{"id":1519,"date":"2012-09-21T16:18:41","date_gmt":"2012-09-21T14:18:41","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1519"},"modified":"2013-08-30T16:02:35","modified_gmt":"2013-08-30T14:02:35","slug":"unkrautbekampfung-in-wintergerste-herbst-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1519","title":{"rendered":"Unkrautbek\u00e4mpfung in Wintergerste, Herbst 2012"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Grunds\u00e4tzlich gilt: Je kleiner die Unkr\u00e4uter und die Ungr\u00e4ser sind, desto einfacher und kosteng\u00fcnstiger gestaltet sich deren Bek\u00e4mpfung. Gro\u00dfe Unkr\u00e4uter lassen sich im Fr\u00fchjahr wesentlich schwieriger, d.h. nur mit h\u00f6herem Herbizidaufwand bek\u00e4mpfen. Die in Wintergerste zugelassenen Gr\u00e4serherbizide lassen sich nicht mit allen Unkrautherbiziden mischen und sind zudem noch teuer. Das Risiko von Ver\u00e4tzungen an der Kultur und das Risiko, da\u00df verschiedene Wirkstoffe sich in Mischungen beeintr\u00e4chtigen (Antagonisten), sind bei solchen Tankmischungen h\u00f6her. Die Mittelauswahl im Fr\u00fchjahr ist dadurch eingeschr\u00e4nkt. Dar\u00fcber hinaus sollte ber\u00fccksichtigt werden, da\u00df die Befahrbarkeit bzw. die n\u00f6tige Witterung im Fr\u00fchjahr nicht immer gegeben ist, so da\u00df sich Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen \u00fcber den optimalen Einsatztermin hinaus verz\u00f6gern k\u00f6nnen. So soll auf schweren B\u00f6den mit hohem Gr\u00e4serdruck noch im Herbst ein Bodenherbizid vorgelegt werden, da sich ein bereits weit entwickelter Ungrasbesatz im Fr\u00fchjahr nur noch schwer bek\u00e4mpfen l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei einem sehr grobscholligen Saatbett k\u00f6nnen beim Zerfallen der Kluten, bzw. auch bei l\u00fcckigen Best\u00e4nden, erneut Ungr\u00e4ser und Unkr\u00e4uter auflaufen. Dennoch kann auf derartigen Standorten eine erste Herbstbehandlung sinnvoll sein, um bei hohem Unkrautpotential (vor allem Gr\u00e4serdruck) den Unkrautdruck vorweg zu senken und die Nachbehandlung im Fr\u00fchjahr zu vereinfachen. Nach der Saat sollte das Saatbett r\u00fcckverdichtet werden. Die Wirkstoffe der Pflanzenschutzmittel k\u00f6nnen nur dann wirken, wenn so wenig wie m\u00f6glich Hohlr\u00e4ume zwischen den gut feuchten Bodenkluten sind. Zus\u00e4tzlich kann f\u00fcr eine eventuelle Zweitbehandlung ein Produkt mit einem anderen Wirkungsmechanismus gew\u00e4hlt werden um Resistenzen vorzubeugen. So kann ein Bodenherbizid vorgelegt werden, und dann zu einem sp\u00e4teren Termin mit einem blattaktiveren Mittel die \u00fcbriggebliebene Restverunkrautung entfernt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Witterungsverh\u00e4ltnisse nach der Saat bestimmen die Wirkstoffauswahl. So kann ein Bodenherbizid seine Wirkung bei Trockenheit nicht optimal entfalten. Ebenso f\u00fchren l\u00e4ngere Trockenphasen mit hohen Strahlungsintensit\u00e4ten und geringen Luftfeuchten dazu, da\u00df die Unkr\u00e4uter dickere Wachsschichten bilden, wodurch die Wirkstoffaufnahme beeintr\u00e4chtigt wird und es zu Wirkungsverlusten kommen kann. Auch die Temperatur hat einen Einflu\u00df auf die Wirksamkeit der Herbizide. Diflufenican-haltige Mischungen (Bacara, Javelin, Liberator, Toucan) k\u00f6nnen bei Temperaturen unter -2\u00b0C und Diflufenican-Mengen \u00fcber 40 g\/ha Blattaufhellungen oder vor\u00fcbergehenden Wachstumsstillstand bewirken. Grunds\u00e4tzlich gilt: <span style=\"text-decoration: underline;\">Keine Behandlung vor anstehendem Nachtfrost<\/span> und nicht auf gefrorenen Boden spritzen. Nach der Behandlung sollte die Spritzbr\u00fche einwirken k\u00f6nnen, \u00e0 <span style=\"text-decoration: underline;\">kein Regen bis etwa 2 Std. nach der Behandlung<\/span>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Grundvoraussetzung f\u00fcr die Auswahl des richtigen Herbizids ist die Kenntnis \u00fcber das Auftreten von Ackerfuchsschwanz oder Windhalm.