{"id":1517,"date":"2012-09-21T16:09:48","date_gmt":"2012-09-21T14:09:48","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1517"},"modified":"2013-08-30T16:02:21","modified_gmt":"2013-08-30T14:02:21","slug":"versuche-zur-depotdungung-ausgeweitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1517","title":{"rendered":"Versuche zur Depotd\u00fcngung ausgeweitet"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: center;\"><em>Bericht von der Wintergetreide-Informationsversammlung in Beringen<\/em><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im heimischen Versuchswesen f\u00fcr Wintergetreide und Raps haben Auswinterung, Pflanzenkrankheiten sowie mancherorts auch Wildschaden den Versuchsanstellern so manchen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch konnte das Gros der Versuche ausgewertet werden. Am vergangenen Dienstag wurden die diesj\u00e4hrigen Resultate in der Festscheune A Guddesch in Beringen pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Everlinger Getreideversuche<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">G\u00fclle-, Cultan- und AHL-Depotd\u00fcngung haben dieses Jahr in Everlingen den Gro\u00dfteil des Versuchswesens ausgemacht. Insbesondere die AHL-D\u00fcngung konnte bei Ertrag und Proteinwerten gegen\u00fcber der integrierten Variante \u00fcberzeugen. LTA-Professor Guy Reiland sprach eingangs auch die Auswinterungssch\u00e4den bei den Septembersaaten an, die insbesondere bei Triticale zu deutlichen Verlusten gef\u00fchrt haben, auf einen Umbruch jedoch in allen F\u00e4llen verzichtet wurde. Tulus \u00fcberzeugte als k\u00e4lteresistente Sorte, die als einzige zu Beginn der Vegetation noch gr\u00fcn war. Beim Winterweizen gab es keine sichtbare Auswinterung, was Guy Reiland auf den Saattermin im Oktober zur\u00fcckf\u00fchrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Sommer waren es dann die Pilzkrankheiten, die den Versuchsbest\u00e4nden zusetzten und bei so mancher Sorte zu einer vorzeitigen Braunf\u00e4rbung der Bl\u00e4tter f\u00fchrte. Die extensiven Varianten ohne Fungizid- und Halmwuchsreglereinsatz fielen bei Ertrag und Qualit\u00e4t in den meisten F\u00e4llen deutlich zur\u00fcck. Sp\u00e4te \u00c4hrend\u00fcngungen mit AHL erwiesen sich aufgrund der \u00fcberaus nassen Witterung in den allermeisten F\u00e4llen als unwirksam bzw. sogar kontraproduktiv.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Depotd\u00fcngung gab es die Varianten AHL, Cultan und G\u00fclle, wobei letztere mit einem Schleppschlauchverteiler mit 12 m Arbeitsbreite ausgebracht wurde. Auf den beiden mittleren Reihen ergaben sich dadurch bei der \u00dcberfahrt Sch\u00e4den durch Reifenspuren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Wintergerste waren die Sorten KS Cassia, Leibniz und Karioka im Versuch. Die Ertragswerte nannte Guy Reiland akzeptabel. Diese schwankten zwischen 69 dt\/ha bei der integrierten Variante (LogN) und 55,6 dt\/ha bei der extensiven Variante. Die AHL-Depotvariante war mit \u00fcber 68 dt\/ha unmerklich schw\u00e4cher als LogN. Beim Hektolitergewicht, das um 60 kg schwankte, war die extensive Variante nur wenig schw\u00e4cher als die beiden ertragsstarken Varianten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wintertriticale mit den Sorten Tulus, Triskell und Tarzan entt\u00e4uschte diesmal. Bei der extensiven Variante ergab sich ein miserabler Ertrag von 37,4 dt\/ha, das Maximum wurde mit Depot plus 20 N-Zusatzd\u00fcngung erreicht. Der LTA-Professor merkte hierzu an, da\u00df nur Wintertriticale auf die Zusatzd\u00fcngung positiv reagierte. Auch bei Triticale wurden Hektolitergewichte von plusminus 60 