{"id":1604,"date":"2013-03-15T16:32:31","date_gmt":"2013-03-15T15:32:31","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1604"},"modified":"2013-08-30T15:44:53","modified_gmt":"2013-08-30T13:44:53","slug":"pflanzenbau-aktuell-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1604","title":{"rendered":"Pflanzenbau aktuell"},"content":{"rendered":"<h2 align=\"center\">Resistenzmanagement f\u00fcr die Rapssch\u00e4dlinge in 2013<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter einer Insektizid-Resistenz versteht man einen (Teil-) Verlust der Wirksamkeit eines Insektizids gegen\u00fcber einem Sch\u00e4dling. Ursache hierf\u00fcr sind der dauerhafte Einsatz einzelner Wirkstoffgruppen \u00fcber mehrere Jahre und dauerhafte Minderkonzentrationen bei der Spritzung. Vor etwa zehn Jahren wurde in Frankreich und Deutschland das erste Mal von einem Wirksamkeitsverlust der Pyrethroide gegen\u00fcber dem Rapsglanzk\u00e4fer\u00a0berichtet. Seit 2008 findet sich dieses Ph\u00e4nomen auch in Luxemburg. Diese Resistenz tritt momentan nur bei den Pyrethroiden auf und beruht auf einem verst\u00e4rkten Abbau des Insektizids im K\u00f6rper des Insekts. Seit zwei Jahren wird zus\u00e4tzlich aus Deutschland von ersten Wirksamkeitsverlusten der Pyrethroide gegen\u00fcber dem Kohlschotenr\u00fc\u00dfler und dem Rapserdfloh berichtet. Dies ist Grund genug, die momentan in Luxemburg \u00fcbliche Spritzpraxis gegen\u00fcber allen Rapssch\u00e4dlingen zu \u00fcberdenken und ein nachhaltiges Resistenzmanagement zu etablieren, damit die derzeit zugelassenen Insektizide im Raps weiterhin gute Wirkungserfolge bei der Bek\u00e4mpfung zeigen. Der folgende Beitrag soll Ihnen dabei eine Hilfestellung geben.<b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Wie steht es in Luxemburg mit der Insektizidresistenz des Rapsglanzk\u00e4fers?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Jahren 2008-2012 wurden an \u00fcber 100 Standorten im Land Untersuchungen zur Resistenz des Rapsglanzk\u00e4fers durch das CRP-Gabriel Lippmann durchgef\u00fchrt. Dabei wurde in einem Laborverfahren getestet, wie hoch die Sterblichkeit des Rapsglanzk\u00e4fers bei unterschiedlichen Konzentrationen eines Insektizids war. Dadurch erhielt man wichtige Informationen \u00fcber die aktuelle Wirksamkeit des Insektizids. Die Untersuchungen der Jahre 2008-2012 zeigten, da\u00df sich die Resistenz des Rapsglanzk\u00e4fers gegen\u00fcber den Pyrethroiden kontinuierlich im Land ausbreitet. In 2013 wird es vermutlich nur noch sehr vereinzelte Felder geben, wo eine gute insektizide Wirkung der Pyrethroide gegen den Rapsglanzk\u00e4fer gew\u00e4hrleistet sein wird. Um eine nachhaltige Bek\u00e4mpfung der Rapssch\u00e4dlinge in Luxemburg zu gew\u00e4hrleisten, finden Sie im folgenden einige Hinweise zum Einsatz der Insektizide f\u00fcr die Saison 2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>\u00a0<\/b><b>Welche Insektizide k\u00f6nnen zum Einsatz kommen?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Saison 2013 sind drei Gruppen von Insektiziden gegen die Sch\u00e4dlinge im Raps zugelassen (<b>Tabelle 1<\/b>).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Tabelle 1: \u00dcbersicht der momentan im Raps zugelassenen Insektizide mit ihren Merkmalen.*<\/strong><\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"160\"><b>Wirkstoffgruppe<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"136\"><b>Pyrethroide<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"128\"><b>Neonikotinoide<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"144\"><b>Pyridin-Azomethine<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"160\">\n<p align=\"left\"><strong>Wirkungsweise<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"136\">Kontaktwirkung<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"128\">Fra\u00dfwirkungund