{"id":1546,"date":"2013-01-11T10:59:15","date_gmt":"2013-01-11T09:59:15","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1546"},"modified":"2013-08-30T15:52:56","modified_gmt":"2013-08-30T13:52:56","slug":"bericht-der-eu-kommission-zur-weinmarktreform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1546","title":{"rendered":"Bericht der EU-Kommission zur Weinmarktreform"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 1.4em;\">Die EU-Kommission hat k\u00fcrzlich ihren Bericht an das EU-Parlament und den Rat \u201e\u00fcber die Erfahrungen bei der Durchf\u00fchrung der Reform des Weinsektors 2008\u201c vorgelegt. Es geht dabei um eine Analyse und Bewertung der seit der Weinmarktreform in 2008 eingetretenen Entwicklungen im Weinbausektor. Insgesamt werden die seit 2008 unternommenen Anstrengungen sowie die mit EU-Mitteln kofinanzierten Ma\u00dfnahmen als positiv bewertet. Auch die Qualit\u00e4t habe sich verbessert, so der Bericht, der nachstehend zusammengefa\u00dft einzusehen ist.<\/span><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Marktsituation im Weinbau<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">R\u00fcckl\u00e4ufige EU-Weinerzeugung, R\u00fcckgang des Weinkonsums in der EU und vermehrte Weinausfuhren in Drittl\u00e4nder, die deutlich \u00fcber der Zunahme bei den Weineinfuhren liegen, Verringerung der Lagerbest\u00e4nde und steigende Weinpreise \u2013 mit diesen Faktoren charakterisiert die EU-Kommission die Situation des EU-Weinmarkts in den letzten Jahren. Damit sei das Marktgleichgewicht erreicht worden; gleichzeitig wurden bestimmte Marktma\u00dfnahmen, wie die F\u00f6rderung der Destillation von Trinkalkohol und der Verwendung von konzentriertem Most, schrittweise eingestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Angebot<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesamtmenge des in der EU erzeugten Weins und Mosts ging zwischen 2006\/2007 von 186 Mio. hl auf 163 Mio. hl in 2011\/2012 zur\u00fcck. Die Kommission f\u00fchrt diese Entwicklung weitgehend auf die Verkleinerung der EU-Weinanbaufl\u00e4che um 370.000 ha bzw. 10% zwischen 2006 und 2011 zur\u00fcck. Ausgehend von einem Durchschnittsertrag von 50 hl\/ha in der EU ergibt sich bei der gegenw\u00e4rtigen EU-Weinanbaufl\u00e4che von rund 3,3 Mio. ha eine durchschnittliche Menge von 165 Mio. hl Wein, ein Wert, der der tats\u00e4chlichen Gesamterzeugung im Zeitraum 2011 bis 2012 sehr nahekommt. Dabei habe die Umstrukturierung und Umwandlung keine allgemeine Steigerung der Ertr\u00e4ge in der EU bewirkt, sondern vielmehr zur Erzeugung qualitativ h\u00f6herwertiger Weine und\/oder zu Kostensenkungen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zeitraum 2011 bis 2012 verteilt sich die Erzeugungsmenge von 163 Mio. hl bei Wein und Most wie folgt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 103 Mio. hl (63%) Wein mit gesch\u00fctzter Ursprungsbezeichnung (g.U.)\/gesch\u00fctzter geographischer Angabe (g.g.A.),<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 5 Mio. hl (2%) Rebsortenweine,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 51 Mio. hl (31%) sonstige Weine ohne geographische Angabe (g.A.),<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 7 Mio. hl (4%) Traubensaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frankreich und Italien sind auch 2011 bis 2012 (mit 51 bzw. 45 Mio. hl) die gr\u00f6\u00dften Weinerzeuger in der EU, gefolgt von Spanien (37 Mio. hl), Deutschland (9 Mio. hl) und Portugal (5,6 Mio. hl).