kg registriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Winterroggen mit den Sorten Conduct und Palazzo \u00fcberzeugte im Gegensatz zu Wintertriticale. Einzelne Parzellen erreichten umgerechnet rund 100 dt\/ha Ertrag. Im Durchschnitt der beiden Sorten ergab sich ein Maximum von 85,5 dt\/ha f\u00fcr die integrierte Variante, die ertraglich deutlich vorn lag. Aber selbst die extensive Variante erreichte noch 74,8 dt\/ha. Der vergleichsweise hohe Nmin-Wert zwischen 35 und 40 kg Nitrat-N\/ha in der integrierten Variante ist ein Indiz daf\u00fcr, da\u00df die 150 N nicht ganz verwertet wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Versuch widmete sich der Qualit\u00e4t bei Depotd\u00fcngung in Winterweizen und -roggen. Es ergab sich eine deutlich positive Korrelation von Ertragsh\u00f6he und Eiwei\u00dfgehalt\u00a0: Bei niedrigen Ertr\u00e4gen fielen die Eiwei\u00dfgehalte unter 12%, w\u00e4hrend sie in den ertragsstarken Varianten stets \u00fcber 12% lagen. Eine \u00c4hrend\u00fcngung mit AHL (50 N) f\u00fchrte zwar zu leicht h\u00f6heren Eiwei\u00dfgehalten, verminderte aber jeweils den Ertrag.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Geringe Rapsertr\u00e4ge<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Everlinger Rapsversuche im Kulturjahr 2012 wurden von Delpa-Mitarbeiter Joe Vrehen vorgestellt. Der Winterraps wurde am 1. September ges\u00e4t. Drei Hybridsorten und eine Liniensorte wurden miteinander verglichen. Gegen Schnecken wurde im Herbst Arionex und Mesurol eingesetzt. Der kalte Februar f\u00fchrte zu einer Reduktion der Bestandesdichte von 27-34 Pflanzen pro qm auf 22-25 Pflanzen pro qm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Fr\u00fchjahr gab es einen starken Zuflug von Sch\u00e4dlingen. Bereits Anfang M\u00e4rz trat der Rapsstengenr\u00fc\u00dfler so stark auf, da\u00df die Schadschwelle \u00fcberschritten wurde. Viermal wurden Insektizide eingesetzt, zweimal gegen den Stengelr\u00fc\u00dfler, einmal gegen die Kohlschotenm\u00fccke und einmal gegen den Rapsglanzk\u00e4fer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Best\u00e4nde blieben kurz und bedurften keiner Eink\u00fcrzung. Am 26. Juli wurde gedroschen mit folgenden Durchschnittswerten: 30,6 dt\/ha Ertrag, 61,7 kg HLG, 7,9% Feuchte und 43,6% \u00d6lgehalt. Je nach Sorte schwankten die \u00d6lertr\u00e4ge zwischen 970 und 1.390 kg\/ha. Die Ertr\u00e4ge blieben durchweg geringer als im Trockenjahr 2011.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei einem D\u00fcngungsversuch wurden Cultan und AHL in den Varianten 150N und 180N verglichen. Der h\u00f6chste \u00d6lertrag wurde jeweils bei der AHL 180N-Variante erzielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Joe Vrehen machte in seinem Fazit deutlich, da\u00df die Resultate nur bedingt aussagekr\u00e4ftig sind, da unterschiedliche Vorfr\u00fcchte und Aussaatbedingungen zu Verzerrungen f\u00fchrten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Nationale Sortenversuche<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die Nationalen Sortenversuche und die \u00c4nderungen auf der Nationalen Sortenliste referierte Serge Heuschling von der Ackerbauschule. Der Verantwortliche f\u00fcr die Sortenversuche merkte eingangs an, da\u00df die strengen Winterfr\u00f6ste in den Sortenversuchen ihre Spuren hinterlassen h\u00e4tten. Aber auch andere Unbilden machten diesmal zu schaffen, wie in den nachfolgenden Ausf\u00fchrungen zu den Kulturen deutlich wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So war beim <b>Winterraps<\/b> diesmal nur der Standort Bettendorf auszuwerten, weil in Canach Frost und Stengelr\u00fc\u00dfler, in