<\/b> Windhalm ist dabei einfacher zu bek\u00e4mpfen als Ackerfuchsschwanz. Quecken und Trespen k\u00f6nnen nicht im VA bek\u00e4mpft werden; Ampfer, Disteln und Winden nur sehr schwierig und wenn, dann nur die Pflanzen, die sich aus einem Samenkorn entwickelt haben, nicht die, die sich aus einem Wurzelst\u00fcck bilden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Blatth\u00e4utchen des Windhalms ist grober gezahnt als das vom Ackerfuchsschwanz. Windhalm kommt vorwiegend auf leichten B\u00f6den vor, wogegen Ackerfuchsschwanz haupts\u00e4chlich schwerere B\u00f6den bevorzugt. Bacara bek\u00e4mpft Windhalm zum Beispiel sehr gut, den Ackerfuchsschwanz aber \u00fcberhaupt nicht. Celtic braucht, um einen hohen Ungrasdruck zu bew\u00e4ltigen, einen Mischungspartner.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Empfehlungen zum Herbizideinsatz in der Wintergerste<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die preislich interessantesten Strategien sind der Vorauflauf bzw. der fr\u00fche Nachauflauf, da nicht zwangsl\u00e4ufig die vollen Aufwandmengen eingesetzt werden m\u00fcssen. Weil hier vorwiegend bodenwirksame Herbizide zum Einsatz kommen, mu\u00df <span style=\"text-decoration: underline;\">ausreichend Bodenfeuchte vorhanden<\/span> und das <span style=\"text-decoration: underline;\">Saatbett mu\u00df gut abgesetzt<\/span> sein. Der Einsatz soll fr\u00fch erfolgen, am besten w\u00e4hrend der Auflaufphase der Ungr\u00e4ser, wenn die Fahrgassen gerade sichtbar werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verz\u00f6gert sich ein rechtzeitiger Herbizideinsatz aufgrund unpassender Witterungsbedingungen und sind die Unkr\u00e4uter bereits weiter entwickelt, sollten Produkte bzw. Mischungen mit boden- und blattaktiven Komponenten eingesetzt werden. Die Bodenherbizide werden so in ihrer Wirkung erg\u00e4nzt und gr\u00f6\u00dfere Unkr\u00e4uter werden mit erfa\u00dft. Die meisten blattaktiven Produkte erfordern allerdings noch 10 bis 14 Tage Restvegetation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch bei sehr hohem Gr\u00e4serdruck kann eine derartige Strategie sinnvoll sein. Da <i>Axial<\/i> oder <i>Djinn<\/i> \u00fcber das Blatt aufgenommen werden, sollten die Ungr\u00e4ser aber aufgelaufen sein (je nach Witterung ist das ca. ab dem 3-Blattstadium der Wintergerste). Dennoch sollten die Aufwandmengen nicht zu stark reduziert werden, um die Wirkungssicherheit der Produkte nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table style=\"width: 581px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"581\"><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Herbizidstrategien in Wintergerste auf Fuchsschwanzstandorten:<\/span><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"248\">\n<p align=\"center\"><b>Stadium<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"333\">\n<p align=\"center\"><b>Produkt \/ Tankmischung<\/b><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"248\">im VA:<\/td>\n<td width=\"333\">Stomp 400 SC 2 l\/ha + Arelon L max. 1,5 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"333\">Defi 5 l\/ha + AZ500 0,2 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"248\">im 1-Blatt-Stadium bis 2-Blatt-Stadium:<\/td>\n<td width=\"333\">Liberator 0,6 l\/ha + Bacara 0,4 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"333\">Malibu 4 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"3\" width=\"248\">ab Anfang der Bestockung:<\/td>\n<td width=\"333\">Javelin 3 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"333\">Stomp 400 SC 2 l\/ha + Arelon L 3 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"333\">Celtic 