{"id":1512,"date":"2012-08-31T15:46:49","date_gmt":"2012-08-31T13:46:49","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1512"},"modified":"2013-08-30T16:03:36","modified_gmt":"2013-08-30T14:03:36","slug":"saf-studienreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1512","title":{"rendered":"SAF-Studienreise"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Studienreise ging dieses Jahr nach Aachen und Venlo. Es war eine zweit\u00e4tige Reise, welche uns zun\u00e4chst nach Aachen f\u00fchrte. Aachen liegt in Deutschland an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach unserer Ankunft in Aachen besichtigten wir die sehenswerte Altstadt. In Aachen sprudeln hei\u00dfe Quellen, so da\u00df Aachen auch die \u201eStadt des Wassers\u201c genannt wird. Hier gibt es die hei\u00dfesten Quellen n\u00f6rdlich der Alpen. Diesem Heilwasser verdankt die Stadt auch ihren Namen, denn das ist die \u00dcbersetzung des germanischen Wortes aha, was Wasser bedeutet. Die Kelten, die R\u00f6mer und viele gekr\u00f6nte H\u00e4upter, wie Karl der Gro\u00dfe, haben die 38-74\u00b0C hei\u00dfen Quellen zur Heilung genutzt. Aachen hat mehr als 30 Thermalquellen. Die Stadt wurde schon sehr fr\u00fch zu einem Bade- und Kurort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der bekannteste Brunnen ist der <b>Elisenbrunnen<\/b>; er steht auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz. Es ist eine offene Wandelhalle mit S\u00e4ulenvorbau. Aus zwei Trinkbrunnen flie\u00dft st\u00e4ndig warmes und stark schwefelhaltiges Wasser der Kaiserquelle. Die Wassertemperatur betr\u00e4gt 52\u00b0C. Der Bau wurde im Jahre 1822 nach der Kronprinzessin Elisabeth Ludovika von Bayern, kurz Prinzessin Elise, benannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Elisenbrunnen wurde w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt, aber im Jahre 1953 originalgetreu wiederaufgebaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Puppenbrunnen <\/b>befindet sich in unmittelbarer N\u00e4he des Doms, in der Kr\u00e4mergasse. Er ist eine Stiftung der Aachener Bank f\u00fcr die B\u00fcrger der Stadt. Es handelt sich um ein Kunstwerk des Aachener Bildhauers Bonifatius Stirnberg aus dem Jahre 1974. Wie der Name schon sagt, finden sich an diesem Brunnen verschiedene Puppenfiguren, Marktfrau, Harlekin, Professor, Domherr, Mannequin, Pferd und Hahn sowie verschiedene Gesichtsmasken. Alle Figuren sind beweglich und d\u00fcrfen nach Belieben ver\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das bronzene<b> Klenkes-Denkmal <\/b>am Holzgraben<b> <\/b>ist eine Statue, die an die manuelle Sortiertechnik der Arbeiter in der Aachener Nadelindustrie erinnert. Mit dem emporgereckten kleinen Finger der rechten Hand (Klenkes genannt) wurden fehlerhafte Nadeln aussortiert. Die Kinder mit den weichen H\u00e4ndchen wurden hierf\u00fcr eingestellt. Heute ist der \u201eKlenkes\u201c, also der emporgereckte kleine Finger, ein Erkennungsmerkmal der Aachener und Gru\u00df untereinander.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <b>H\u00fchnerdiebbrunnen<\/b> aus dem Jahr 1913 (Neugu\u00df 1953) befindet sich auf dem H\u00fchnermarkt. Der damalige Oberb\u00fcrgermeister kaufte die Figur f\u00fcr die Stadt Aachen. Sie erz\u00e4hlt die Geschichte eines ungl\u00fccklichen H\u00fchnerdiebs, der versehentlich nach einem Hahn griff&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem heutigen Erscheinungsbild ist das Aachener <b>Rathaus<\/b> ein Zeugnis vieler Jahrhunderte. Aus der Zeit Karls des Gro\u00dfen blieb der Granusturm erhalten, von hier erklingen dreimal am Tag die Glocken, aber stets f\u00fcnf Minuten nach dem Glockenschlag des Doms.