Kontaktwirkung<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"144\">Fra\u00dfwirkungund Kontaktwirkung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"160\"><b>Wirkgeschwindigkeit<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"136\">Innerhalb von Stunden<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"128\">1-2 Tage<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"144\">1-2 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"160\"><b>Optimale Tempera-tur zur Anwendung<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"136\">5-15\u00b0C<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"128\">15-20\u00b0C<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"144\">\u00fcber 18\u00b0C am Tag, nachts nicht unter 15\u00b0C<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"160\"><b>Wirkungsdauer<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"136\">5-7 Tage<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"128\">7-10 Tage<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"144\">7-10 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"160\"><b>Zugelassen im Raps <\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"136\">Baythroid 050 ECDecis EC 2.5Karate ZeonLamda 50 ECMageosSherpa 100 ECSumi-Alpha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"128\">Biscaya 240 ODGazelle SG<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"144\">Plenum 50 WG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"160\"><b>Resistenzen<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"136\">Minderwirkung gegen Rapsglanzk\u00e4fer<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"128\">keine<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"144\">keine<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"160\"><strong>Besonderheiten<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"136\">empfindlich gegen\u00fcber Regen und starker Sonnenstrahlung<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"128\">Wirkungsdauer abh\u00e4ngig von der Entwicklungs-geschwindigkeit der Rapspflanze<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"144\">Wirkungsdauer abh\u00e4ngig von der Entwicklungs-geschwindigkeit der Rapspflanze<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"160\"><strong>Kosten in Euro\/ha<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"136\">ca. 11,-<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"128\">ca. 17,-<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"144\">ca. 17,-<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">* Angaben nach \u201cAdministration des Services Techniques de l\u00b4Agriculture (ASTA)\u201d https:\/\/saturn.etat.lu\/tapes vom 6. M\u00e4rz 2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Wann soll ich die Rapssch\u00e4dlinge bek\u00e4mpfen?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bitte richten Sie sich bei der Bek\u00e4mpfung unbedingt nach dem Bek\u00e4mpfungsrichtwert f\u00fcr den jeweiligen Sch\u00e4dling. Ausf\u00fchrliche Informationen \u00fcber den aktuellen, regionalen Zuflug finden Sie im SENTINELLE-Bericht des CRP-Gabriel Lippmann, w\u00f6chentlich im \u201eDe Letzeburger Bauer\u201c bzw. aktuell auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer (www.lwk.lu\/beratung).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b><\/b><b>Kann ich die Insektizide miteinander mischen?