{"id":1571,"date":"2013-02-15T14:29:23","date_gmt":"2013-02-15T13:29:23","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1571"},"modified":"2013-08-30T15:49:06","modified_gmt":"2013-08-30T13:49:06","slug":"bauerekalenner-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1571","title":{"rendered":"Bauerekalenner 2013"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Bauerekalenner 2013, es handelt sich um die 65. Ausgabe, ist soeben erschienen. Er wird demn\u00e4chst an die Ortsdelegierten verteilt werden. F\u00fcr Nicht-Mitglieder ist er in einigen Buchhandlungen (siehe unten) und im Agrocenter erh\u00e4ltlich. Der neue Bauerekalenner wartet wie immer mit einer gro\u00dfen F\u00fclle von Beitr\u00e4gen auf, die die verschiedensten Themen rund um das Agrarwesen und den l\u00e4ndlichen Raum abdecken. Die Redaktion des Bauerekalenner bedankt sich an dieser Stelle bei allen Autoren f\u00fcr ihre interessanten Beitr\u00e4ge.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>50 Jahre GAP und Zukunft der GAP im Fokus<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <b>Leitartikel<\/b> steht unter dem Motto \u201e50 Jahre Gemeinsame Agrarpolitik\u201c. Zun\u00e4chst wird kurz auf die Erfolgsgeschichte der GAP eingegangen, die f\u00fcr Wohlstandsgewinne gesorgt, sich aber nach und nach recht stark gewandelt hat. Heute bestehen neben dem urspr\u00fcnglichen Ziel, ausreichend Lebensmittel zu vertretbaren Preisen zu produzieren, viele weitere Ziele seitens der Gesellschaft. Aber die GAP war auch mitverantwortlich daf\u00fcr, da\u00df der Agrar- und Ern\u00e4hrungssektor prosperierte und heute europaweit sehr wichtig f\u00fcr Wirtschaft und Besch\u00e4ftigung ist. Mit 40 Millionen Besch\u00e4ftigten steht der Sektor diesbez\u00fcglich ganz weit oben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die GAP hat sich in den vergangenen Jahren immer st\u00e4rker der Multifunktionalit\u00e4t der Landwirtschaft gewidmet und die Anpassungen seitens der Betriebe unterst\u00fctzt. Aktuell gibt es Bestrebungen, das Agrarwesen \u201egr\u00fcner\u201c zu machen. Doch bei allen Ans\u00e4tzen, verst\u00e4rkt \u00f6kologische Aspekte in die Landwirtschaft hineinzutragen, darf nicht vergessen werden, da\u00df die wirtschaftliche Funktion der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft erhalten werden mu\u00df \u2013 dies vor allem auch im Hinblick auf die weltweit steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und die diesbez\u00fcglichen Marktentwicklungen. Die GAP soll auch weiterhin eine starke Rolle hinsichtlich der positiven Entwicklung des Sektors in der Europ\u00e4ischen Union spielen, braucht dazu aber eine entsprechende Haushaltsbasis. Heute macht die GAP nur noch 0,4% des Bruttonationaleinkommens der EU-Staaten aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im <b>Jahr bei der Bauernzentrale<\/b> geht es wie immer schwerpunktm\u00e4\u00dfig um nationale agrarpolitische Themen. Dazu geh\u00f6ren Dauerbrenner wie Wasserpreis, Bauten in der Gr\u00fcnzone und F\u00f6rderung von Erneuerbaren Energien. Des weiteren werden Milchpolitik im Hinblick auf das Auslaufen der Milchquoten, Transparenzrichtlinie und genmodifizierte Organismen thematisiert. Als besondere Schwerpunkte kommen der Sektorielle Landschaftsplan, die geplante Reform des Naturschutzgesetzes sowie vor allem die Kritik am national eindeutig zu hohen Fl\u00e4chenverbrauch zur Sprache. Wie immer wird auch das Geschehen im Weinbau und im Gartenbau beleuchtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch die gemeinsame Agrarpolitik auf EU-Ebene kommt nicht zu kurz. In einer umfangreichen Stellungnahme