Everlange Anbaufehler eine Auswertung unm\u00f6glich machten. Der Durchschnittsertrag lag bei sehr bescheidenen 32 dt\/ha, womit der Vorjahresertrag von zwei Standorten um 29% unterboten wurde. Spitzensorte war 2012 Xenon mit einem Relativwert von 119. Folgende \u00c4nderungen gibt es auf der Sortenliste: die Hybridsorte<i> Visby <\/i>und die Liniensorte<i> Adriana<\/i> werden gestrichen, die Hybridsorten <i>Xenon, DK Excellium<\/i> und <i>Genie<\/i> sowie die Liniensorte <i>Galileo<\/i> werden neu eingetragen. Entgegen dem \u00fcblichen Procedere wurden die Sorten DK Excellium, Genie und Galileo trotz der erst zweij\u00e4hrigen Pr\u00fcfung bei den Neueintragungen ber\u00fccksichtigt. Besonders DK Excellium erwies sich in den beiden Pr\u00fcfungsjahren als konstant leistungsf\u00e4hig und mit einem durchschnittlichen Relativwert von 110 sticht sie besonders aus dem Sortiment hervor. Beim \u00d6lertrag hat diese Spitzensorte dank ihres hohen \u00d6lgehalts mit rel. 112 ebenfalls deutlich die Nase vorn (Genie rel. 107, Xenon rel. 106).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr <b>Wintergerste<\/b> gab es urspr\u00fcnglich vier Standorte (Bettendorf, Eschette, Koerich, H\u00ebttermillen), wobei H\u00ebttermillen wegen starker Auswinterungssch\u00e4den ausfiel. Im Durchschnitt der Versuchssorten wurden 74,9 dt\/ha gedroschen, somit gute 3 dt\/ha mehr als 2011. Die Vergleichssorten waren mit 75,0 dt\/ha ertraglich ebenso stark. Spitzensorte war 2012 abermals KWS Meridian (rel. 108), die allerdings beim Hektolitergewicht schw\u00e4cher ist als viele andere mehrzeilige Sorten. Drei \u00c4nderungen gibt es auf der Sortenliste: bei den zweizeiligen Sorten wird <i>Wintmalt<\/i> gestrichen und durch <i>Sandra<\/i> ersetzt, bei den mehrzeiligen <i>KWS Meridian <\/i>neu eingetragen<i>.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei Standorte (Bettendorf, Eschette und Pletschetterhaff) waren es bei <b>Winterroggen<\/b>. Mit durchschnittlichen 85,6 dt\/ha ergab sich ein guter Versuchsdurchschnitt. Bei den Vergleichssorten waren duchschnittlich 82,5 dt\/ha zu verzeichnen, 4,9 dt\/ha weniger als 2011. Spitzensorte war 2012 abermals Guttino (rel. 113, 3j\u00e4hrig 111). Serge Heuschling zufolge ist diese Sorte als Saatgut jedoch nicht verf\u00fcgbar. Auf der Sortenliste wird keine \u00c4nderung vorgenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim <b>Spelz<\/b> waren es wieder zwei Versuchsstandorte (Bettendorf und Everlange). Es ergaben sich im Durchschnitt 55,6 dt\/ha, 5,6 dt\/ha mehr als 2011. Spitzensorte war diesmal Epanis (rel. 107), die jedoch dreij\u00e4hrig schw\u00e4cher ist als Cosmos. Es wird keine neue Sorte in die Sortenliste eingetragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wintertriticale<\/b> wurde auf denselben Standorten wie Winterroggen getestet. Der Ertrag lag f\u00fcr die Vergleichssorten bei durchschnittlich 76,1 dt\/ha, womit der Durchschnitt von 2011 um 13,8 dt\/ha unterschritten wurde. Bei den Vergleichssorten war der Unterschied mit 84,2 dt\/ha (versus 91,7 dt\/ha 2011) weniger gro\u00df. Spitzensorte war Triskell (rel. 103). Amarillo scheint besonders wohlschmeckend zu sein: auf zwei Standorten wurde diese Sorte durch Wildverbi\u00df stark dezimiert. Auf der Sortenliste gibt es diesmal keine \u00c4nderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Probleme mit Wildsch\u00e4den gab es auch beim <b>Winterweizen<\/b>, und zwar am Standort Bicherhaff\/Canach, wo Wildschweine ganze Arbeit leisteten und ein verw\u00fcstetes Versuchsfeld hinterlie\u00dfen. Die vier \u00fcbrigen Versuchsstandorte (Bettendorf, Eschette, Koerich, Wilwerdange) konnten