{"id":1453,"date":"2013-01-04T14:40:28","date_gmt":"2013-01-04T13:40:28","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1453"},"modified":"2013-08-30T15:54:24","modified_gmt":"2013-08-30T13:54:24","slug":"12-trier-luxemburger-obstbautag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1453","title":{"rendered":"12. Trier-Luxemburger Obstbautag"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: center;\"><em>das Thema Frostsch\u00e4den bildete diesmal den Schwerpunkt<\/em><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 11. Dezember fand am Weinbauinstitut in Remich der 12. Trier-Luxemburger Obstbautag statt. Obsterzeuger, Berater und sonstige am Obstbau Interessierte aus Luxemburg und Deutschland nahmen an dieser schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung teil, die wie immer eine gro\u00dfe Bandbreite an Fachthemen zu bieten hatte. Ein besonderer Schwerpunkt waren anl\u00e4\u00dflich der Situation im Winter und Fr\u00fchjahr 2012 die Frostsch\u00e4den. Veranstaltet wurde der Obstbautag vom DLR Rheinpfalz, dem Landesobstbauverein Luxemburg sowie der ASTA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Josy Zenner, Pr\u00e4sident des Landesobstbauvereins, machte eingangs auf zehn Jahre erfolgreiche grenz\u00fcberschreitende Obstvermarktung unter \u201eRegion Obst Luxemburg-Trier\u201c aufmerksam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Werner Riedel, Leiter der Abteilung Gartenbau am DLR Rheinpfalz, kam in seiner Begr\u00fc\u00dfungsansprache auf den nach wie vor ausstehenden Vertrag zu sprechen, mit dem die Zusammenarbeit seines Hauses mit den f\u00fcr Gartenbau zust\u00e4ndigen Stellen in Luxemburg auf eine formale Basis gestellt werden soll. Die juristische Umsetzung scheine nicht so einfach zu sein, merkte er an.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">R\u00fcckblick Obstjahr 2012<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eErst der Frost, dann der Frust\u201c, so leitete Obstbauberater Franz-Josef Scheuer vom DLR Rheinpfalz seinen Vortrag zum Obstjahr 2012 ein. Der f\u00fcr die Trierer Region zust\u00e4ndige Berater wies auf zwei Frostereignisse hin, die mancherorts verheerende Sch\u00e4den an den Obstkulturen verursachten. Waren es am 1. April noch die Gr\u00fcnknospen, die bei Temperaturen bis \u20133\u00b0C teilweise erfroren, so kam es am 17. April bei Temperaturen bis \u20138\u00b0C zu starken Frostsch\u00e4den an den aufgehenden Bl\u00fcten. Doch es traf nicht alle gleicherma\u00dfen. Die Wittlicher Senke war diesmal stark benachteiligt, w\u00e4hrend in Rommelfangen, rund vier Kilometer von Wormeldange entfernt, nur zwei Minusgrade am 17.4. gemessen wurden. Franz-Josef Scheuer riet den Obstproduzenten, die Sp\u00e4tfrostsituation in jeder Anlage mit Hilfe von Maximum-Minimum-Thermometern zu \u00fcberwachen, um Aufschlu\u00df \u00fcber die Gef\u00e4hrdung der Kulturen zu erhalten und entsprechend reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bl\u00fcte litt unter na\u00dfkalten Bedingungen, was f\u00fcr die Best\u00e4ubung kontraproduktiv war. Der Trierer Experte zeigte zun\u00e4chst das Beispiel <b>Grauschimmel<\/b> bei Erdbeeren auf und hob hervor, da\u00df Feldhygiene oberstes Gebot sein sollte. Wer schon einmal faule Erdbeeren abgepfl\u00fcckt und aus der Anlage abtransportiert hat, wird angesichts solcher Mahnungen sicherlich alles andere als begeistert sein. Bei den Erdbeeren ist aufgrund der Resistenzgef\u00e4hrdung der Einsatz von Fungiziden gut vorzuplanen. Lediglich Switch (Wirkstoff Cyprodinil + Fludioxynil) weise bislang lediglich eine geringe Resistenzneigung auf. Die restlichen, m\u00f6glichen