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein! Bitte vermeiden Sie experimentelle Mischungen von Insektiziden, d.h. mischen Sie bitte nicht ein Pyrethroid mit Biscaya oder Biscaya mit Plenum 50 WG \u2013 auch nicht unter Beimischung von \u00d6len oder Additiven. Solche Mischungen sind teuer (ca. 25 \u2013 30 Euro\/ha) und k\u00f6nnten zu einer sogenannten Kreuzresistenz f\u00fchren. Mischungen von Insektiziden k\u00f6nnen auch die Toxizit\u00e4t gegen\u00fcber Bienen und anderen Nichtzielorganismen erh\u00f6hen und zu massiven Sch\u00e4den an Bienenv\u00f6lkern f\u00fchren. Es kann in 2013 davon ausgegangen werden, da\u00df Vergiftungen von Bienen durch Nichtbeachtung der gesetzlichen Auflagen und der fachlichen Praxis von den betroffenen Imkern verfolgt werden. Auch die Ausbringung von Minderkonzentrationen sollte unterbleiben. Bei Mischungen einzelner Insektizide mit Fungiziden beachten Sie bitte die jeweilige Packungsbeilage hinsichtlich Schutzauflagen und Pflanzenvertr\u00e4glichkeit. Vermeiden Sie bitte auch bei den Fungiziden die Beimischung von Insektiziden in Minderkonzentrationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<b>Wie kann ich die Wirksamkeit der Insektizide verbessern?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grunds\u00e4tzlich sollten Sie immer die gute fachliche Praxis ber\u00fccksichtigen, das bedeutet:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Temperaturanspr\u00fcche der Insektizide ber\u00fccksichtigen<\/li>\n<li>bei den Pyrethroiden ber\u00fccksichtigen, da\u00df diese Produkte nicht regenfest und empfindlich gegen\u00fcber hoher Sonnenstrahlung sind<\/li>\n<li>gute Benetzung gew\u00e4hrleisten (entsprechend D\u00fcse und Druck ausw\u00e4hlen, optimale Wassermenge von 400 l\/ha)<\/li>\n<li>geringe Verdunstungsneigung gew\u00e4hrleisten (nicht \u00fcber 25\u00b0C, Luftfeuchte \u00fcber 50%)<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><strong>Welches Resistenzmanagement wird in 2013 empfohlen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die folgende <b>Tabelle 2<\/b> soll Ihnen die Insektizidwahl f\u00fcr den jeweiligen Sch\u00e4dling erleichtern und ein nachhaltiges Resistenz-Management erm\u00f6glichen. Die Wahl anderer Insektizide im Rahmen der Zulassung ist zwar rechtlich m\u00f6glich, w\u00fcrde aber eine Insektizidresistenz des Rapsglanzk\u00e4fers weiter f\u00f6rdern, bzw. bringt aufgrund der Minderwirkung keinen gew\u00fcnschten Bek\u00e4mpfungserfolg. Wenn Sie bei der Bek\u00e4mpfung der Stengelr\u00fc\u00dfler viele Rapsglanzk\u00e4fer im Feld sehen, so sollten Sie in erster Linie den Rapsglanzk\u00e4fer bek\u00e4mpfen und das entsprechende Insektizid dazu w\u00e4hlen, weil er der bedeutendere Sch\u00e4dlinge ist.<b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b><\/b><b>Tabelle 2:<\/b> <b>Resistenzmanagement zur nachhaltigen Bek\u00e4mpfung der Rapssch\u00e4dlinge im Fr\u00fchjahr 2013.<\/b><span style=\"line-height: 1.4em;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<table style=\"width: 595px;\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"141\"><b>Rapssch\u00e4dling<\/b><i>(Bek\u00e4mpfung im Wuchsstadium Raps)<\/i><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"166\"><b>Bek\u00e4mpfungsrichtwert<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"288\"><b>Welche Insektizide sollte ich einsetzen, um ein Resistenzmanagement zu gew\u00e4hrleisten<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"141\">Gefleckter Kohltriebr\u00fc\u00dfler,Gro\u00dfer Rapsstengelr\u00fc\u00dfler<i>(BBCH 21-50)<\/i><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"166\">10 K\u00e4fer pro Gelbschale innerhalb von 3 Tagen<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"288\">Baythroid 050 EC (max. 2 Anwendungen)<i>oder<\/i>Decis EC 2.5 (max. 1 Anwendung)<i>oder<\/i>Karate Zeon (max. 1 Anwendung)<i>oder<\/i><\/p>\n<p>Lamda 50 EC (max. 1 Anwendung)<\/p>\n<p><i>oder<\/i><\/p>\n<p>Mageos (max. 2 Anwendungen)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"141\">Rapsglanzk\u00e4fer<i>(BBCH 51-59)<\/i><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"166\">6 K\u00e4fer pro Haupttrieb(Klopfprobe)<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"288\">Plenum 50 WG (max. 1 Anwendung) bei fr\u00fchem Befall in einem Entwicklungsstadium von BBCH 51-55*<i>oder<\/i>Biscaya (max. 1 Anwendung) bei sp\u00e4tem Befall in einem Entwicklungsstadium von BBCH 55-59*<i>oder <\/i>Gazelle SG (max. 1 Anwendung) bei sp\u00e4tem Befall in einem Entwicklungsstadium von BBCH 55-59*<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"141\">Kohlschotenr\u00fc\u00dfler<i>(BBCH 61-67)<\/i><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"166\">1 K\u00e4fer pro Haupttrieb(Klopfprobe)<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"288\">Decis EC 2.5 (max. 2 Anwendungen)<i>oder<\/i>Karate Zeon (max. 2 Anwendungen)<i> <\/i><i>oder<\/i>Lamda 50 EC (max. 1 Anwendung)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">* Entwicklungsstadien: <b>BBCH 21<\/b> = Beginn der Seitenspro\u00dfbildung. <b>BBCH 50<\/b> = Bl\u00fctenknospen bereits vorhanden aber von den obersten Bl\u00e4ttern noch dicht umschlossen. <b>BBCH 51<\/b> = Bl\u00fctenansatz inmitten der obersten Bl\u00e4tter von oben sichtbar. <b>BBCH 55<\/b> = Einzelknospen gut sichtbar, aber noch geschlossen. <b>BBCH 59<\/b> = erste Bl\u00fctenbl\u00e4tter in den Knospen sichtbar, aber Knospe noch geschlossen. <b>BBCH 61<\/b> = ca. 10% der Bl\u00fcten am Haupttrieb offen. <b>BBCH 67<\/b> = abgehende Bl\u00fcte, Mehrheit der Bl\u00fctenbl\u00e4tter am Haupttrieb abgefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"left\"><strong>Wie soll ich die Sch\u00e4dlinge im Detail bek\u00e4mpfen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"left\"><strong><\/strong><strong>Stengelsch\u00e4dlinge<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\"><span style=\"line-height: 1.4em;\">F\u00fcr die Stengelsch\u00e4dlinge (Gefleckter Kohltriebr\u00fc\u00dfler und Gro\u00dfer Kohltriebr\u00fc\u00dfler) ist das passende Insektizid am einfachsten zu w\u00e4hlen, denn es bieten sich nur Insektizide aus der Gruppe der Pyrethroide an, die noch gute Wirksamkeit zeigen. Beachten Sie, da\u00df Pyrethroide Kontaktinsektizide sind, die nach der Spritzung auf dem Pflanzengewebe liegen. Bei starken Niederschl\u00e4gen, bzw. bei Temperaturen von \u00fcber 20\u00b0C mit hoher Sonnenstrahlung wird dieser Insektizidmantel zerst\u00f6rt. Zur Bek\u00e4mpfung der Stengelr\u00fc\u00dfler gen\u00fcgt im allgemeinen eine einzelne Insektizidanwendung, wenn der Bek\u00e4mpfungsrichtwert erreicht ist. Die Bek\u00e4mpfung der Stengelsch\u00e4dlinge ist sinnvoll vom Stadium der Seitenspro\u00dfbildung (BBCH 21) bis hin zur Knospenbildung (BBCH 50).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Rapsglanzk\u00e4fer<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Rapsglanzk\u00e4fer ist nach wie vor der wichtigste Sch\u00e4dling im Raps. Geringe Sch\u00e4den kann der Raps aufgrund seiner enormen Kompensationsf\u00e4higkeit verkraften und durch die Seitentriebe auffangen. Aber dazu m\u00fcssen auch die Wetterbedingungen stimmen (nicht zu trocken). Wir empfehlen f\u00fcr einen nachhaltigen Einsatz der Insektizide folgendes Vorgehen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Bei Befall in einem fr\u00fchen Entwicklungsstadium der Rapspflanzen (BBCH 51 \u2013 BBCH 55) eine einmalige Anwendung des Produktes Plenum 50 WG.<\/li>\n<li>Bei Befall zu einem sp\u00e4teren Entwicklungszeitpunkt (BBCH 55 \u2013 BBCH 59) empfehlen wir eine einmalige Anwendung des Produktes Biscaya 240 OD <i>oder<\/i> des Produktes Gazelle SG.