geht die Bauernzentrale auf die Br\u00fcsseler Vorschl\u00e4ge zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ein. Bei einer Konferenz im September, organisiert von der Europaabgeordneten Astrid Lulling, werden umstrittene Punkte der GAP-Reform mit dem Beruf diskutiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Der Wald: weit mehr als eine Holzressource <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Wald steht f\u00fcr intakte Natur, f\u00fcr Erholungsraum, gesunde Umwelt, aber auch f\u00fcr eine nachhaltige Holz- und Energiewirtschaft, die nicht zu ersetzen ist und deren Besch\u00e4ftigungseffekt gern untersch\u00e4tzt wird. Dr. Marcel Oberweis macht in seinem Artikel auf die unersetzliche Rolle des Waldes aufmerksam, wirbt f\u00fcr eine nachhaltige Bewirtschaftung des nationalen Waldes und den Schutz des Waldes. Der Autor spricht sich daf\u00fcr aus, da\u00df alle Akteure \u2013 sowohl Politik und Verwaltungen als auch Waldbesitzer und Waldnutzer \u2013 sich verantwortungsvoll dem Schutz des Waldes und der Erhaltung der Ressource Wald f\u00fcr kommende Generationen annehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Kontext des Waldschutzes pa\u00dft auch der Beitrag von L\u00ebtzebuerger Privatb\u00ebsch zum Thema Regiowood. \u201eSchutz durch Nutzung\u201c war ein wichtiger Slogan bei diesem dreij\u00e4hrigen Interregprojekt, das Ende 2011 auslief. Ziel ist letztlich, die Besitzer im kleinstparzellierten Privatwald von einer nachhaltigen Bewirtschaftung zu \u00fcberzeugen. Wenn gen\u00fcgend Waldbesitzer zusammenkommen, kann eine sinnvolle forstliche Nutzung starten und daf\u00fcr sorgen, da\u00df der Wald langfristig nachhaltig genutzt werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Weinbau und Brennereiwesen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In so manchem Jahr ist das Wetter zur Rebbl\u00fcte k\u00fchl und na\u00df und die Bl\u00fcte verz\u00f6gert sich dadurch. Aber hat die Bl\u00fctewitterung einen Einflu\u00df auf den Ertrag? Dieser Frage ist man beim CRP G. Lippmann nachgegangen und hat f\u00fcr die Rebsorten Rivaner und Riesling entsprechende Daten f\u00fcr Luxemburg ausgewertet. Um es vorwegzunehmen: Viel Regen zur Bl\u00fcte hat bei Riesling eher einen positiven Ertragseinflu\u00df, und Rivaner mag es offenbar \u00fcberhaupt nicht, wenn es nach dem Ende der Bl\u00fcte zu warm ist. Zuwenig Ertrag wie 2012 ist also auf andere Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren als auf die nasse Bl\u00fctephase.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wein darf nicht \u00fcberall angepflanzt werden, und dies schon seit 77 Jahren. Serge Fischer geht auf die Geschichte der Pflanzregulierung im heimischen Weinbau sowie auf EU-Ebene ein. Im Zuge des Erstauftretens der Reblaus und der Absatzkrise nach dem Wegfallen der Zollunion mit Deutschland wurde das Anbaugebiet auf rund 1.200 ha begrenzt. Ab 1936 waren Neuanpflanzungen nur mit staatlicher Genehmigung m\u00f6glich, und dies \u00e4nderte sich erst mit der Liberalisierung der Pflanzrechte auf EU-Ebene, die allerdings nach sechs Jahren wieder aufgegeben werden mu\u00dfte. Seit 1975 ist das Pflanzrecht hierzulande wieder streng reglementiert. Im Gro\u00dfherzoglichen Reglement von 2009 wurden die weinbauw\u00fcrdigen Lagen endg\u00fcltig im sog. Weinbauperimeter fixiert und eine von der EU geplante erneute Liberalisierung wird aus guten Gr\u00fcnden abgelehnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Brennobst gibt es nat\u00fcrlich keine Anbaubeschr\u00e4nkungen. Aber das Produkt ist vom Absatz her noch st\u00e4rker limitiert und Qualit\u00e4tsproduktion