Botrytizide sollten in einer Bek\u00e4mpfungsstrategie jeweils maximal einmal pro Jahr zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Juni kam es vermehrt zu <b>Kelchf\u00e4ule<\/b>-Problemen beim Apfel. Untersuchungen an 70 Proben in Rheinland-Pfalz ergaben, da\u00df in 62% der F\u00e4lle Botrytis, in 25% Alternaria, in 10% Fusarium und in 3% Nectria die verursachenden Schaderreger waren. Das vermehrte Auftreten wird auf die schlechte, na\u00dfkalte Witterung in der abgehenden Bl\u00fcte (= Zeitraum der Infektion) zur\u00fcckgef\u00fchrt. F\u00fcr 2013 empfahl er, unter anderem die Nebenwirkung von Luna Experience auf Botrytis (Haupteinsatz gegen Mehltau) auszutesten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der n\u00e4chste Punkt war die <b>Kirschessigfliege<\/b> (Drosophila suzukii), der nicht etwa ein spezifischer Sch\u00e4dling im S\u00fc\u00dfkirschenanbau ist, sondern eine Vielzahl von weichen Obstarten (Beerenobst, Pfirsich, Zwetschge, Weintraube, Holunder u.a.) heimsuchen und dabei sehr starke Sch\u00e4den anrichten kann. Dieser in der Region noch neue Sch\u00e4dling, der erst ab Mitte August verst\u00e4rkt auftreten kann (offenbar auch vermehrt in der N\u00e4he von Deponien f\u00fcr organische Haushaltsabf\u00e4lle) bef\u00e4llt im Gegensatz zu seinem heimischen \u201eVerwandten\u201c auch intakte Fr\u00fcchte. Zur \u00dcberwachung der Befallssituation werden Becherfallen mit einer Mischung aus tr\u00fcbem Apfelessig, Wasser, Rotwein und ein wenig Zucker in den Anlagen aufgestellt. An der deutschen Mosel wurden bis Ende Oktober 2012 93 Kirschessigfliegen an sechs Fallenstandorten gefunden. Es gab dieses Jahr zwar kein Befallsproblem, aber die \u00dcberwachung soll fortgesetzt werden. Eine chemische Bek\u00e4mpfung ist schwierig. Es gibt mittlerweile einen Arbeitskreis, der sich speziell mit der Kirschessigfliege befa\u00dft. Weitere Infos zum Sch\u00e4dling bietet auch das JKI-Institut (ehemals BBA) in Dossenheim (drosophila.jki.bund.de) an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Experte vom DLR Rheinpfalz kam des weiteren auf die <b>W\u00fchlmaussch\u00e4den<\/b> zu sprechen. Zwischen dem 4. und 10. Standjahr ist mit einem Verlust von 100 Euro pro Baum auszugehen. Verluste entstehen auch bei Teilfra\u00df an der Wurzel. Da\u00df es sich um ein verbreitetes Problem handelt, wurde bei dem gut besuchten W\u00fchlmausseminar in Kehlen deutlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Apfelschorf <\/b>war kein allzugro\u00dfes Problem. Eine hohe Infektionsgefahr gab es am 5., 6. Mai. Zu diesem Zeitpunkt war beim Pflanzenschutz eine \u201edichte Taktung\u201c notwendig, wobei auch ein kuratives Mittel erforderlich war. Insgesamt war es kein massives Schorfjahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stellenweise traten bei Kernobst hohe <b>Picksch\u00e4den<\/b> durch Singv\u00f6gel auf. Bis zu 50% der Fr\u00fcchte wurden in waldnahen Anlagen angepickt. Schriftliche Umfragen zu Picksch\u00e4den in Rheinland-Pfalz verliefen bisher allerdings entt\u00e4uschend. Obwohl viele Betriebe im Sommer \u00fcber Sch\u00e4den geklagt hatten, meldeten nur wenige Erzeuger den Schadensumfang in ihrem Betrieb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Kernobst gab es zum Teil Probleme mit <b>Spinnmilben<\/b>, insbesondere bei den Sorten Braeburn, Fuji, Elstar und Kanzi. Spinnmilben nehmen weit verbreitet zu. Als potentielle Ursachen werden Raubmilbenmangel, negative Einfl\u00fcsse durch Pflanzenschutzmitteleinsatz bei unpassenden Witterungsbedingungen, Resistenzen bzw. Minderwirkungen sowie die Witterung genannt. Der Berater riet, im Winter Astprobenkontrollen