jedoch ausgewertet werden. Mit durchschnittlichen 81,9 dt\/ha lag der Ertrag bei den Versuchssorten diesmal um 6,8 dt\/ha h\u00f6her als 2011. Bei den Vergleichssorten waren der Ertrag (81,7 dt\/ha) und der ertragliche Abstand zum Vorjahr (plus 6,9 dt\/ha) praktisch identisch. Ebenso stark wie die Vergleichssorten droschen die E-Sorten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim E-Weizen gibt es mit <i>Event<\/i> und <i>Genius<\/i> zwei Neueintragungen auf der Sortenliste. Bei den A-Sorten wird <i>Sailor<\/i> neu eingetragen und <i>Boomer<\/i> gestrichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keine \u00c4nderung bei den Sortenempfehlungen gibt es bei den B\/C-Sorten. 2012 lag Sailor ertraglich mit rel. 109 an der Spitze der getesteten A-Sorten und lag insgesamt an zweiter Position. Auch im dreij\u00e4hrigen Vergleich liegt Sailor mit rel. 105 im Spitzenfeld.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Serge Heuschling stellte anschlie\u00dfend Resultate f\u00fcr die Proteinwerte von A-Weizen vor. Am ertragsschw\u00e4cheren Standort Bettendorf ergab sich ein Durchschnitt von 13,9%, w\u00e4hrend man f\u00fcr Eschette 12,5% feststellte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend kam der Verantwortliche f\u00fcr die Sortenversuche auf die neuen Hartweizenversuche zu sprechen, die in Bettendorf und Everlange durchgef\u00fchrt wurden. Magere 43,2 dt\/ha ergaben sich im Durchschnitt, wobei Wintergold mit 56,2 dt\/ha und 16,2% Protein am besten abschnitt. Er merkte an, da\u00df der Hartweizen viel zu sp\u00e4t gedroschen wurde und deshalb nur noch auf eine Fallzahl von 62 Sekunden kam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer mehr \u00fcber die nationalen Sortenversuche erfahren will, wird im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.sortenversuche.lu\/\">www.sortenversuche.lu<\/a> f\u00fcndig.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Sortenversuche f\u00fcr Biogetreide<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sortenversuche f\u00fcr Biogetreide wurden von Stefanie Klaedtke, Mitarbeiterin am \u201eInstitut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur\u201c, IBLA, vorgestellt. Auf zwei Standorten, Colmar-Berg und Derenbach, werden insgesamt 43 Weizen-, Triticale- und Roggensorten unter biologischen Anbaubedingungen gepr\u00fcft. Darunter sind auch einige Extraz\u00fcchtungen f\u00fcr den Bioanbau, die sich durch ein gutes N\u00e4hrstoffaneignungsverm\u00f6gen, eine geringe Krankheitsanf\u00e4lligkeit und eine rasche Bodenbedeckung auszeichnen sollen. Neben der Ertragsleistung werden weitere agronomische Eigenschaften sowie Parameter der Backqualit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im dreij\u00e4hrigen Durchschnitt ergab sich f\u00fcr Winterweizen ein Ertrag von 32,4 dt\/ha bei durchschnittlich 12,0% Protein, w\u00e4hrend Wintertriticale ertraglich 40,3 dt\/ha zu bieten hatte. Beim Vergleich mit den Nationalen Sortenversuchen f\u00e4llt das niedrige Ertragsniveau im Bio-Versuchsanbau auf. Zum Winterroggen fehlten letzte Woche noch die Daten. Im Bioanbau gibt es es eigenes Empfehlungssortiment, also eine eigene Sortenliste. Neu aufgenommen wurden die Weizensorten Achat und Genius sowie die Triticalesorte Tulus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stefanie Klaedtke merkte abschlie\u00dfend an, da\u00df konventionelles Saatgut wegen des h\u00f6heren Eiwei\u00dfgehalts die besseren Startbedingungen bietet und man deshalb vor der schwierigen Wahl steht, ob man dieses oder dennoch lieber Bio-Saatgut verwenden sollte.