deshalb wichtiger denn je. Branntweine aus Luxemburg kommen bei internationalen Verkostungen stets gut an. Die auf Qualit\u00e4t ausgerichtete Nationalmarke f\u00fcr Branntwein hat daran einen gewichtigen Anteil. Die Brenner wissen seit der Einf\u00fchrung 1985 die unabh\u00e4ngige staatliche Kontrolle zu sch\u00e4tzen. Ende November 2011 wurden in der Hotelschule in Diekirch 25 Jahre Nationale Branntweinmarke gefeiert. Pr\u00e4sident Paul Thill geht nicht nur auf dieses Ereignis ein, sondern auch auf den historischen Hintergrund, der in die Gr\u00fcndung der Nationalen Brannweinmarke m\u00fcndete.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Alternativen zu Biogasmais<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den \u00d6slingh\u00f6hen ist aus klimatischen oder Standortgr\u00fcnden ein Anbau von Silomais nicht unbedingt sinnvoll. Und selbst dort, wo Silomais gut gedeiht, sollte man dessen Fruchtfolgeanteil begrenzen. Berater Luc Jacobs geht auf die Versuche des Naturparks Our zu den Alternativen Zuckerr\u00fcbe und Durchwachsene Silphie als Biogassubstrat ein. Das eine ist eine intensive einj\u00e4hrige Kultur, das andere eine extensive Dauerkultur. Beide k\u00f6nnen potentiell als Alternative bzw. Erg\u00e4nzung interessant sein, wobei die Durchwachsene Silphie auch auf eher mageren Standorten in Frage kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Tierhaltung und -zucht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><\/strong><span style=\"font-weight: 300; color: #444444; font-size: 16px; line-height: 1.4em;\">Im ersten Halbjahr 2012 hielt das Schmallenbergvirus die Halter von Rindern und Schafen in Atem. Mi\u00dfgebildete F\u00f6ten durch das SBV genannte Virus wurden auf tausenden von Betrieben in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern registriert. Hierzulande kam man mit einem blauen Auge davon. Der Direktor der Veterin\u00e4rinspektion, Dr. F\u00e9lix Wildschutz, weist in seinem Artikel auf die Parallelen zur Blauzungenkrankheit hin, und macht deutlich, da\u00df mit dem Klimawandel und wachsenden Tiertransporten k\u00fcnftig m\u00f6glicherweise weitere bei uns unbekannte Viruskrankheiten eingeschleppt werden. Hiebei gilt es, die Verbreitung m\u00f6glichst rasch einzud\u00e4mmen. Eine effiziente Fr\u00fcherkennung ist hierf\u00fcr erforderlich, was eine gute Zusammenarbeit aller Akteure voraussetzt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGl\u00fcckliche Milchk\u00fche\u201c sind keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Das diesbez\u00fcgliche Beraterteam von CONVIS geht auf die entscheidenden Faktoren bez\u00fcglich des Kuhkomforts ein. F\u00fcr gesunde, leistungsstarke K\u00fche m\u00fcssen hinsichtlich Liegefl\u00e4chen, Temperatur und Luftfeuchte, L\u00fcftung, Licht und Tr\u00e4nkwasser optimale Voraussetzungen geschaffen werden, wobei der Stallbau nat\u00fcrlich eine zentrale Rolle spielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem weiteren Beitrag wird abermals das nationale und internationale Geschehen in der heimischen Rinderzucht beleuchtet. Die heimischen Z\u00fcchter von Milch- und Fleischrindern haben wieder einmal keine M\u00fchen gescheut, um unser Zuchtgebiet w\u00fcrdig zu vertreten und dabei so manche Auszeichnung nach Luxemburg geholt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um kleinere Zuchttiere geht es im Beitrag von Guy Zacharias, Schulungsleiter und Rassekaninchenpreisrichter der Kleintierz\u00fcchtervereinigung USAL. Der Autor geht auf den Wandel in der Zucht und auf optimale Haltungsbedingungen ein. Er kritisiert zugleich, da\u00df heutzutage selbst im l\u00e4ndlichen