durchzuf\u00fchren und bei Bedarf zum Austrieb mit einem \u00d6lmittel zu behandeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Franz-Josef Scheuer kam im Anschlu\u00df darauf zu sprechen, da\u00df es in der Region Trier-Luxemburg Bedarf f\u00fcr ein Baumunterschneideger\u00e4t gibt. Dieses k\u00f6nnte auch im Gemeinschaftsbesitz erworben werden. Er wies abschlie\u00dfend auf die Termine f\u00fcr Winterschnittkurse hin. U.a. wird es auf dem Betrieb Hoffmann in Limpach am 9. Januar um 10 Uhr einen Schnittkurs geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Andreas L\u00f6bke, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der grenz\u00fcberschreitenden Vermarktungsinitiative ROLT EWIV, blickte im Anschlu\u00df auf zehn Jahre erfolgreiche Vermarktung von Obst mit dem Logo <i>Eist Uebst \u2013 Us Uebscht<\/i> zur\u00fcck. Der Umsatz wurde seit dem Start verzehnfacht. Die ROLT EWIV hat aber noch vieles vor und will horizontal wie vertikal weiterwachsen. Im Hinblick auf die Politik von Cactus sprach der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von einem mutigen Marktpartner, der eine solche Weiterentwicklung erlaube.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Frostsch\u00e4den und vorbeugende Ma\u00dfnahmen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschlie\u00dfend gingen Hans-Josef Weber und Gerhard Baab, beide Mitarbeiter am zum DLR geh\u00f6renden Kompetenzzentrum Gartenbau (Koga) in Klein-Altendorf, auf das Thema Frostsch\u00e4den ein. Hans-Josef Weber betitelte seinen Vortrag mit \u201eFit f\u00fcr den Frost!?\u201c. Darin ging der Obstbauexperte zun\u00e4chst auf die allgemeinen Randbedingungen ein, die Frost zu einem Problem werden lassen k\u00f6nnen. Dies h\u00e4ngt nat\u00fcrlich in erster Linie vom Entwicklungsstadium ab. So gibt es bei strengem Frost im Winter normalerweise zwei Probleme: zum einen die f\u00fcr Frostrisse empfindlichen St\u00e4mme oder frostempfindliche Unterlagen (bei Birnen), wobei erstere durch einen Kalkanstrich gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen, letztere durch eine Strohabdeckung. Zum anderen treten mitunter Sch\u00e4den an den Knospen auf. Im Februar 2012 steckten die Knospen infolge milder Januartemperaturen bereits in Ans\u00e4tzen physiologisch in der Entwicklung und die strengen Februarfr\u00f6ste f\u00fchrten deshalb zu Bl\u00fctensch\u00e4den, weil die Griffel teilweise erfroren. In Extremf\u00e4llen erfrieren die B\u00e4ume komplett. Normalerweise sollte das Obst in unserer Klimazone etwa 17 Minusgrade problemlos \u00fcberstehen k\u00f6nnen, was die relative Winterh\u00e4rte ausmacht. Kurze Phasen milden Wetters spielen keine Rolle bei der saisonalen Abh\u00e4rtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber der Winter 2011\/12 hat wieder einmal gezeigt, da\u00df es au\u00dfer der Temperatur weitere Einflu\u00dfgr\u00f6\u00dfen geben kann. Dazu geh\u00f6ren nicht ausgereiftes Pflanzmaterial, zu starker Behang, Schnittermin und -st\u00e4rke (lieber sp\u00e4ter und weniger schneiden) und der Einflu\u00df der Abh\u00e4rtung. Letzteres f\u00fchrt dazu, da\u00df fr\u00fche Fr\u00f6ste und Sp\u00e4tfr\u00f6ste von den Kulturen weniger gut vertragen werden als Fr\u00f6ste w\u00e4hrend der Winterruhe. Der Obstbauberater f\u00fchrte folgendes Beispiel aus einer Untersuchung an: W\u00e4hrend des Stadiums Gr\u00fcne Spitzen beim Apfel \u00fcberlebten bei \u20137\u00b0C 90% der Knospen, bei \u201312\u00b0C nur noch 10%. Bei den empfindlichen Sauerkirschen betragen die entsprechenden Werte nur \u20133,3\u00b0C und \u20134,4\u00b0C. Am empfindlichsten ist die junge Frucht, wo (laut Untersuchungen) Birne