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den Grundmauern des \u00fcbrigen karolingischen Palastbaus errichtete die Aachener B\u00fcrgerschaft im 14. Jahrhundert das gotische Rathaus. Zwischen 936 und 1531 fanden an diesem Ort die Festm\u00e4hler der Aachener K\u00f6nigskr\u00f6nungen statt. Noch heute erinnert der monumentale Kr\u00f6nungssaal an diese Zeit. Hier befinden sich auch originalgetreue Nachbildungen der Reichskleinodien, darunter die Reichskrone, das Schwert und das Evangeliar der mittelalterlichen Herrscher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Kr\u00f6nungssaal werden die Karlspreise \u00fcbergeben. 1960 bekam Joseph Bech den Karlspreis, 1986 das luxemburgische Volk, \u00fcberreicht an Gro\u00dfherzog Jean, und 2006 unser Premierminister Jean-Claude Juncker.<\/p>\n<h3 align=\"center\">Der Aachener Dom<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittags fand die Besichtigung des Doms statt. Der <strong>Aachener Dom<\/strong>, dieses prachtvolle Geb\u00e4ude, wurde als erstes deutsches Denkmal 1978 in die Liste der <strong>UNESCO <\/strong>als Weltkulturerbe aufgenommen. Heute z\u00e4hlt er zu den bekanntesten <a href=\"http:\/\/www.aachen-friedrich-wilhelm-platz.de\/sehenswuerdigkeiten\/\">Sehensw\u00fcrdigkeiten<\/a> von Aachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kaiser Karl der Gro\u00dfe veranla\u00dfte den Bau des Domes, der unter dem Namen <strong>Pfalzkapelle, <\/strong>oder auch <strong>Marienkapelle<\/strong>, in <a href=\"http:\/\/www.aachen-friedrich-wilhelm-platz.de\/aachen-info\/\">Aachen<\/a> erbaut worden ist. Im Jahr 805 soll die Kirche eingeweiht worden sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Herzst\u00fcck des Doms ist das <strong>Oktogon, <\/strong>ein achteckiger Bau, von dem aus sp\u00e4ter die Kirche weiter ausgebaut wurde. Hier steht auf einem Sockel der aus kostbarem Marmor gebaute <strong>K\u00f6nigsthron<\/strong><b>.<\/b> Auf diesem Thron wurden 30 deutsche Kaiser gekr\u00f6nt. Im Oktogon befindet sich auch der Barbarossa-Leuchter, ein gro\u00dfer Radleuchter mit 48 Kerzen. Die Kerzen werden heute noch an hohen kirchlichen Feiertagen angez\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von 1355-1414 wurde der <strong>gotische Chor <\/strong>angebaut. Mit einer Glasfl\u00e4che von mehr als 1.000 qm wird der Chor in ein phantastisches Licht getaucht. In der Mitte des Chors befindet sich der goldgeschmiedete <strong>Karlsschrein<\/strong>, in dem die Gebeine Karls des Gro\u00dfen aufbewahrt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im vorderen Teil der <strong>Chorhalle <\/strong>steht der Marienschrein, zu dem alle sieben Jahre die Gl\u00e4ubigen pilgern. In dem <strong>Marienschrein <\/strong>sollen die Windeln und das Leinentuch Christi, das Marienkleid und das Enthauptungstuch Johannes des T\u00e4ufers aufbewahrt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um den Zentralbau, Oktogon, Chorhalle und dem Turm herum, wurde im Laufe des 15. Jahrhunderts mehrere <strong>sp\u00e4tgotische Kapellen <\/strong>gebaut. Die <strong>barocke Ungarische Kapelle <\/strong>stammt aus dem Jahr 1767. Der Turm beherbergt zehn Glocken mit unterschiedlichen Kl\u00e4ngen. Alle zusammen wiegen die Glocken 13.310 kg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <strong>Aachener Dom <\/strong>ist nicht nur die