{"id":1644,"date":"2013-04-19T10:07:39","date_gmt":"2013-04-19T08:07:39","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1644"},"modified":"2013-08-30T15:40:09","modified_gmt":"2013-08-30T13:40:09","slug":"pflanzenschutzstrategie-lwk-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1644","title":{"rendered":"Unkraut- &#038; Ungrasbek\u00e4mpfung in Futtererbsen &#038; Ackerbohnen"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><span style=\"color: #000000; font-size: 0.75em; font-weight: bold; line-height: 1.5em;\">Pflanzenschutzstrategie LWK 2013\u00a0<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ackerbohnen und Futtererbsen unterbrechen den Entwicklungszyklus der Getreide- und Rapskrankheiten und sollten deshalb wieder \u00f6fter angebaut werden. Es k\u00f6nnen sowohl bei Felderbsen als auch bei Ackerbohnen Ertr\u00e4ge von 45 dt\/ha aufw\u00e4rts erwartet werden. In Luxemburg war es in den vergangenen Jahren eher \u00fcblich, Erbsen und Bohnen auf dem eigenen Betrieb zu verf\u00fcttern. In der Ferkelf\u00fctterung sind aus Gr\u00fcnden der Schmackhaftigkeit Erbsen besser geeignet als Ackerbohnen. Erbsen weisen gr\u00f6\u00dfere Schwankungen beim Ertrag auf als Bohnen und werden fr\u00fcher gedroschen, daf\u00fcr lassen sich Bohnen wegen ihrer Standfestigkeit sicherer ernten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ackerbohnen<\/b> eignen sich hervorragend zur Bodenlockerung und sollten auf mittleren bis schweren B\u00f6den mit ausreichender Wasserversorgung ihren Platz in der Fruchtfolge haben. Die Vorfrucht kann sowohl Getreide als auch Mais gewesen sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie sollten im Fr\u00fchjahr fr\u00fch ausges\u00e4t werden (je fr\u00fcher, umso besser) und stellen keine Anspr\u00fcche an die Vorfrucht. Es werden \u00b1 45 keimf\u00e4hige K\u00f6rner <span style=\"text-decoration: underline;\">mindestens 6 cm bis maximal 10 cm tief abgelegt<\/span>. Sie bilden eine Pfahlwurzel und sorgen so f\u00fcr eine tiefe Durchwurzelung. Die Saattiefe erm\u00f6glicht eine Unkrautbek\u00e4mpfung im VA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bohnen sind bei der Unkrautbehandlung anf\u00e4lliger gegen Herbizide als Erbsen, daf\u00fcr riskiert der relativ hohe Bestand, im Fall einer Trockenperiode, weniger zu verunkrauten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Futtererbsen<\/b> werden mit \u00b1 80 keimf\u00e4higen K\u00f6rnern etwa 4 cm tief und leicht sp\u00e4ter als die Ackerbohnen ges\u00e4t und bilden keine Pfahlwurzel. Der Boden sollte bei der Saat auch besser abgetrocknet sein. Die Erbsen brauchen aber in der Keimphase viel Wasser (auf sandigen B\u00f6den sollte die Feuchtigkeit im Saathorizont gepr\u00fcft werden). Der optimale Saattermin liegt bei Mitte M\u00e4rz bis Mitte April. Die Kn\u00f6llchenbakterien bilden sich bei einem pH-Wert von 6-7 optimal aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Pflanzenschutz der beiden Kulturen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ackerbohnen lassen sich vor dem Auflaufen hervorragend striegeln. Durch die tiefe Saat der Bohnen laufen die Unkr\u00e4uter fr\u00fcher auf. Wetterbedingt k\u00f6nnen sogar zwei \u00dcberfahrten mit einem scharf eingestellten Striegel m\u00f6glich sein. Die Herbizidbehandlung bei Erbsen und Bohnen sollte auf jeden Fall im VA erledigt werden, um sp\u00e4ter Ver\u00e4tzungen an der Kultur zu vermeiden. Die Vorauflaufbehandlung sollte bei g\u00fcnstigen Bedingungen erfolgen. Es gibt keine M\u00f6glichkeit, Kletten im Nachauflauf zu bek\u00e4mpfen. Wenn im Nachauflauf Kamillen bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen, sollte man Basagran SG anwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend dem Jugendstadium der Erbsen sollte genau wie bei den Bohnen auf den Blattrandk\u00e4fer geachtet werden. Bohnen werden tendentiell \u00f6fter im Jahr gegen Blattl\u00e4use behandelt als Erbsen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>I.