2,5 l\/ha + Arelon 3 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei <b>geringem bis mittlerem Besatz<\/b> k\u00f6nnen in der fr\u00fchen Applikation Mittel wie <i>Liberator<\/i> und <i>Malibu<\/i> oder die Tankmischungen <i>\u201eStomp 400 SC + Arelon L\u201c<\/i> oder <i>\u201eDefi + AZ500\u201c<\/i> eingesetzt werden. Isoproturon (im <i>Arelon L, Javelin<\/i>) ist zwar nach wie vor der billigste Bodenwirkstoff gegen Ackerfuchsschwanz und Windhalm, soll aber in der Ackerfuchsschwanzbek\u00e4mpfung aus Resistenzgr\u00fcnden nicht mehr ohne Mischungspartner zum Einsatz kommen. Interessant beim Isoproturon bleibt aber seine gute Wirkung auf Kamille und Vogelmiere. Ein weiterer Wirkstoff in der Gr\u00e4serbek\u00e4mpfung ist <i>Defi. Defi<\/i> ist st\u00e4rker in der Wirkung gegen Windhalm als gegen Ackerfuchsschwanz, kann aber sinnvoll in einer Mischung gegen resistenten Ackerfuchsschwanz sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn bereits im Herbst eine Nachbehandlung gegen Ackerfuchsschwanz oder Windhalm gemacht werden mu\u00df, weil evtl. die Wetterbedingungen nach der ersten Behandlung derart schlecht wurden, da\u00df in stark entwickelten Best\u00e4nden das Ungras nicht eingeht, dann bietet sich ein Einsatz von <i>Axial<\/i> an.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><i>Axial<\/i> ist ein blattaktives Produkt, das dann 10-14 Tage vor einem zu erwartenden Vegetationsschlu\u00df mit 0,9 l\/ha solo angewendet wird. Es wirkt nur dann gut, wenn der Ackerfuchsschwanz bereits weiter entwickelt ist und sollte deshalb erst ab dem 2-3 Blattstadium der Ungr\u00e4ser eingesetzt werden (<i>Axial<\/i> hat keine Zulassung im Roggen).<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insbesondere in Wintergerste sollte nicht auf den fr\u00fchen Einsatz von Bodenherbiziden verzichtet werden, da hier f\u00fcr den sp\u00e4ten Einsatz im Fr\u00fchjahr wegen mangelnder Kulturvertr\u00e4glichkeit die Mittelwahl deutlich eingeschr\u00e4nkt ist. So sollte im Fr\u00fchjahr das Mittel <i>Axial<\/i> nicht mit Sulfonylharnstoffen wie <i>Cameo SX<\/i> oder <i>Alli\u00e9 Express<\/i>, sondern eher mit <i>Starane<\/i> oder <i>Primus<\/i> gemischt werden, was aber dann die Kosten pro ha anhebt (maximal eine Anwendung Axial pro Jahr).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei geringem Unkrautdruck bzw. dort, wo gegen Isoproturon (=<i>Arelon L<\/i>) <b>noch keine Resistenzen aufgetreten<\/b> sind, k\u00f6nnen mit Mischungen von <i>\u201eArelon L + Stomp 400 SC\/Celtic\u201c<\/i> bzw. <i>Javelin oder \u201eArelon L + Toucan\u201c <\/i>ausreichend gute Ergebnisse erzielt werden. Diflufenican <i>(Javelin, Liberator, Bacara, Toucan)<\/i> wirkt sowohl \u00fcber den Boden wie \u00fcber das Blatt und hat im Nachauflauf eine sichere Wirkung bis zum 4-Blattstadium der Unkr\u00e4uter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table style=\"width: 581px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"581\"><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Herbizidstrategien in Wintergerste auf Windhalmstandorten:<\/span><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"248\">\n<p align=\"center\"><b>Stadium<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"333\">\n<p align=\"center\"><b>Produkt \/ Tankmischung<\/b><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"3\" width=\"248\">im VA:<\/td>\n<td width=\"333\">Bacara 1 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"333\">Stomp 400 SC 2 l\/ha + Arelon L max. 1,5 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"333\">Defi 3 l\/ha + AZ500 0,2 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"248\">ab dem VA bis Ende Bestockung:<\/td>\n<td width=\"333\">Bacara 1 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"248\">im 1-Blatt-Stadium