Kr\u00f6nungsst\u00e4tte von 600 Kaisern und K\u00f6nigen, sondern auch Begr\u00e4bnisst\u00e4tte von Kaiser Karl dem Gro\u00dfen. Er wurde an seinem Todestag, dem 28. Januar 814, im <strong>Aachener Dom<\/strong>, damals <strong>Marienkirche<\/strong>, beigesetzt. Seine Gebeine wurden 1215 in den Karlsschrein umgebettet, aber den antiken Sarkophag kann man auch heute noch in der <strong>Domschatzkammer <\/strong>besichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <strong>Aachener Domschatzkammer <\/strong>geh\u00f6rt zu einer der reichsten in Europa. Hier werden Kultursch\u00e4tze aus sp\u00e4tantiker, karolingischer, ottonischer, staufischer und gotischer Zeit aufbewahrt. Die vielen Textilen des Domschatzes werden im st\u00e4ndigen Wechsel ausgestellt.<\/p>\n<h3 align=\"center\"><b>Gartenbauausstellung Floriade in Venlo<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am zweiten Tag unserer Studienreise ging es nach Venlo zur sogenannten \u201eFloriade\u201c, der gro\u00dfen niederl\u00e4ndischen Gartenbauausstellung. Die <a title=\"Floriade, Niederlande\" href=\"http:\/\/www.floriade.de\/\" target=\"_blank\">Floriade<\/a> gilt als die weltweit gr\u00f6\u00dfte Veranstaltung ihrer Art. Alle zehn Jahre findet diese Welt-Garten-Expo in den Niederlanden statt. Die bisherigen Ausstellungsorte waren 1960 Rotterdam, 1972 und 1982 Amsterdam, 1992 Zoetermeer und 2002 Haarlemmermeer. Sie findet 2012 also erstmals nahe der Grenze zu Deutschland statt. Rund hundert Aussteller beteiligen sich an der Schau. Vom 5. April bis 7. Oktober sind jeden Tag die T\u00fcren offen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Ausstellung wurde die bestehende Landschaft mit in die Planungen einbezogen \u2013 wie der Wald, die Wiesen und die arch\u00e4ologischen und kulturhistorischen Elemente. Es gibt auf dem Gel\u00e4nde 5.000 Jahre alte H\u00fcgelgr\u00e4ber und mittelalterliche W\u00e4lle. Die Gesamtfl\u00e4che der Floriade betr\u00e4gt 66 Hektar \u2013 das entspricht etwa hundert Fu\u00dfballfeldern. 6.000 Quadratmeter davon sind unter Dach. Der Gro\u00dfteil der Grundbepflanzung wurde schon vor zwei Jahren in die Erde gebracht, bl\u00fcht also im nat\u00fcrlichen Zyklus. Erg\u00e4nzt wird mit vorgezogenen Blumen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch den Park ging es mit der Seilbahn oder mit dem Minibus von einer Haltestelle zur anderen oder zu Fu\u00df. Es war herrlich, die verschiedenen Pavillons zu bestaunen. Nat\u00fcrlich waren wir auch auf dem luxemburgischen zu Gast.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Ausflug endete mit einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Keup in Weiswampach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unseren Teilnehmern danke ich f\u00fcr ihre Teilnahme und hoffe, sie das n\u00e4chste Mal wieder zu begr\u00fc\u00dfen. Es waren zwei herrliche Tage ohne Stre\u00df und Arbeit. Danke.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Apolline Hoffmann<\/em><\/p>\n<h2 align=\"right\"><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Studienreise ging dieses Jahr nach Aachen und Venlo. Es war eine zweit\u00e4tige Reise, welche uns zun\u00e4chst nach Aachen f\u00fchrte. Aachen liegt in Deutschland an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden. Nach unserer Ankunft in Aachen besichtigten wir die sehenswerte Altstadt. In Aachen sprudeln hei\u00dfe Quellen, so da\u00df Aachen auch die \u201eStadt des Wassers\u201c genannt wird. 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