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>K\u00f6rnerleminosen in Luxemburg<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die Projektarbeit Legolux, die im Rahmen einer Doktorarbeit ausgewertet wird, referierte im Anschlu\u00df IBLA-Mitarbeiterin und Doktorandin Steffi Zimmer. Legolux beinhaltet eine agrarsoziologische Studie, einen K\u00f6rnerleguminosen-Anbauversuch sowie ein abschlie\u00dfendes \u201eScreening\u201c. F\u00fcr die besagte Studie wurden unl\u00e4ngst 1.400 Betriebe in Luxemburg angeschrieben. Ziel ist eine Ist-Aufnahme bzgl. des Anbaus von K\u00f6rnerleguminosen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Steffi Zimmer stellte erste Resultate zum Anbauversuch vor. Der nationale Anbauversuch wird auf dem Karelshaff durchgef\u00fchrt, kombiniert mit einem Fruchtfolgeversuch mit Winterweizen nach Leguminosen, wobei auch untersucht wird, wieviel vom biologisch gebundenen N nach dessen Mineralisierung durch Auswaschung verlorengeht. Als Versuchsglieder dienen Winter- und Sommererbse (als Gemenge oder Reinsaat), Winter- und Sommerackerbohne sowie Blaue Lupine. Bez\u00fcglich Winterh\u00e4rte schnitt im ersten Versuchsjahr das Wintererbsengemenge mit 4% Verlust am besten ab, w\u00e4hrend die Winterackerbohne mit 25% Verlust deutlich Federn lie\u00df. Doch diese Verluste relativierten sich bei der ertraglichen Auswertung. Trotz der Auswinterungsverluste belegte die Winterackerbohne mit 46 dt\/ha das zweitbeste Resultat hinter der Sommerackerbohne (52,8 dt\/ha).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Frankenhausen, dem Versuchsstandort der Uni Kassel in Nordhessen, werden die Sojaversuche durchgef\u00fchrt, und zwar mit drei Sorten und vier verschiedenen Impfpr\u00e4paraten. Der Knackpunkt scheinen diese Pr\u00e4parate zu sein, die erst die Voraussetzung f\u00fcr die Kn\u00f6llchenbildung und somit die Anbauw\u00fcrdigkeit f\u00fcr Soja schaffen. Das schlechteste Pr\u00e4parat erwies sich als wirkungslos, w\u00e4hrend das beste Pr\u00e4parat eine sehr gute Kn\u00f6llchenbildung erm\u00f6glichte, was sich in einer Ertragssteigerung von 56% gegen\u00fcber der Kontrolle manifestierte. Auch der Proteingehalt war bei dieser Variante am besten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Durchwachsene Saison beim Saatgetreide<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Situation beim Winter-Saatgetreide und die allgemeine Marktsituation wurde von LSG-Direktor Henri Noesen kurz beleuchtet. Der LSG-Direktor kam eingangs darauf zu sprechen, da\u00df die Best\u00e4nde zun\u00e4chst sehr vielversprechend aussahen, bei der Ernte jedoch eine gewisse Ern\u00fcchterung einsetzte mit teilweise entt\u00e4uschenden und zudem sehr stark schwankenden Ertr\u00e4gen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bez\u00fcglich der Marktsituation merkte er einerseits an, da\u00df die weltweiten Reserven bei wichtigen Getreidearten mit rund 20% niedrig sind, was Nervosit\u00e4t an den M\u00e4rkten ausl\u00f6se, andererseits die hohen Preise der weltweiten Spekulation geschuldet seien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich kam er auf einige Punkte zur Saatgutverf\u00fcgbarkeit zu sprechen. Demzufolge sind Hybridroggen und Winterhafer in ganz Westeuropa ausverkauft. Auch bei Winterweizen und -triticale sind einige Sorten nicht mehr verf\u00fcgbar.