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Nachfrage und Handel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die f\u00fcr den Konsum bestimmte EU-Weinerzeugung ging von knapp 140 Mio. hl in 2006\/2007 auf gesch\u00e4tzt gut 135 Mio. hl in 2010\/2011 zur\u00fcck. Der Trend ist jedoch nicht einheitlich: In den wichtigen Weinerzeugerl\u00e4ndern im S\u00fcden der EU nimmt der Weinkonsum ab, w\u00e4hrend er in den n\u00f6rdlichen Mitgliedstaaten, die Marken- oder Rebsortenweine gegen\u00fcber Weinen mit g.U.\/g.g.A. bevorzugen, zunimmt. Festzustellen ist ebenfalls, bedingt durch die geringen Transportkosten, eine steigende Nachfrage nach Fa\u00dfweinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch beim Wein f\u00fcr industrielle Zwecke (z.B. Destillation von Trinkalkohol oder Nebenerzeugnissen, Dringlichkeitsdestillation) ist, als Folge vor allem des R\u00fcckgangs der mit EU-Mitteln gef\u00f6rderten Destillation, ein R\u00fcckgang von rund 7 Mio. hl auf 26 Mio. hl zwischen 2006\/2007 und 2009\/2010 festzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwa 33% der EU-Weine \u2013 rund 49 Mio. hl in 2011 \u2013 werden zwischen den Mitgliedstaaten gehandelt und 15% in Drittstaaten exportiert. Die Gesamtmenge der EU-Ausfuhren in Drittl\u00e4nder ist von 17,9 Mio. hl im Jahr 2007 auf 22,8 Mio. hl im Jahr 2011 gestiegen; der Gesamtausfuhrwert der EU-Weine erh\u00f6hte sich indes um 36%, von 5,9 Mrd Euro in 2007 auf 8,1 Mrd. Euro in 2011. Die wichtigsten Ausfuhrl\u00e4nder waren 2011 die USA (23%), Ru\u00dfland (18%) und China (10%). 65% der Exporte waren Flaschenweine, 24% Fa\u00df- und 10% Schaumweine.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesamteinfuhren der EU aus Drittl\u00e4ndern stiegen zwischen 2007 und 2011 um 5%, von 12,9 Mio. hl auf 13,6 Mio. hl 2011; der Wert dieser Einfuhrweine sank von 2,7 Mrd. Euro auf 2,4 Mrd. Euro. Die wichtigsten Einfuhrl\u00e4nder waren 2011 Australien (26%), Chile und S\u00fcdafrika (mit jeweils 20%) sowie die USA (19%). 64% aller EU-Einfuhren entfielen 2011 auf Gro\u00dfbritannien und Deutschland. Eingef\u00fchrt wurden vor allem Fa\u00dfweine, was nicht nur zu einer Reduzierung der durchschnittlichen Einfuhrpreise f\u00fchrte, sondern gleichzeitig auch zu einer deutlichen Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Weine minderer oder mittlerer Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derweil verlieren die EU-Fa\u00dfweine gegen\u00fcber den ausl\u00e4ndischen Fa\u00dfweinen Marktanteile. R\u00fcckl\u00e4ufig waren auch die EU-Fa\u00dfweinausfuhren: Insbesondere in L\u00e4ndern wie den USA und Kanada b\u00fc\u00dfen sie Marktanteile ein, w\u00e4hrend sie in China und Ru\u00dfland Anteile hinzugewinnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gesamtvolumen der Weinanfangsbest\u00e4nde ging von 175 Mio. hl im Zeitraum 2009\/2010 auf 164 Mio. hl in 2011\/2012 zur\u00fcck, w\u00e4hrend die Preise f\u00fcr Fa\u00dfweine seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2010\/2011 sowohl bei roten als auch bei wei\u00dfen Fa\u00dfweinen in den wichtigsten Erzeugermitgliedstaaten eine eindeutig steigende Tendenz aufweisen. Demgegen\u00fcber ging der Durchschnittspreis f\u00fcr Schaumwein zur\u00fcck.