{"id":1460,"date":"2013-01-18T15:38:15","date_gmt":"2013-01-18T14:38:15","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1460"},"modified":"2013-08-30T15:51:37","modified_gmt":"2013-08-30T13:51:37","slug":"verre-de-lamitie-am-weinbauinstitut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1460","title":{"rendered":"Verre de l\u2019amiti\u00e9 am Weinbauinstitut"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><i>Im Saal des Institut Viti-vinicole (IVV) fand am 10.01.2013 der Neujahrsempfang unter dem traditionellen Motto \u201eVerre de l\u2019amiti\u00e9\u201c statt. Eine gro\u00dfe Zahl von Pers\u00f6nlichkeiten aus dem heimischen Weinbausektor, aber auch Ehreng\u00e4ste aus der Politik waren der Einladung des Weinbauinstituts gefolgt. <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">IVV-Direktor Roby Ley kam eingangs auf den ertragsschwachen Jahrgang 2012 zu sprechen. Dieser war zum einen gekennzeichnet durch eine sehr gute Qualit\u00e4t. Zum anderen wurde ein weit unterdurchschnittlicher Ertrag erzielt, der nur 60% einer normalen Ernte entsprach. Roby Ley erkl\u00e4rte hierzu, da\u00df vor allem die Sorten Elbling und Rivaner ertraglich ganz stark nachgaben. Beim k\u00fcnftigen Absatz w\u00fcrde sich dies bemerkbar machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der IVV-Direktor kam im folgenden auf die Marktsituation f\u00fcr Luxemburger Wein zu sprechen. Der Pro-Kopf-Verbrauch sei wieder auf 14,9 Liter gestiegen und somit auf ein gew\u00fcnschtes Niveau. Man hoffe nun, da\u00df dieses gute Resultat keine \u201eEintagsfliege\u201c sei und man weiter auf dem erh\u00f6hten Niveau bleibe. Den Export bezeichnete der IVV-Direktor als anhaltend hoch und auf dem Niveau von 2011. F\u00fcr Cr\u00e9mant wurden 2012 2,7 Mio. \u201eCollerettes\u201c bei der Marque Nationale bestellt, was ein neuer Rekord sei. Insgesamt sei 2012 ein gutes Absatzjahr gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Anschlu\u00df kam Roby Ley auf die Weinmarktreform zu sprechen. Bei der Lagenabgrenzung sei man nun fertig und die Lagen m\u00fc\u00dften nur noch in einem gro\u00dfherzoglichen Reglement festgehalten werden. \u201eWir wollen aber nichts \u00fcbers Knie brechen und 2013 als <i>\u201aVersuchsjahr\u2019<\/i> betrachten, um zu sehen, ob es noch verbesserungsw\u00fcrdige Punkte gibt\u201c, so der IVV-Direktor. 2014 k\u00f6nne dann das neue System richtig anlaufen. Die Lagen bezeichnete Roby Ley als wichtigste Basis bei der Umsetzung der Weinmarktreform. Diese sei geeignet, die heimischen Topweine st\u00e4rker ins Rampenlicht zu stellen. Die Lagen sollten allgemein st\u00e4rker in den Vordergrund treten und die Lagencharakteristiken st\u00e4rker hervorgestrichen werden. Diesbez\u00fcglich kam er auf ein 2012 angelaufenes, dreij\u00e4hriges Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem CRP G. Lippmann zu sprechen. Hierbei gehe es darum, die Charakteristiken einzelner Rieslinglagen herauszusch\u00e4len. Derartige Informationen sollten k\u00fcnftig in die Kommunikation \u00fcber den Luxemburger Wein einflie\u00dfen, um den heimischen Wein nach au\u00dfen interessanter zu gestalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Roby Ley erw\u00e4hnte die Notwendigkeit, angesichts des zunehmenden Qualit\u00e4tsanspruchs seitens der Kundschaft, permanent an Qualit\u00e4tsverbesserungen zu arbeiten, um am Markt vorne dabei sein zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als