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Rapssch\u00e4dlinge gezielt reduzieren<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben den Everlinger Rapsversuchen und den Nationalen Sortenversuchen Raps wurden auch wieder die Sch\u00e4dlinge thematisiert. Der Entomologe Michael Eickermann vom CRP Gabriel Lippmann machte eingangs darauf aufmerksam, da\u00df die Rapsbl\u00fcte mit 5-6 Wochen Dauer diesmal \u201everzettelt\u201c war. Grauschimmel (Botrytis cinerea) war im Rapsjahr 2012 relativ h\u00e4ufig anzutreffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Wissenschaftler vom CRP Gabriel Lippmann stellte einen Insektizidversuch vor, bei dem der Einflu\u00df von Decis-Behandlungen auf die Befallsh\u00e4ufigkeit von Stengel- und Schotensch\u00e4dlingen untersucht wurde, dies bei den Sorten Exocet und Casoar. Bereits bei der Kontrolle ergaben sich deutliche Unterschiede. Exocet wurde wesentlich st\u00e4rker durch Schotensch\u00e4dlinge befallen als Casoar (22% Unterschied bei der Befallsh\u00e4ufigkeit). Bei den Schotensch\u00e4dlingen waren diese Sortenunterschiede nur noch minimal und zu vernachl\u00e4ssigen. Durch den Decis-Einsatz wurde die Befallsh\u00e4ufigkeit von Stengelsch\u00e4dlingen auf nahe Null bzw. Null reduziert. Bei den Schotensch\u00e4dlingen betrug die Reduktion hingegen nur ca. 30-50%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Michael Eickermann machte im Rahmen seines Vortrags auch auf das Problem des Bienensterbens aufmerksam. Allein im Winterhalbjahr 2011\/2012 sind 1.100 der rund 6.500 Bienenv\u00f6lker Luxemburgs verendet, was einen direkten Verlust f\u00fcr die Imker von 130.000 Euro bedeutet. Hinzuzurechnen ist der j\u00e4hrliche Best\u00e4ubungswert dieser Bienen, der sich auf 880.000 Euro aufsummiert. Den monet\u00e4ren \u201eMehrertrag\u201c durch die Bienenbest\u00e4ubung bezifferte der Agrarentomologe auf 120 Euro pro ha Raps und Jahr. Bei den Beizmitteln seien vor allem die Neonikotinoide gef\u00e4hrlich (siehe hierzu auch den Beitrag zum internationalen Bienenkongre\u00df).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend gab Edmond Muller (Moulins de Kleinbettingen) bekannt, da\u00df sich der Erzeugerpreis f\u00fcr Brotweizen (Produit du terroir \u2013 L\u00ebtzebuerger Wees) in der aktuellen Kampagne auf \u00fcber 30 Euro pro dt belaufen wird, wenn man die TVA einbezieht. Der Spitzenpreis gilt wie immer nur bei einem Eiwei\u00dfgehalt von 14%.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht von der Wintergetreide-Informationsversammlung in Beringen Im heimischen Versuchswesen f\u00fcr Wintergetreide und Raps haben Auswinterung, Pflanzenkrankheiten sowie mancherorts auch Wildschaden den Versuchsanstellern so manchen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch konnte das Gros der Versuche ausgewertet werden. Am vergangenen Dienstag wurden die diesj\u00e4hrigen Resultate in der Festscheune A Guddesch in Beringen pr\u00e4sentiert. Everlinger Getreideversuche G\u00fclle-, Cultan- und AHL-Depotd\u00fcngung haben dieses Jahr in Everlingen den Gro\u00dfteil des Versuchswesens ausgemacht. Insbesondere die AHL-D\u00fcngung konnte bei Ertrag und Proteinwerten gegen\u00fcber der integrierten Variante \u00fcberzeugen. LTA-Professor Guy Reiland sprach [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[295,254,207,294],"class_list":["post-1517","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized","tag-depotdungung","tag-dungung","tag-everlinger-versuchsfelder","tag-sortenversuche"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p2ls4K-ot","jetpack_likes_enabled":false,"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-22 06:53:19","action":"category-add","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1517"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1517\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2717,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1517\/revisions\/2717"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}