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Weinbaureform und Marktma\u00dfnahmen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Weinmarktreform von 2008 wurden einerseits Ma\u00dfnahmen zur Herstellung des Marktgleichgewichtes ergriffen, darunter der schrittweise Abbau der Marktinterventionsma\u00dfnahmen und die Rodungsregelung, andererseits Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der EU-Weinerzeuger. Im Kommissionsbericht wird eine erste Zwischenbilanz zu diesen Ma\u00dfnahmen gezogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"left\"><strong>Rodungsregelung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ziel der Rodungsregelung war es, nicht wettbewerbsf\u00e4hige, f\u00fcr subventionierte Destillationsma\u00dfnahmen bestimmte Weine minderer Qualit\u00e4t aus dem Markt zu nehmen: Eine Fl\u00e4che von 161.164 ha wurde \u00fcber die Laufzeit von drei Jahren gerodet und ein Betrag von 1.024,62 Mio. Euro daf\u00fcr aufgebracht. Die Regelung richtete sich an Weinerzeuger, die sich zur Rodung aller ihrer Rebfl\u00e4chen entschlossen (92% der Beg\u00fcnstigten) sowie an Erzeuger ab 55 Jahren (75% der Beg\u00fcnstigten). F\u00fcr die EU-Kommission hat diese Rodungsregelung wesentlich zum Gleichgewicht auf dem EU-Weinmarkt sowie zur St\u00e4rkung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Sektors beigetragen. Angemerkt wird ebenfalls, da\u00df zwischen 2008 und 2011 \u00fcber 111.000 ha ohne Inanspruchnahme von F\u00f6rdermitteln gerodet wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"left\"><strong>Nationale St\u00fctzungsprogramme<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Weinbaureform in 2008 erhielten 18 Mitgliedstaaten, im Rahmen der nationalen St\u00fctzungsprogramme, eine spezielle Mittelausstattung f\u00fcr die Finanzierung von Ma\u00dfnahmen im Weinsektor, wobei die Staaten aus einer Liste von elf Ma\u00dfnahmen die ihren spezifischen Anforderungen entsprechenden Bereiche w\u00e4hlen konnten. Die Umsetzung dieser Programme verlief zwischen 2009 und 2011, gem\u00e4\u00df Einsch\u00e4tzung der Kommission, reibungslos und rund<b> <\/b>97% der zur Verf\u00fcgung stehenden Gelder in H\u00f6he von 2,8 Mrd. Euro wurden abgerufen. 42% der Mittel flossen in die Umstrukturierung und Umwandlung von Rebfl\u00e4chen, 12% in die Destillation von Trinkalkohol, 10% in die Destillation von Nebenerzeugnissen, 8,5% in die Absatzf\u00f6rderung von EU-Weinen in Drittl\u00e4ndern und 8,2% in die Verwendung von konzentriertem Traubenmost durch Kellereien. 7% der Mittel wurden von den Mitgliedstaaten auf die Betriebspr\u00e4mienregelung \u00fcbertragen und rund 6% f\u00fcr Investitionen eingesetzt. In 2012 und 2013 d\u00fcrfte die schrittweise Einstellung bestimmter Marktma\u00dfnahmen dazu f\u00fchren, da\u00df andere Ma\u00dfnahmen an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei ihrer Bewertung erachtet die Kommission verschiedene Verbesserungen als erforderlich. So weist sie darauf hin, da\u00df die F\u00f6rderung des Absatzes auf Drittlandsm\u00e4rkten in den letzten Jahren zum Anstieg der Ausfuhren von Wein mit g.U.