\u00a0<\/b><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Vorauflauf auf gut feuchten Boden:<\/span><\/b><b> (Vorauflauf der Kultur und vom Unkraut)<\/b><\/span><\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\"><b>Centium 36 CS 0,2 l\/ha + Challenge 3 l\/ha <\/b><\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>\u00a0<\/b><b>oder<\/b><\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Stomp 400 SC 1,2 l\/ha + Challenge 1,2 l\/ha<\/b><\/h6>\n<h4><span style=\"text-decoration: underline;\">II. Nachauflauf<\/span><\/h4>\n<p>Au\u00dferhalb der Wasserschutzgebiete besteht die M\u00f6glichkeit, das Unkraut mit Basagran SG im Nachauflauf zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Basagran SG ist ein reines Kontaktmittel. In Futtererbsen darf Basagran SG bis zum 2-Blatt-Stadium mit maximal 1,1 kg\/ha angewendet werden. Ackerbohnen sind empfindlich gegen\u00fcber einer Nachauflaufbehandlung und werden schnell ver\u00e4tzt. Je \u00e4lter sie sind und umso mehr Wurzeln sie bereits gebildet haben, umso besser k\u00f6nnen sie sich wieder von einer Ver\u00e4tzung erholen. Sie sollten aber nicht zu gro\u00df sein. Jedes bereits gebildete Blatt wird bei der Behandlung zus\u00e4tzlich vom Herbizid ver\u00e4tzt. Basagran SG hat eine Zulassung in Ackerbohnen bis zum 3-Blatt-Stadium der Bohnen.<\/p>\n<h6 align=\"center\"><b>Basagran SG 0,3 &#8211; 1 kg\/ha<\/b><\/h6>\n<p align=\"center\">(die Dosis sollte der Gr\u00f6\u00dfe der Korbbl\u00fctler angepa\u00dft sein und man sollte <b>kein Haftmittel<\/b> verwenden)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pflanzenschutzmittel, die Bentazon (Basagran) enthalten, wirken bei hellem Wetter besser als bei bedecktem Himmel. Sie sollten aber keinesfalls in Wasserschutzzonen angewendet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn im Nachauflauf Wei\u00dfer G\u00e4nsefu\u00df und\/oder Disteln bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen, sollte man dies im 2 \u2013 6 Blatt-Stadium der Kultur mit Butizyl tun.<\/p>\n<h6 align=\"center\"><b>Butizyl maximal 5 l\/ha<\/b><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen Ungr\u00e4ser darf <b>Agil 1 l\/ha<\/b> oder <b>Targa Prestige max. 1,5 l\/ha<\/b> angewendet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Die Pflanzenbauberatung der Landwirtschaftskammer<\/em><\/p>\n<pre><b><i>\u00a9 Chambre d\u2018Agriculture. Alle Rechte vorbehalten. <\/i><\/b><i>Alle Inhalte wurden mit \u00e4u\u00dferster Sorgfalt nach aktuellem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Drucklegung erarbeitet. Eine Haftung ist jedoch ausgeschlossen. Vervielf\u00e4ltigung, Weitergabe und Nachdruck (auch auszugsweise) sind nur mit schriftlicher Zustimmung des Herausgebers erlaubt. Die aktuell g\u00fcltigen Anwendungsvoraussetzungen finden Sie unter <a href=\"https:\/\/saturn.etat.lu\/tapes\">https:\/\/saturn.etat.lu\/tapes<\/a><\/i><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pflanzenschutzstrategie LWK 2013\u00a0 Ackerbohnen und Futtererbsen unterbrechen den Entwicklungszyklus der Getreide- und Rapskrankheiten und sollten deshalb wieder \u00f6fter angebaut werden. Es k\u00f6nnen sowohl bei Felderbsen als auch bei Ackerbohnen Ertr\u00e4ge von 45 dt\/ha aufw\u00e4rts erwartet werden. In Luxemburg war es in den vergangenen Jahren eher \u00fcblich, Erbsen und Bohnen auf dem eigenen Betrieb zu verf\u00fcttern. In der Ferkelf\u00fctterung sind aus Gr\u00fcnden der Schmackhaftigkeit Erbsen besser geeignet als Ackerbohnen. 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