nur noch \u20131\u00b0C und Apfel nur \u20131,7\u00b0C vertragen. Es gilt zudem, da\u00df Warmperioden im Fr\u00fchjahr einen deutlich negativen Einflu\u00df auf die Frostresistenz haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch der Verlauf von Frostereignissen hat einen Einflu\u00df auf den Grad der Sch\u00e4digung. Abk\u00fchlungsgeschwindigkeit, Dauer der Frosteinwirkung sowie Auftaudauer sind Parameter, die neben dem Temperaturminimum eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Was kann man vorbeugend tun, um Frostsch\u00e4den zu reduzieren oder gar zu vermeiden? Hans-Josef Weber gab hierzu folgende Empfehlungen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die richtige Lage bei einer Neupflanzung w\u00e4hlen (Top-Kriterium).<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Alles vermeiden, was ein sp\u00e4tes Wachstum f\u00f6rdert (zu hohe Stickstoffgaben, reichliche Bew\u00e4sserung).<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Begr\u00fcnungsstreifen kurz mulchen, ebenso Schnittgut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Baumstreifen unkrautfrei, auch ohne Mulch lassen, Boden vor Frostperioden feucht halten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Eventuelle Abdeckungen, Hagelnetze schlie\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Technische Frostschutzma\u00dfnahmen: teuer, aber wirksam<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerhard Baab referierte anschlie\u00dfend \u00fcber technische Frostschutzma\u00dfnahmen. Er unterschied zun\u00e4chst zwischen dem selteneren Windfrost und dem g\u00e4ngigen Strahlungsfrost. Beim Windfrost mit polarer Kaltluft aus Nord bis Ost gibt es die Gefahr einer direkten Sch\u00e4digung. Strahlungsfr\u00f6ste treten in strahlungsreichen, windarmen N\u00e4chten bei nicht zu hoher Luftfeuchte auf. In Bodenn\u00e4he bildet sich dann ein Kaltluftsee, der u.U. nicht einmal bis zur Kronenspitze reicht. Entscheidend ist die sog. Feuchtetemperatur, d.h. zum Simulieren des K\u00e4lteeffekts mu\u00df das Thermometer mit einem feuchten Lappen umwickelt werden. Diese Temperatur kann mehr als 2-3\u00b0C unterhalb der Trockentemperatur liegen. Gerhard Baab machte auf die Sortenunterschiede bei der Frostresistenz aufmerksam. Zu den resistenteren Apfelsorten z\u00e4hlen jene der Gala-Gruppe, w\u00e4hrend Sorten wie Braeburn und Topaz als besonders empfindlich gelten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Experte vom Koga Klein-Altendorf bezeichnete die Frostschutzberegnung als den K\u00f6nigsweg zum Schutz der Obstkulturen vor Sp\u00e4tfr\u00f6sten. Bei Apfelanlagen kommt die \u00dcberkronen-, bei Birnenanlagen die Unterkronenberegnung zum Einsatz. Der Aufwand ist allerdings erheblich. Pro Frostnacht werden 350 cbm Wasser pro Hektar ausgebracht, die beim Erstarren soviel W\u00e4rme freisetzen wie beim Verbrennen von 3.000 Litern Heiz\u00f6l entstehen w\u00fcrde. Zu den Investitionskosten von rund 7.000 Euro\/ha kommen variable Kosten von ca. 600 Euro pro ha und Frostnacht. Ein potentieller Nachteil der Beregnung besteht darin, da\u00df \u00c4ste abbrechen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem kann die Anlage mehrere Tage nicht befahren werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer kein Wasser an der Anlage zur Verf\u00fcgung hat, kann auf station\u00e4re (Frostguard) oder mobile (Frostbuster) Ger\u00e4te zur W\u00e4rmeproduktion zur\u00fcckgreifen. Diese werden mit \u00d6l oder Gas betrieben. Gerhard Baab berichtete von Erfahrungen in den Versuchsanlagen, die von den Herstellerangaben deutlich abweichen. So kann ein Frostguard maximal 3.200 qm abdecken, wodurch