{"id":1553,"date":"2013-02-01T13:29:36","date_gmt":"2013-02-01T12:29:36","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1553"},"modified":"2013-08-30T15:50:12","modified_gmt":"2013-08-30T13:50:12","slug":"die-eu-braucht-einen-starken-finanzrahmen-und-ein-ausreichendes-agrarbudget","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1553","title":{"rendered":"Die EU braucht einen starken Finanzrahmen und ein ausreichendes Agrarbudget"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\" align=\"center\"><b>Appell an die europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs, darunter auch\u00a0<\/b><b>Premierminister Jean-Claude Juncker<\/b><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am kommenden Donnerstag und Freitag, dem 7. und 8. Februar, werden die Staats- und Regierungschefs im Rahmen ihres Gipfeltreffens in Br\u00fcssel voraussichtlich den Finanzrahmen der EU f\u00fcr den Zeitraum 2014 bis 2020 verabschieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bekanntlich hatten die Staats- und Regierungschefs sich bereits im vergangenen November mit diesem f\u00fcr die Union insgesamt eminent wichtigen Dossier befa\u00dft. Ob der vielseitig ge\u00e4u\u00dferten Kritik \u2013 erinnern wir daran, da\u00df etliche L\u00e4nder eine Reduzierung ihres Beitrags zum EU-Haushalt und damit auch eine mehr oder minder gewichtige Reduzierung des EU-Haushaltes selbst einfordern \u2013 wurde die Entscheidung auf Februar vertagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im November hatte die Bauernzentrale ein Schreiben an Premierminister Juncker gerichtet, mit dem dringenden Appell, sich f\u00fcr den Erhalt eines starken EU-Haushaltes insgesamt sowie eines ausreichenden EU-Agrarbudgets einzusetzen. Dabei war nicht nur auf die vielf\u00e4ltigen Aufgaben verwiesen worden, die der Landwirtschaft aufgetragen werden, ebenso wie auf die angespannte Einkommenslage und die st\u00e4ndig steigenden Produktionskosten, sondern auch auf die enormen Risiken und negativen Auswirkungen, die sich f\u00fcr die landwirtschaftlichen Betriebe aus einer Reduzierung des EU-Haushaltes bzw. des Agrarhaushaltes ergeben. Bei einer K\u00fcrzung des Agrarbudgets w\u00fcrden die Direktzahlungen, die heute fast 40% des landwirtschaftlichen Einkommens hierzulande ausmachen, sp\u00fcrbar reduziert werden, was eine entsprechende Reduzierung des bereits kargen Einkommens in den Betrieben bedeuten t\u00e4te.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bauernzentrale wiederholt demnach ihren Appell an Premierminister Juncker, weiterhin auf den Fortbestand des Agrarbudgets in der derzeitigen H\u00f6he hinzuwirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Copa und Cogeca haben in einem Schreiben an die Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten nochmals ihre Forderung nach Beibehaltung der Ausgaben der EU f\u00fcr die Landwirtschaft auf dem aktuellen Niveau untermauert. Gleichzeitig wird darin gewarnt, da\u00df weitere K\u00fcrzungen die Ern\u00e4hrungssicherheit sowie Wachstum und Besch\u00e4ftigung in den l\u00e4ndlichen Gebieten der EU, die gerade in der aktuellen Wirtschaftkrise von zentraler Bedeutung sind, gef\u00e4hrden w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Landwirtschaft sei dank der Gemeinsamen Agrarpolitik ein \u00e4u\u00dferst wichtiger Stabilisierungsfaktor w\u00e4hrend der j\u00fcngsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen und habe in Zeiten zunehmender Volatilit\u00e4t auf dem Weltmarkt eine gesicherte Versorgung der Verbraucher mit erschwinglichen Lebensmitteln gew\u00e4hrleistet, so Copa\/Cogeca, die weiter unterstreichen, da\u00df die Landwirtschaft ein wichtiger Arbeitgeber in der Union bleibt. Nach Angaben von Eurostat sind in der EU immerhin rund 26 Mio. Menschen in landwirtschaftlichen Betrieben t\u00e4tig. Seit 2009 hat sich die EU zudem von einem Netto-Lebensmittel-Importeur zu einem Netto-Lebensmittel-Exporteur entwickelt, wobei der Lebensmittelsektor nun der f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Exportsektor ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die letzten 15 Jahre hinweg haben die Kostensteigerungen die Erh\u00f6hung der Erzeugerpreise weit hinter sich gelassen. Infolgedessen haben die Einkommen der Landwirte gelitten und betragen durchschnittlich weniger als die H\u00e4lfte der Einkommen in anderen Sektoren. Ohne die Unterst\u00fctzung, die die GAP den Landwirten bietet, w\u00fcrde die Arbeitslosigkeit in den l\u00e4ndlichen Gebieten und in der Land- und Lebensmittelwirtschaft insgesamt deutlich steigen. Dieser Nutzen wurde durch eine \u00e4u\u00dferst geringe Investition erzielt \u2013 die Kosten der GAP betragen weniger als 1% der gesamten \u00f6ffentlichen Ausgaben der Regierungen in der EU, hei\u00dft es weiter in dem Schreiben, in dem auch zurecht hervorgehoben wird, da\u00df die Entscheidung zum kommenden Finanzrahmen die F\u00e4higkeit der EU, auch weiterhin Ern\u00e4hrungssicherheit, Stabilit\u00e4t und Nachhaltigkeit zu gew\u00e4hrleisten, entscheidend beeinflussen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend weisen Copa\/Cogeca darauf hin, da\u00df angesichts der Herausforderungen, denen die Landwirte gegen\u00fcberstehen werden, die GAP in den kommenden Jahren notwendiger denn je sein wird, und da\u00df eine starke GAP mit einem soliden Haushalt als R\u00fcckhalt nicht nur weiterhin Ern\u00e4hrungssicherheit und Besch\u00e4ftigung gew\u00e4hrleistet, sondern es der Landwirtschaft ebenfalls erm\u00f6glicht, mit den richtigen Reformen im Sinne einer St\u00e4rkung der wirtschaftlichen Rolle der Landwirte weiter zu nachhaltigem Wachstum beizutragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Appell an die europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs, darunter auch\u00a0Premierminister Jean-Claude Juncker Am kommenden Donnerstag und Freitag, dem 7. und 8. 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