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Versuchen Sie bitte, mit einer Anwendung eines einzelnen Insektizides f\u00fcr den Entwicklungszeitraum BBCH 51-59 auszukommen. Es w\u00e4re zwar rechtlich m\u00f6glich, einmal Plenum 50 WG und dann noch einmal Biscaya zu verwenden, aber das sollte nur im Fall eines massiven Zufluges geschehen, um die Wirtschaftlichkeit der Ma\u00dfnahme zu rechtfertigen. In 2012 wurde dieser Hinweis leider kaum beachtet, und es wurden teilweise unn\u00f6tige Behandlungen vorgenommen. Beachten Sie unbedingt, da\u00df Plenum 50 WG eine B1-Auflage hat, d.h. es darf <b>nicht<\/b> in bl\u00fchende Best\u00e4nde appliziert werden. Damit ist nicht nur die Kulturpflanze Raps gemeint, sondern auch m\u00f6gliche Unkr\u00e4uter im Raps, z.B. Kamille oder Vogelmiere. Sollte nur eine dieser Pflanzen im Rapsschlag bl\u00fchen, so d\u00fcrfen Insektizide mit der Auflage B1 <b>nicht<\/b> eingesetzt werden. Damit wird der Einsatz von Plenum 50 WG in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium des Rapses extrem schwierig, weil zu diesem Zeitpunkt bereits viele Unkr\u00e4uter im Bestand bl\u00fchen, z.B. der Ehrenpreis. Deswegen empfehlen wir den Einsatz von Plenum 50 WG in einem fr\u00fchen Entwicklungsstadium der Rapspflanzen, sofern der Bek\u00e4mpfungsrichtwert (6 Rapsglanzk\u00e4fer pro Haupttrieb) erreicht ist und die Temperaturen in der Nacht <b>nicht unter 15\u00b0C<\/b> fallen. Beim Einsatz des Produktes Plenum 50 WG sollten Sie die Wassermenge von 400 l\/ha unbedingt beachten. Ab einem Entwicklungsstadium von BBCH 60 (erste Bl\u00fcten am Haupttrieb offen) sollte der Rapsglanzk\u00e4fer nicht mehr bek\u00e4mpft werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Schotensch\u00e4dlinge<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schotensch\u00e4dlinge (Kohlschotenr\u00fc\u00dfler und Kohlschotenm\u00fccke) sind nur bei gemeinsamem Auftreten von wirtschaftlicher Bedeutung. Jahre in denen der Kohlschotenr\u00fc\u00dfler allein zum wirtschaftlichen Schaden f\u00fchrt (z.B. 2011) sind selten. Verwendet werden sollten im Rahmen eines Resistenzmanagements die Produkte Karate Zeon oder Decis EC 2.5 oder Lamda 50 EC, weil nur diese Insektizide eine Bienenschutzauflage B2 haben. Das bedeutet, sie d\u00fcrfen in bl\u00fchende Best\u00e4nde gespritzt werden, aber nur nach Ende des t\u00e4glichen Bienenfluges. Produkte mit der Bienenschutzauflage B1 (z.B. Mageos) d\u00fcrfen Sie zur Bek\u00e4mpfung der Schotensch\u00e4dlinge nicht einsetzen, weil zu diesem Zeitpunkt der Rapsbestand bl\u00fcht. Zur Bek\u00e4mpfung der Schotensch\u00e4dlinge ist eine einzelne Insektizidanwendung ausreichend, wenn der Bek\u00e4mpfungsrichtwert erreicht ist. Im allgemeinen gen\u00fcgt bei gr\u00f6\u00dferen Feldern auch eine Randbehandlung (etwa eine Spritzbreite) zur Bek\u00e4mpfung, denn die M\u00fccke sitzt eher am Feldrand, weil sie wenig flugf\u00e4hig ist. Eine Ausnahme stellen Rapsfelder dar, die kleiner als 5 ha sind, die ganzfl\u00e4chig behandelt werden sollten. Bei einer Bek\u00e4mpfung des Kohlschotenr\u00fc\u00dflers erfa\u00dft man die Kohlschotenm\u00fccke mit. Die Bek\u00e4mpfung der Schotensch\u00e4dlinge ist sinnvoll vom Stadium der ersten offenen Bl\u00fcten (BBCH 61) bis hin zur abgehenden Bl\u00fcte (BBCH 67).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Jahren hat sich leider die Vollbl\u00fctenbehandlung in Luxemburg etabliert. Darunter versteht man eine mehr oder weniger prophylaktische Fungizidbehandlung gegen die Wei\u00dfstengeligkeit (<i>Sclerotinia<\/i>) im Entwicklungsstadium BBCH 65 (Vollbl\u00fcte, 50% der Bl\u00fcten am Haupttrieb offen), bei der als Beigabe noch ein Insektizid zur Bek\u00e4mpfung der Schotensch\u00e4dlinge beigemischt wird. Bitte gehen Sie bei der Vollbl\u00fctenbehandlung extrem vorsichtig vor, da zu diesem Zeitpunkt viele Bienen im Raps zu finden sind, die dort als Best\u00e4uber wichtige Arbeit zur Wertsch\u00f6pfung leisten. Beachten Sie unbedingt den Bienenschutz und sprechen Sie mit Ihrem Imker vor Ort.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<strong>Wie sch\u00fctze ich die Bienen im Raps bei Insektizideinsatz?