weiteren Punkt thematisierte der IVV-Direktor die Betriebsstrukturen und die schlechte Altersverteilung im heimischen Weinbau. Nur 22 der derzeitigen Betriebsleiter sind unter 35 und weitere 95 unter 50 Jahre alt. 169 Betriebe werden als Kleinstbetriebe im Nebenerwerb gef\u00fchrt (Betriebsstrukturen siehe dritte Graphik). \u201eMan mu\u00df sich in Zukunft Gedanken machen, wie man das gesamte Weinareal weiter bewirtschaften und aus weinbaulicher und touristischer Sicht erhalten kann\u201c, zeigte sich Roby Ley \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann kam der Hausherr auf den Pflanzenschutz zu sprechen. Bei den \u00f6kologischen Hubschrauberspritzungen habe man im schwierigen Jahr 2012 gute Resultate im Vergleich zur konventionellen Behandlung erzielt. Bei der Traubenwicklerbek\u00e4mpfung habe man inzwischen das gesamte Rebareal abgedeckt, so da\u00df kein Insektizideinsatz mehr n\u00f6tig sei. Der IVV-Direktor nannte zudem die Zahl von 30 ha Umstellungsfl\u00e4che auf Bioweinbau. Derzeit werde ein neuer Berater f\u00fcr diesen Bereich gesucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Marc Mathekovitsch, Generaladministrator im Landwirtschaftsministerium, der Weinbauminister Romain Schneider vertrat, kam als zweiter Redner des Abends auf einige Punkte zu sprechen. Die Lagenabgrenzung gem\u00e4\u00df der Weinmarktordnung sei im Sinne der Qualit\u00e4t und in der Vermarktung ein gro\u00dfes Plus im Vergleich zur jetzigen Situation, versicherte der Generaladministrator. Ein zweiter Punkt war das Thema Wildsch\u00e4den im Wein, wo er die laufenden Gespr\u00e4che der zust\u00e4ndigen Verwaltungen mit dem Beruf lobte. Man hoffe hier auf eine zufriedenstellende L\u00f6sung, um die gegenw\u00e4rtige Situation bei der Begutachtung von Sch\u00e4den \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In bezug auf die GAP-Reform hob Marc Mathekovitsch hervor, da\u00df sich das Ministerium gemeinsam mit den Verwaltungen und dem Beruf nun Gedanken machen m\u00fcsse, welche Investition zu welchem Satz in den n\u00e4chsten Jahren subventioniert werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend kam er in puncto Pflanzrechte auf eine positive Meldung zu sprechen. Es werde mehr oder weniger bei den aktuellen Rechten bleiben. Der Generaladministrator bedankte sich bei denjenigen, die sich f\u00fcr eine Beibehaltung starkgemacht haben, einerseits bei Marc Kreils und Frank Schmit von der Br\u00fcsseler Vertretung, andererseits bei Astrid Lulling und Aly Leonardy.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Marc Mathekovitsch w\u00fcnschte den Anwesenden ein gutes Weinjahr 2013, vor allem einen besseren Ertrag als im mageren Jahr 2012.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Saal des Institut Viti-vinicole (IVV) fand am 10.01.2013 der Neujahrsempfang unter dem traditionellen Motto \u201eVerre de l\u2019amiti\u00e9\u201c statt. Eine gro\u00dfe Zahl von Pers\u00f6nlichkeiten aus dem heimischen Weinbausektor, aber auch Ehreng\u00e4ste aus der Politik waren der Einladung des Weinbauinstituts gefolgt. IVV-Direktor Roby Ley kam eingangs auf den ertragsschwachen Jahrgang 2012 zu sprechen. Dieser war zum einen gekennzeichnet durch eine sehr gute Qualit\u00e4t. Zum anderen wurde ein weit unterdurchschnittlicher Ertrag erzielt, der nur 60% einer normalen Ernte entsprach. 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