bis 2-Blatt-Stadium:<\/td>\n<td width=\"333\">max. Malibu 3 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"248\">im 2-Blatt-Stadium bis 5 Triebe:<\/td>\n<td width=\"333\">Celtic 2,5 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"3\" width=\"248\">ab Anfang der Bestockung:<\/td>\n<td width=\"333\">Javelin 3 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"333\">Stomp 400 SC 2 l\/ha + Arelon L 3 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"333\">Celtic 2,5 l\/ha + Arelon 3 l\/ha<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Stomp 400 SC<\/i> (Pendimethalin) wirkt \u00fcber den Boden, ist im Nachauflauf aber nur wirksam bis ins 1-2 Blattstadium der Unkr\u00e4uter. <i>\u201eSTOMP 400 SC + Arelon L\u201c<\/i> ist schw\u00e4cher gegen Klette als <i>JAVELIN<\/i> oder <i>\u201eArelon L + Toucan\u201c<\/i>, daf\u00fcr bringt <i>STOMP 400 SC<\/i> eine Zusatzwirkung gegen Gr\u00e4ser, die nicht zu vernachl\u00e4ssigen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen Windhalm und Mischverunkrautung kann hervorragend <i>Bacara<\/i> eingesetzt werden. Da die Wirkstoffe \u00fcberwiegend \u00fcber Keimwurzel und -spro\u00df aufgenommen werden, ist als g\u00fcnstiger Termin das Keimblatt- bzw. 1-Blatt-Stadium der Unkr\u00e4uter bzw. des Windhalms anzustreben. <i>Bacara<\/i> ist auf Windhalmstandorten eine preislich interessante L\u00f6sung, die gute Resultate bringt. Es ist kein Mischungspartner notwendig und das Mittel kann in WW, WG, WT, WR und Dinkel zum Einsatz kommen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Gute fachliche Praxis<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorauflaufbehandlungen treffen nat\u00fcrlich immer einen Gro\u00dfteil Boden ohne Bewuchs. Sie sollten nie auf stark erosionsgef\u00e4hrdeten Parzellen durchgef\u00fchrt werden. Das Saatbett sollte gut abgesetzt sein. Die oberfl\u00e4chliche Abwaschung von Wirkstoffen sollte keinesfalls vernachl\u00e4ssigt werden. In unseren Wasserschutz-Infos haben wir dieses Thema bereits mehrfach angesprochen. Neben der Gefahr, da\u00df oberfl\u00e4chlich Wirkstoffe abgewaschen werden, besteht aber auch das Risiko, da\u00df mehr oder wenig hohe Mengen an verschiedenen Wirkstoffen in das Grundwasser und Quellwasser ausgewaschen werden.<\/p>\n<p>\u00a0<b>In den Wasserschutzgebieten sollten Sie daher vorzugsweise auf folgende Tankmischungen zur\u00fcckgreifen:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei normalem Druck von Ackerfuchsschwanz und Unkraut im 1-Blatt-Stadium bis 2-Blatt-Stadium der Kultur:<\/p>\n<ul>\n<li><i>0,6 l\/ha Liberator + 0,4 l\/ha Bacara<\/i><\/li>\n<li><i>4 l\/ha Malibu<\/i><\/li>\n<li><i><\/i><i>0,6 l\/ha Liberator + 2 l\/ha Defi<\/i><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Empfehlungen mit normalem Druck von Windhalm und Unkraut<\/p>\n<ul>\n<li>ab EC 00: <i>0,8 l\/ha Bacara<\/i><b> <\/b><\/li>\n<li>ab EC 12: <i>2,5 l\/ha Celtic<\/i><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben den empfohlenen Tankmischungen sind aber auch noch andere Zusammensetzungen denkbar. Es gilt nat\u00fcrlich, sich eine Mischung zusammenzusetzen, welche an die Kulturen, die Verunkrautung und den Standort angepa\u00dft ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table style=\"width: 307px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\"><b>BBCH- Code<\/b><\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\"><b>Definition der Stadien von Getreide<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\"><b>EC 0<\/b><\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\"><b>Keimung<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 09<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">Auflaufen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\"><b>EC 