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Honigbienen und Wildbienen (sogenannte Solit\u00e4rbienen) spielen aufgrund ihrer Best\u00e4ubungsleistung eine wichtige Rolle im Raps (<b>Bild 2<\/b>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine gute Best\u00e4ubung durch Bienen verschafft dem Raps eine zus\u00e4tzliche Ertragssteigerung von bis zu 4 dt\/ha. Landwirte und Imker sind aufeinander angewiesen, aber nur bei sachgerechter Anwendung gehen von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln keine Gef\u00e4hrdungen f\u00fcr die Bienen aus. Der Bienenschutz ist gesetzlich vorgeschrieben und eine Grundanforderung der Cross-Compliance. Um Sch\u00e4den an den Bienenv\u00f6lkern zu vermeiden, teilt die Zulassungsbeh\u00f6rde die Pflanzenschutzmittel in die Kategorien B1 (bienengef\u00e4hrlich) bis B4 (nicht bienengef\u00e4hrlich) ein. Eine \u00dcbersicht zu den Aufwandmengen der Insektizide und den Schutzauflagen finden Sie in <b>Tabelle 3<\/b>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Tabelle 3:<\/b> <b>Aufwandmengen und Auflagen der Insektizide zur Bek\u00e4mpfung der Rapssch\u00e4dlinge im Fr\u00fchjahr 2012.<br \/>\n<\/b>Angaben nach \u201cAdministration des Services Techniques de l\u00b4Agriculture (ASTA)\u201d https:\/\/saturn.etat.lu\/tapes vom 6. M\u00e4rz 2013.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\" align=\"center\">\n<table style=\"width: 579px;\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\"><b>Produkt<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\"><b>Wirkstoff<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\"><b>Wirkstoffgruppe<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\"><b>Aufwandmenge im Raps<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\"><b>Auflage*<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\">Baytroid 050 EC<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">Cyfluthrin<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\">Pyrethroid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">0,3 l\/ha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B1<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\">Biscaya 240 OD<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">Thiacloprid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\">Neonikotinoid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">0,3 l\/ha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B4<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\">Decis EC 2,5<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">Deltamethrin<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\">Pyrethroid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">0,2 l\/ha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B2<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\">Gazelle SG<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">Acetamiprid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\">Neonikotinoid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">0,2 kg\/ha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B4<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\">Karate Zeon<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">Lambda-Cyhalothrin<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\">Pyrethroid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">0,0625 l\/ha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B2<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\">Lamda 50 EC<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">Lambda-Cyhalothrin<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\">Pyrethroid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">0,125 l\/ha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B2<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"126\">Mageos<\/td>\n<td rowspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"104\">Alpha-Cypermethrin<\/td>\n<td rowspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"151\">Pyrethroid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">Schotenr\u00fc\u00dfler0,07 kg\/ha<\/td>\n<td rowspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B1<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">Stengelr\u00fc\u00dfler0,05 kg\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\">Plenum 50 WG<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">Pymetrozine<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\">Pyridin-Azomethine<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">0,15 kg\/ha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B1<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\">Sherpa 100 EC<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">Cypermethrin<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\">Pyrethroid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">0,15 l\/ha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B1<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"126\">Sumi-Alpha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">Esfenvalerat<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"151\">Pyrethroid<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"122\">0,3 l\/ha<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">B1<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">* Auflage: <b>B1 <\/b>= Mittel ist bienengef\u00e4hrlich und darf nicht auf bl\u00fchende Pflanzen (Raps oder Unkr\u00e4uter) ausgebracht werden. <b>B2<\/b> = Mittel ist bienengef\u00e4hrlich und darf nur nach Ende des t\u00e4glichen Bienenflugs auf bl\u00fchende Pflanzen ausgebracht werden. <b>B4<\/b> = Mittel nicht bienengef\u00e4hrlich,<b> <\/b>aber im Interesse des Bienenschutzes sollte eine Anwendung der Insektizide der Auflage B4 zumindest w\u00e4hrend der Hauptflugzeit der Bienen (10 bis 20 Uhr) unterbleiben. Gesetzlich vorgeschrieben ist es jedoch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bitte folgen Sie bei der Insektizidapplikation den Empfehlungen der Beratung und beachten Sie die rechtlichen Schutzauflagen, insbesondere den Bienenschutz.<b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>F\u00fcr Nachfragen und Hinweise:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gilles Parisot (Chambre d\u2019Agriculture), gilles.parisot@lwk.lu, Tel. 31 38 76 39<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr. Michael Eickermann (CRP-Gabriel Lippmann), eickerma@lippmann.lu, Tel. 621-269 499<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Resistenzmanagement f\u00fcr die Rapssch\u00e4dlinge in 2013 Unter einer Insektizid-Resistenz versteht man einen (Teil-) Verlust der Wirksamkeit eines Insektizids gegen\u00fcber einem Sch\u00e4dling. Ursache hierf\u00fcr sind der dauerhafte Einsatz einzelner Wirkstoffgruppen \u00fcber mehrere Jahre und dauerhafte Minderkonzentrationen bei der Spritzung. Vor etwa zehn Jahren wurde in Frankreich und Deutschland das erste Mal von einem Wirksamkeitsverlust der Pyrethroide gegen\u00fcber dem Rapsglanzk\u00e4fer\u00a0berichtet. Seit 2008 findet sich dieses Ph\u00e4nomen auch in Luxemburg. Diese Resistenz tritt momentan nur bei den Pyrethroiden auf und beruht auf einem verst\u00e4rkten Abbau des Insektizids im [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[238,365,272],"class_list":["post-1604","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pflanzenbau-aktuell","tag-pflanzenschutz","tag-raps","tag-resistenzmanagement"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p2ls4K-pS","jetpack_likes_enabled":false,"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-01 20:21:30","action":"category-add","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1604","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1604"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1604\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1733,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1604\/revisions\/1733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}