{"id":1638,"date":"2013-04-12T09:50:53","date_gmt":"2013-04-12T07:50:53","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1638"},"modified":"2013-08-30T15:40:54","modified_gmt":"2013-08-30T13:40:54","slug":"tips-fur-den-kartoffelanbau-im-hausgarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1638","title":{"rendered":"Tips f\u00fcr den Kartoffelanbau im Hausgarten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"line-height: 1.4em;\">Bodenvorbereitung<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kartoffel bevorzugt einen lockeren, gut durchl\u00fcfteten und t\u00e4tigen Boden. Durch die Einsaat von Gr\u00fcnd\u00fcngungspflanzen wie Senf oder \u00d6lrettich l\u00e4\u00dft sich dies am besten erreichen. Diese bodenverbessernden Pflanzen sollten nur zerkleinert und angewelkt eingegraben werden. <span style=\"text-decoration: underline;\">Gut verrotteter<\/span> Kompost oder Stallmist ist ebenso geeignet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Pflanzgut<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sollten j\u00e4hrlich neue, amtlich anerkannte Pflanzkartoffeln verwendet werden, da beim Nachbau eigener Knollen Abbaukrankheiten den Ertrag bis zu 50% schm\u00e4lern k\u00f6nnen. Anerkanntes Pflanzgut ist bei der Genossenschaft oder auch in kleineren Mengen im Landhandel erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Sorten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Frischverzehr: Corine, Ukama<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr l\u00e4ngerfristige Lagerung: Bintje, Charlotte, Linda, D\u00e9sir\u00e9e, Hansa, Nicola, Victoria<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Vorbereitung des Pflanzgutes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um einen raschen und gleichm\u00e4\u00dfigen Aufgang zu erreichen, sollten die Knollen 3-4 Wochen vor dem Pflanzen an einem hellen Ort bei Temperaturen von 12-15\u00b0C vorgekeimt werden. Beim Auspflanzen darauf achten, da\u00df die jungen Keime nicht abbrechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>D\u00fcngung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kartoffeln stellen hohe Anspr\u00fcche an die Versorgung mit D\u00fcngemitteln (besonders an Kalium und Magnesium). Auf Stickstoff reagiert die Kartoffel mit Ertragszuwachs, doch f\u00fchrt zu hohe Stickstoffversorgung in der Regel zu h\u00f6herer Krautf\u00e4uleanf\u00e4lligkeit und schlechteren Speiseeigenschaften. Organische D\u00fcngung mit Stallmist oder Kompost sollte m\u00f6glichst bereits im Herbst eingearbeitet werden und ggf. bei der Bemessung einer zus\u00e4tzlichen Minerald\u00fcngergabe im Fr\u00fchjahr ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>D\u00fcngemittelbedarf:<\/strong>\u00a0Bei Verwendung von Minerald\u00fcnger wird im Garten i.d.R. NPK-Volld\u00fcnger verwendet (z.B. Volld\u00fcnger blau 5-7 kg\/Ar). Vor dem Pflanzen ist dieser in den Boden einzuarbeiten. Auf gut versorgten B\u00f6den, die im Herbst bereits organisch ged\u00fcngt wurden, sollte die D\u00fcngergabe auf die H\u00e4lfte reduziert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Pflanztermin<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bedingt durch den diesj\u00e4hrigen langen Winter und wegen der dadurch entstandenen Verz\u00f6gerung der Pflanzung, sollten die Saatkartoffeln erst dann gepflanzt werden, wenn sich der Boden auf ca. 10\u00b0C erw\u00e4rmt hat. Nur so ist ein z\u00fcgiges Wachstum gew\u00e4hrleistet, das den Befall mit Krankheiten vermindert. Bei einer Pflanzung mit zu niedriger Bodentemperatur steigt die Entwicklung von verschiedenen Krankheiten (besonders Rhizoctonia).