1<\/b><\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\"><b>Blattentwicklung<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 10<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">Erstes Blatt aus der Koleptile ausgetreten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 11<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">1-Blattstadium<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 12<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">2-Blattstadium<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 13<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">3-Blattstadium<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 19<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">9 und mehr Laubbl\u00e4tter entfaltet, Bestockung kann ab Stadium 13 erfolgen, in diesem Fall ist auf Stadium 21 \u00fcberzugehen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\"><b>EC 2<\/b><\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\"><b>Bestockung<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 21<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">1. Bestockungstrieb sichtbar: Beginn der Bestockung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 22<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">2. Bestockungstrieb sichtbar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 23<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">3. Bestockungstrieb sichtbar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">Stadien fortlaufend bis\u2026<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" nowrap=\"nowrap\" width=\"67\">EC 29<\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">9 und mehr Bestockungstriebe sichtbar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">das Schossen kann fr\u00fcher einsetzen, in diesem Fall ist auf Stadium 30 \u00fcberzugehen (Stadium wird im Fr\u00fchjahr erreicht)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\"><b>EC 3<\/b><\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\"><b>Schossen<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"67\"><\/td>\n<td nowrap=\"nowrap\" width=\"240\">\u2026<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table style=\"width: 719px;\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"719\"><b>In der Tabelle ist das angegebene Stadium das Zulassungsstadium. Wir empfehlen, Isoproturon (Arelon L, Javelin) vor dem 3-Blattstadium mit nicht mehr als 750 g\/ha einzusetzen.<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"719\">Stadium Bestockung: Im Stadium EC 13 ist das 3. Laubblatt entfaltet und die Spitze des 4. Blattes sichtbar. Die Stadien sind fortlaufend bis EC 19 (9 Bl\u00e4tter oder mehr entfaltet). Die Bestockung kann ab Stadium EC 13 erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" nowrap=\"nowrap\" width=\"714\">\u00a0<b><\/b><\/td>\n<td valign=\"bottom\" nowrap=\"nowrap\" width=\"4\">\u00a0<b><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"right\"><i>Die Pflanzenbauberatung der Landwirtschaftskammer<\/i><i><\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grunds\u00e4tzlich gilt: Je kleiner die Unkr\u00e4uter und die Ungr\u00e4ser sind, desto einfacher und kosteng\u00fcnstiger gestaltet sich deren Bek\u00e4mpfung. Gro\u00dfe Unkr\u00e4uter lassen sich im Fr\u00fchjahr wesentlich schwieriger, d.h. nur mit h\u00f6herem Herbizidaufwand bek\u00e4mpfen. Die in Wintergerste zugelassenen Gr\u00e4serherbizide lassen sich nicht mit allen Unkrautherbiziden mischen und sind zudem noch teuer. Das Risiko von Ver\u00e4tzungen an der Kultur und das Risiko, da\u00df verschiedene Wirkstoffe sich in Mischungen beeintr\u00e4chtigen (Antagonisten), sind bei solchen Tankmischungen h\u00f6her. Die Mittelauswahl im Fr\u00fchjahr ist dadurch eingeschr\u00e4nkt. 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