\/g.g.A. gef\u00fchrt hat. Zielgebiete sind die M\u00e4rkte der USA, von Kanada, Japan und der Schweiz, jedoch auch die neuen M\u00e4rkte von Schwellenl\u00e4ndern wie China, Brasilien und Indien. Eine Verbesserung der Funktionsweise und der Wirksamkeit dieser Ma\u00dfnahme sei anzustreben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als relativ niedriger (EU-weit rund 167 Mio. Euro) bewertet die Kommission den Betrag, der zur F\u00f6rderung der Investitionen in den Betrieben verwendet wurde. Kl\u00e4rungsbedarf bestehe zu den innerhalb dieser Ma\u00dfnahme f\u00f6rderf\u00e4higen Ausgaben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf die Betriebspr\u00e4mienregelung wurden zwischen 2009 und 2011 190 Mio. Euro \u00fcbertragen \u2013 2011 waren es 16% der Gesamtmittel. Spanien verwendete 32,6% seiner Mittel f\u00fcr die Betriebspr\u00e4mienregelung. Luxemburg, Malta und Gro\u00dfbritannien entschieden sich f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Mittel\u00fcbertragung. Die Kommission sieht vor, diese Ma\u00dfnahme aus den nationalen St\u00fctzungsprogrammen herauszunehmen, wobei die Mitgliedstaaten beschlie\u00dfen k\u00f6nnen, die Mittel teilweise oder vollst\u00e4ndig endg\u00fcltig auf die Betriebspr\u00e4mienregelung zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Destillationsma\u00dfnahme kommt nur in f\u00fcnf Mitgliedstaaten zur Anwendung \u2013 die Kommission will pr\u00fcfen, ob die Ma\u00dfnahme in ihrer jetzigen Form fortgef\u00fchrt werden soll oder f\u00fcr Kellereien bzw. Weinanbauer selbst ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei Ma\u00dfnahmen \u2013 die Verwendung von konzentriertem Traubenmost, die Destillation von Trinkalkohol und die Dringlichkeitsdestillation \u2013 wurden bis 2012 schrittweise eingestellt, ohne das Gleichgewicht im Weinsektor nachteilig zu beeinflussen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Qualit\u00e4tspolitik, Kennzeichnung und Aufmachung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die seit August 2009 in Kraft getretene Qualit\u00e4tspolitik betrifft gesch\u00fctzte Ursprungsbezeichnungen (g.U), gesch\u00fctzte geographische Angaben (g.g.A) und traditionelle Begriffe, und hat zum Ziel, die Konsolidierung von Qualit\u00e4tsweinen mit g.U. und g.g.A. und ihren Schutz vor rechtswidriger Aneignung in Europa und in Drittl\u00e4ndern zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis zum 31. Dezember 2011 hatten die Mitgliedstaaten der Kommission 1.561 Spezifikationen f\u00fcr Erzeugnisse mit g.U.\/g.g.A zur Pr\u00fcfung bis Ende 2014 \u00fcbermittelt. Laut Kommissionsbericht zeige die erste Pr\u00fcfung der eingegangenen Produktspezifikationen, da\u00df in den meisten Unterlagen \u00c4nderungen notwendig sind, um \u00dcbereinstimmung mit den EU-Rechtsvorschriften herzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">EU-weit sind 359 traditionelle Begriffe gesch\u00fctzt: 100 traditionelle Begriffe als nationale Synonyme f\u00fcr Weine mit g.U.\/g.g.A. und 259 als Qualit\u00e4tsbezeichnungen. F\u00fcr die Kommission sollten die Bestimmungen f\u00fcr traditionelle Begriffe, vor allem in bezug auf den Schutzumfang und die Kontrollvorschriften, einer \u00dcberpr\u00fcfung unterzogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Kennzeichnung und Aufmachung h\u00e4lt der Bericht fest, da\u00df die einschl\u00e4gigen Vorschriften f\u00fcr verschiedene Weinerzeugnisse weitgehend vereinfacht und harmonisiert wurden, womit der EU-Weinsektor nun \u00fcber eine gr\u00f6\u00dfere Flexibilit\u00e4t verf\u00fcgt, vor allem in bezug auf die Erzeugung von Weinen ohne gesch\u00fctzte Ursprungsbezeichnungen oder gesch\u00fctzte geographische