sich hohe Investitonskosten von 20.500 Euro\/ha ergeben. Hinzu kommen variable Kosten von 1.000 Euro pro ha und Frostnacht. Der mobile Frostbuster wurde vom Experten als \u201eTechnik ohne Zukunft\u201c bezeichnet. Ebenso ohne Zukunft sei das Vernebeln bzw. R\u00e4uchern mit Paraffinkerzen und dergleichen. Sogenannte bioaktive Substanzen als \u201eFrostschutzmittel\u201c erwiesen sich in Versuchen als unbrauchbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als letzte technische M\u00f6glichkeit stellte Gerhard Baab die Luftumschichtung mittels Windr\u00e4dern bzw. per Hubschrauber vor. Letzteres wird in Neustadt\/Pfalz bei Wein praktiziert. Auch bei der in den USA g\u00e4ngigen Methode der Luftumschichtung mittels Windr\u00e4dern macht man sich den Umstand zunutze, da\u00df die bodennahe Kaltluft durch Vermischen mit der dar\u00fcberliegenden Luft deutlich erw\u00e4rmt werden kann. Allerdings funktioniert diese Methode nur bis maximal \u20133\u00b0C. Diese station\u00e4ren technischen Einrichtungen sind laut, genehmigungspflichtig und teuer. Als Investition fallen 30.000 Euro\/ha an. Hinzu kommen Kosten f\u00fcr 20-25 l Propangas pro Nacht.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>Bei Verarbeitungszwetschgen mit Qualit\u00e4t punkten<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">B\u00e4cker wissen eine gute Verarbeitungszwetschge durchaus zu sch\u00e4tzen und honorieren eine gute Qualit\u00e4t. Dies wurde beim Vortrag von Otto R\u00f6nn, einem ehemaligen Mitarbeiter des Koga Klein-Altendorf deutlich. Der \u201eZwetschgenkleinerzeuger\u201c, wie er sich selbst bezeichnete, hat sich vor Jahren entschlossen, seine Ware zum Gro\u00dfteil direkt via B\u00e4ckereien zu vermarkten. Er hat sich ein Sortiment von unterschiedlich reifenden Sorten zugelegt, um \u00fcber Monate kontinuierlich gute Qualit\u00e4ten an Verarbeitungsware zur Verf\u00fcgung stellen zu k\u00f6nnen und sich damit einen Stamm treuer Kunden aufgebaut. Nach der Reifezeit geordnet sind dies die Sorten Herman, Katinka, Cacaks Sch\u00f6ne, Cacaks Fruchtbare, Haroma, Ortenauer, Topper, Hauszwetschge und Presenta. Zu letzterer erw\u00e4hnte er einen spezifischen Vorteil: Sie ist die einzige Sorte mit Einfriereignung beim fertigen Kuchen. Ziel des Anbaus sind gut ausgef\u00e4rbte, schmackhafte Fr\u00fcchte, wobei umgerechnet 20-25 Tonnen pro ha angestrebt werden. Hierzu wird bei Bedarf im gr\u00fcnen Zustand ausged\u00fcnnt. \u201eDie Zwetschgen m\u00fcssen h\u00e4ngen wie an einer Perlenkette\u201c, betonte der Redner.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Otto R\u00f6nn gab bereitwillig Auskunft \u00fcber seine Konzepte zur Kundenpflege und Preisgestaltung. So setzt er sich stets einen Monat vor der voraussichtlichen Ernte mit den B\u00e4ckern in Verbindung, um \u00fcber Erntebeginn, Qualit\u00e4t und Menge zu sprechen. Acht Tage vor der Ernte werden Bestellungen eingeholt und die Preisspanne abgesprochen. Wenn dann die Ernte losgeht, werden zweimal in der Woche (Di, Fr) 1-2 Tonnen Zwetschgen ausgeliefert. Bei akutem Bedarf seitens seiner Kundschaft wird sonntags zus\u00e4tzlich geliefert. Au\u00dferdem teilt er den Kunden stets mit, wenn ein Sortenwechsel bevorsteht und bem\u00fcht sich auch ansonsten, mit seinen Kunden im Kontakt zu bleiben und auf ihre W\u00fcnsche einzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bez\u00fcglich der Preisgestaltung hob der Redner hervor, da\u00df man in Mangel- und somit Hochpreisjahren wie 2012 nicht zu gierig sein, sondern langfristige Gesch\u00e4ftsbeziehungen anstreben sollte. In Jahren mit miserablen Preisen wie 2011 konnte er mit seiner Qualit\u00e4t immer noch einen guten Preis erzielen. Dieser pendelte sich zwischen 0,8 bis 1 Euro\/kg ein, w\u00e4hrend der Obsthandel nur 25-30 Cent\/kg zahlen wollte. Dieses Jahr lag Otto R\u00f6nn preislich mit 1,30-1,50 Euro\/kg noch einmal rund 40% \u00fcber dem Vorjahresniveau. Sein Fazit lautete: \u201eDer B\u00e4cker als Abnehmer lohnt sich, wenn Qualit\u00e4t honoriert wird.