Raum die Kaninchenzucht behindert wird, weil sie so manchem \u201elieben Nachbarn\u201c nicht gef\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Autorenteam vom CRP G. Lippmann, der ASTA und dem Landesverband fir Beienzuucht thematisiert in seinem Beitrag die Bedeutung der Honigbiene und ihren Schutz im Ackerbau. Von der EU wird die Best\u00e4ubungsleistung eines einzelnen Bienenvolkes im Agrarwesen auf 800 Euro pro Jahr beziffert. Zentrale Kultur ist dabei der Raps und hier zeigen die Autoren die Risiken von insektiziden Beizmitteln und den zur Bl\u00fcte eingesetzten Insektiziden f\u00fcr die Bienen auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Naturschutzzentren, Bio L\u00ebtzebuerg und FILL-Positionspapier <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forstverwaltung betreibt vier Zentren im Land, die \u00fcber Naturschutz und nachhaltige Entwicklung aufkl\u00e4ren sollen. Au\u00dferdem sind diese Ausgangspunkte f\u00fcr thematische Lehrpfade. Es handelt sich einerseits um die Naturschutzzentren <i>A Wiewesch<\/i> (Manternach), <i>Ellergronn<\/i> (Esch\/Alzette) und <i>Mirador<\/i> (Steinfort), andererseits um das Waldentdeckungszentrum <i>Burfelt<\/i> (Insenborn).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beiden luxemburgischen Bio-Anbauverb\u00e4nde bio-Label und Demeter haben sich 2012 zu <i>Bio L\u00ebtzebuerg<\/i> zusammengeschlossen. Im Beitrag von Direktorin Daniela Noesen wird die Struktur der neuen Dachorganisation im heimischen Biolandbau vorgestellt, die derzeit 258 Mitglieder z\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIntegrierte Landbewirtschaftung und Wege zu einer nachhaltigen Landwirtschaft\u201c, so lautet der Titel eines Strategiepapiers des FILL (F\u00f6rderverein Integrierte Landbewirtschaftung Luxemburg). Dieses Strategiepapier, das Position bezieht zu den Sujets GAP-Reform, Reform des Naturschutzgesetzes, Investitionsplanung, F\u00f6rderung effizienter Produktionssysteme sowie Strategien zu nachhaltigem Bodenschutz und nachhaltiger D\u00fcngung und im Wortlaut wiedergegeben wird, wurde am 19.11.2012 an Landwirtschaftsminister Romain Schneider \u00fcberreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht zu vergessen die Beitr\u00e4ge des Service Activit\u00e9s F\u00e9minines, der L\u00ebtzebuerger Bauerejugend, ein Beitrag zu den j\u00fcngsten Agrarstatistiken des STATEC sowie der umfassende Artikel der langj\u00e4hrigen Pferdeautorin Lou Brandenburger zum heimischen Reitsport- und Pferdezuchtgeschehen im Jahr 2012.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Mitgliedern der Bauernzentrale wird der Bauerekalenner wie gewohnt von den Ortsdelegierten ausgeh\u00e4ndigt. Nicht-Mitglieder k\u00f6nnen den Bauerekalenner 2013 zum Preis von 14 Euro bei der Bauernzentrale im Agrocenter in Mersch sowie in allen Buchhandlungen mit dem LIBO-Logo (Luxemburg-Gare, Diekirch, Ettelbr\u00fcck, Grevenmacher und Wiltz) erstehen. Sie k\u00f6nnen den Bauerekalenner 2013 auch telephonisch (32 64 64-480), per Fax (32 64 64-481) oder via E-Mail (<span style=\"text-decoration: underline;\">lschroeder@cepal.lu<\/span>) bestellen; er wird Ihnen dann per Post zugeschickt (Preis: 14 Euro \u2013 Abonnenten des \u201aDe Letzeburger Bauer\u2019 7 Euro \u2013 zuz\u00fcglich Porto).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bauerekalenner 2013, es handelt sich um die 65. Ausgabe, ist soeben erschienen. Er wird demn\u00e4chst an die Ortsdelegierten verteilt werden. F\u00fcr Nicht-Mitglieder ist er in einigen Buchhandlungen (siehe unten) und im Agrocenter erh\u00e4ltlich. 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