Angaben. Handlungsbedarf sieht die Kommission bei den Rebsortenweinen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u00d6nologische Verfahren<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00c4nderung der Vorschriften f\u00fcr \u00f6nologische Verfahren wird als einer der gro\u00dfen Erfolge der Reform des Weinsektors bewertet; damit sei die notwendige Flexibilit\u00e4t bei der Genehmigung neuer \u00f6nologischer Verfahren geschaffen worden; der EU-Weinsektor werde den wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen angepa\u00dft und die EU-Weine k\u00f6nnten auf dem Weltmarkt mit Weinen aus Drittl\u00e4ndern konkurrieren. Die Zulassung neuer \u00f6nologischer Verfahren erweise sich als Notwendigkeit. Als neues m\u00f6gliches Angebotssegment sieht die Kommission Weinerzeugnisse mit reduziertem Alkoholgehalt. Regelungen f\u00fcr die Verwendung von Weinbezeichnungen f\u00fcr diese Erzeugnisse wurden von einigen Mitgliedstaaten erlassen. Diesbez\u00fcglich pl\u00e4diert die Kommission f\u00fcr eine gemeinsame, einheitliche Vorgehensweise, um einer etwaigen Fragmentierung des EU-Markts zuvorzukommen. Des weiteren sollte nach Meinung der Kommission eine weitergehende Harmonisierung und Vereinfachung der EU-Vorschriften f\u00fcr \u00f6nologische Verfahren vorgenommen werden, um fairen Wettbewerb zwischen den EU-Weinerzeugern und Transparenz f\u00fcr die Verbraucher zu gew\u00e4hrleisten. Schlie\u00dflich k\u00f6nnten die Vorschriften f\u00fcr das vollst\u00e4ndige Auspressen der Trauben einschlie\u00dflich der diesbez\u00fcglichen Kontrollen sowie die Vorschriften \u00fcber die Mindestmenge Alkohol in Nebenerzeugnissen und die Destillation von Nebenerzeugnissen vereinfacht werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Schlu\u00dffolgerungen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In ihrer abschlie\u00dfenden Bewertung h\u00e4lt die Kommission fest, da\u00df die Reform des Weinsektors 2008 erfolgreich durchgef\u00fchrt wurde: Die Abschaffung von Marktinterventionsma\u00dfnahmen vollzog sich ohne gr\u00f6\u00dfere St\u00f6rungen; die Rebfl\u00e4chen und die Weinerzeugung in der EU sind weiter der Nachfrage angepa\u00dft worden; der Markt ist recht stabil, die Preise haben sich verbessert und trotz eines kontinuierlichen R\u00fcckgangs des Konsums im Binnenmarkt gibt es keine Anzeichen f\u00fcr strukturelle \u00dcbersch\u00fcsse im Weinsektor. Die Handelsbilanz wird ebenfalls als positiv bewertet, obwohl Marktanteile sowohl auf dem Binnenmarkt wie auf Auslandsm\u00e4rkten an konkurrierende Drittlandsweine verlorengehen. Abschlie\u00dfend wird nochmals darauf verwiesen, da\u00df die Kommission weitere M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung der Rechtsvorschriften pr\u00fcfen wird, mit dem Ziel, einige spezifische Fragen im Zusammenhang mit den nationalen St\u00fctzungsprogrammen, der Qualit\u00e4tspolitik, der Kennzeichnung und den \u00f6nologischen Verfahren zu kl\u00e4ren und im Detail darzulegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission hat k\u00fcrzlich ihren Bericht an das EU-Parlament und den Rat \u201e\u00fcber die Erfahrungen bei der Durchf\u00fchrung der Reform des Weinsektors 2008\u201c vorgelegt. Es geht dabei um eine Analyse und Bewertung der seit der Weinmarktreform in 2008 eingetretenen Entwicklungen im Weinbausektor. 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