davon als Wiesen und extensives Weideland. Ackerland, Obstanbau und Weinbau werden auf lediglich 58.200 ha betrieben. \u00dcber 60% der landwirtschaftlichen Erzeugung kommen aus der Tierproduktion. Landwirtschaft, einschlie\u00dflich Jagd und Forstwirtschaft, sowie die Lebensmittelproduktion spielen eine wichtige Rolle in der Wirtschaft Montenegros und tragen zu etwa 10% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Mehr als 60.000 Haushalte beziehen ihr Einkommen ganz oder teilweise aus der Landwirtschaft. Damit bleibt die Landwirtschaft in Montenegro vorwiegend gepr\u00e4gt von kleinen Familienbetrieben, deren Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe auf weniger als 5 ha gesch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Regierung hat spezifische Programme aufgestellt zwecks Heranf\u00fchrung des Landes an die EUStandards. Dabei soll die Effizienz der M\u00e4rkte verbessert und auf die Anwendung der EU-Standards hingewirkt werden. Vorbereitungsarbeiten laufen in bezug auf die Umsetzung der EU-Agrarumweltma\u00dfnahmen und eine Strategie zur Entwicklung der l\u00e4ndlichen R\u00e4ume. Dabei wird u.a. eine Verbesserung der l\u00e4ndlichen Infrastrukturen anvisiert, die Diversifizierung der wirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten in den l\u00e4ndlichen Regionen und die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung. Eines der Hauptprobleme zur Modernisierung der Betriebe bleibt der Zugang zu den daf\u00fcr notwendigen Krediten. Handlungsbedarf besteht auch in bezug auf die Qualit\u00e4ts- und Hygienestandards. Bedeutende Investitionen sind notwendig zwecks diesbez\u00fcglicher Anpassung an die EU.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unterst\u00fctzt wurde die Landwirtschaft bislang mit Geldern aus dem Staatshaushalt und ein Darlehen der Weltbank (f\u00fcr 2011 insgesamt 21,1 Mio. Euro). Beihilfen werden gew\u00e4hrt in Form von Investitionsbeihilfen, Subventionen f\u00fcr Produktion und Dienstleistungen \u2013 u.a. mit einer Milchpr\u00e4mie zur Unterst\u00fctzung der Milchwirtschaft und einer Tierpr\u00e4mie \u2013 sowie f\u00fcr die Marktinterventionen. Mit diesen Ma\u00dfnahmen will die Regierung eine Steigerung der Produktivit\u00e4t, mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit und eine Verbesserung der Produktqualit\u00e4t erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Montenegro hat seit Dezember 2010 den Status als Beitrittskandidat und demnach Zugang zu allen IPA-St\u00fctzungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Mazedonien<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien (Hauptstadt Skopje) ist seit 1991 ein unabh\u00e4ngiger Staat und erhielt bereits 2005 den Status eines Kandidatenlandes f\u00fcr eine EUMitgliedschaft. Das Land hat eine Fl\u00e4che von 25.713 km2; die Einwohnerzahl liegt bei rund 2 Millionen: Circa 19% der Bev\u00f6lkerung sind j\u00fcnger als 14 Jahre, w\u00e4hrend 11,4% \u00fcber 65 Jahre alt sind. Die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung lebt in l\u00e4ndlichen Regionen. Trotz einer allgemein positiven wirtschaftlichen Entwicklung spielt die Landwirtschaft mit einem Anteil von 18% an der Gesamtbesch\u00e4ftigung und von 9,7% am Bruttoinlandsprodukt weiterhin eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rund 39% der Republik Mazedonien bzw. 1,01 Mio. ha werden landwirtschaftlich genutzt, davon etwa die H\u00e4lfte f\u00fcr Ackerland (+\/- 400.000 ha), Obst- und Weinbau (35.000 ha) und Wiesen (58.000 ha) einerseits, und Dauergr\u00fcnland andererseits. 37% der Landesfl\u00e4che sind mit W\u00e4ldern bedeckt. Die Landwirtschaft bleibt durch die kleinen familienbetrieblichen Strukturen gekennzeichnet: Die Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe der Betriebe liegt bei 2,5 \u2013 2,8 ha. Das Land ist \u00e4u\u00dferst fragmentiert mit vielen kleinen Parzellen, die in Eigentum oder Pacht bewirtschaftet werden. Die noch verbleibenden Staatsbetriebe sind wesentlich gr\u00f6\u00dfer, funktionieren allerdings allgemein schlecht. Das meiste Weideland bleibt auch heute noch in Staatsbesitz und wird durch eine \u00f6ffentliche Anstalt verwaltet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">70% des landwirtschaftlichen Produktionswertes kommen aus der pflanzlichen Produktion, haupts\u00e4chlich dem Gem\u00fcseanbau, womit Mazedonien auch Nettoexporteur von verarbeitetem Gem\u00fcse ist. Weitere wichtige Agrarprodukte, die auch in die EU exportiert werden, sind Obst, Getreide, Tabak und Wein. Die meisten Exporte gehen allerdings in die \u00fcbrigen Balkanstaaten, vorwiegend nach Serbien. Der tierische Bereich ist weniger bedeutend; dabei dominiert die Milchproduktion. Insgesamt bleibt das Land im Nahrungsmittelbereich Nettoimporteur, wobei die EU der wichtigste Handelspartner ist. <a title=\"Landwirtschaft in den Balkanstaaten (II)\" href=\"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/landwirtschaft-in-den-balkanstaaten-ii\/\">(Fortsetzung folgt)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Europ\u00e4ische Rat hat bei seiner Juni-Sitzung bekanntlich gr\u00fcnes Licht f\u00fcr einen Beitritt von Kroatien in\u00a0die Europ\u00e4ische Union gegeben. Die Beitrittsverhandlungen sind abgeschlossen und das Land erf\u00fcllt die Bedingungen zu einer Aufnahme in die Union. Wann Kroatien tats\u00e4chlich als 28. Land der EU beitritt, bleibt ungewi\u00df, fr\u00fchestens jedoch 2013. Zwei weitere Balkanstaaten haben den Status als Beitrittsland \u2013 Mazedonien seit 2005 und Montenegro seit Dezember 2010. 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