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Pflanzweite<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Reihenabstand: 65 cm<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Reihe: 35 \u2013 40 cm<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pflanztiefe: 3 \u2013 4 cm<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pflanzgutbedarf: 4 \u2013 5 Knollen pro qm oder 25 \u2013 30 kg\/Ar<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Pflege<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kartoffelbestand sollte durch 2-3-maliges Hacken unkrautfrei gehalten werden. Wurzeln dabei aber nicht besch\u00e4digen! Bei ca. 15-20 cm Krauth\u00f6he ist ein Anh\u00e4ufeln notwendig, um ein Ergr\u00fcnen von Knollen zu verhindern. D\u00e4mme nicht zu spitz anlegen, damit eine gute Wasseraufnahme gew\u00e4hrleistet ist!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Krankheiten und Sch\u00e4dlinge<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders in niederschlagsreichen Jahren tritt die gef\u00fcrchtete Pilzkrankheit <b>Kraut- und Knollenf\u00e4ule<\/b> auf. Durch entsprechende Sortenwahl und Vermeidung zu hoher Stickstoffgaben kann die Gefahr eines Befalls gemindert werden. Weitere wichtige Ma\u00dfnahmen sind die sorgf\u00e4ltige Auslese des Pflanzgutes, die Beseitigung von faulen Knollen sowie das Vorkeimen des Pflanzgutes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit einigen Jahren beobachtet man immer \u00f6fter eine andere Krankheit, die <b>Schwarzbeinigkeit<\/b>. Sie entwickelt sich unter st\u00e4ndig feuchten Bedingungen und verbreitet sich sehr schnell durch das Regenwasser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <b>Kartoffelk\u00e4fer<\/b> geh\u00f6rt zu den regelm\u00e4\u00dfig auftretenden Sch\u00e4dlingen im Garten. Rechtzeitiges Ablesen und Vernichten der Larven verhindert Sch\u00e4den in gr\u00f6\u00dferem Ausma\u00df! Um Kartoffelsch\u00e4dlinge und Pilzkrankheiten in Grenzen zu halten, ist es ratsam, <b>h\u00f6chstens alle vier Jahre<\/b> <b>Kartoffeln<\/b> auf dem gleichen Beet anzubauen!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ernte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur ausgereifte, schalenfeste Knollen ernten; dies ist in der Regel erst m\u00f6glich, wenn das Kraut abgereift ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Lagerung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00fchl und dunkel, bei etwa 5\u00b0C lagern. Bew\u00e4hrt hat sich die Lagerung in Lattenkisten oder die Loselagerung auf Lattenrosten. Auf ausreichende L\u00fcftung ist zu achten! Keinesfalls in Plastikt\u00fcten aufbewahren, da die Knollen so nicht mehr atmen k\u00f6nnen und Schwitzwasser zu F\u00e4ulnis f\u00fchrt. Faule Kartoffeln sollten laufend aus dem Stapel ausgelesen werden, um weitere Infektionen zu vermeiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><i>Thomas Toussaint,<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><i>SYNPLANTS<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i><\/i><strong><i>E\u2019SLECKER SETZGROMPEREGENOSSENSCHAFT<\/i><\/strong><\/p>\n<address><i>4, rue de Bastogne L-9706 Clervaux<\/i><\/address>\n<address><i>T\u00e9l.: +352 92 11 67 1, E-Mail: <\/i><i>info@synplants.lu<\/i><\/address>\n<address><i>Fax: +352 92 18 54, Internet: <\/i><i>www.synplants.lu<\/i><\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bodenvorbereitung Die Kartoffel bevorzugt einen lockeren, gut durchl\u00fcfteten und t\u00e4tigen Boden. Durch die Einsaat von Gr\u00fcnd\u00fcngungspflanzen wie Senf oder \u00d6lrettich l\u00e4\u00dft sich dies am besten erreichen. Diese bodenverbessernden Pflanzen sollten nur zerkleinert und angewelkt eingegraben werden. 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