\u201c<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Anbausysteme f\u00fcr Tafelbirnen im Blickpunkt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur in den Niederlanden, auch in Belgien ist der Birnenanbau im Aufwind. Mittlerweile werden im Nachbarland auf knapp 8.600 ha Birnen angebaut. Und so steigt das Interesse an Anbausystemen bzgl. Aufwand und Wirtschaftlichkeit. Dieser Aufgabe hat sich die obstbauliche Versuchsanstalt <i>pcfruit<\/i> im fl\u00e4mischen St. Truiden (Provinz Limburg) angenommen, die umfangreiche Erhebungen zu sieben verschiedenen Anbausystemen machte. Jef Vercammen, Direktor im Fachbereich Sortenpr\u00fcfungen von Kern- und Steinobst bei pcfruit, sprach hier\u00fcber in seinem Vortrag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst kam er jedoch auf die Selektionsarbeit von pcfruit bei neuen Kreuzungen und Mutanten zu sprechen. Auf dem ersten Pr\u00fcfniveau werden jeweils zehn B\u00e4ume gepflanzt. Von den besten Genotypen\/Sorten werden auf dem n\u00e4chsten Pr\u00fcfniveau 40 bis 120 B\u00e4ume gepflanzt. Der Fachmann erw\u00e4hnte die Sorte P2829 (Conference x Doyenne d\u2019Hiver) als Musterbeispiel f\u00fcr eine erfolgreiche Selektionsarbeit. Diese hat eine viel bessere Fruchtgr\u00f6\u00dfe als Conference (bei gleichem Ertrag) und au\u00dferdem fast keine Berostung. Lagereigenschaften und Shelf-life sind hervorragend. P2829 gilt seinen Worten zufolge als eine der interessantesten neuen Sorten und wird n\u00e4chstes Jahr als Clubsorte von EFC auf den Markt gebracht.<\/p>\n<p>Ein zweiter Punkt waren die Unterlagenpr\u00fcfungen. Mit S1 und Pigwa hat man zwei Typen, die um 50% st\u00e4rker wachsen als Quitte C, aber auch die Fruchtgr\u00f6\u00dfe positiv beeinflussen. Dies wird auch bei Quitte H beobachtet, die als besonders frostresistent gilt. Quitte Eline ist ebenfalls winterhart, f\u00f6rdert Glattschaligkeit, ist aber weniger produktiv als Quitte C. Beim Ertrag schneidet C132, eine schwachwachsende Unterlage aus der Kaukasusregion, gemeinsam mit Quitte C und Adams am besten ab. Die Berostung ist allerdings bei C132 am st\u00e4rksten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jef Vercammen kam schlie\u00dflich auf die sieben unterschiedlichen Anbausysteme zu sprechen. Diese wurden bezeichnet mit <i>Tiense Hecke<\/i>, <i>Langer Schnitt<\/i>, <i>Strauchspindel<\/i>, <i>Kandelaarsystem<\/i>, <i>V-System<\/i>, <i>Schnurb\u00e4ume<\/i> und <i>Drapeau-System<\/i>. Bei den ersteren wurde ein Pflanzabstand von 3,5&#215;1,5 m gew\u00e4hlt, was 1.714 B\u00e4ume pro ha ergab. Nur das Schnurbaumsystem mit 5.625 und das Drapeau-System mit 1.469 B\u00e4umen pro ha wiesen deutliche Abweichungen bei der Pflanzdichte auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die relative Vorz\u00fcglichkeit der jeweiligen Systeme wurde im folgenden aufgezeigt. Bei den Anfangsinvestitionen schneiden die ersten beiden Systeme (Tiense Hecke, Langer Schnitt) und Drapeau-System am besten ab, w\u00e4hrend das V-System und die Schnurb\u00e4ume am teuersten\u00a0 sind Auch beim Faktor Arbeit ist das V-System ung\u00fcnstig, ebenso das Drapeau-System. Die Fruchtgr\u00f6\u00dfe und Pfl\u00fcckleistung sind beim V-System allerdings am besten. Der beste Baumertrag (10j\u00e4hriger Durchschnitt) ergab sich beim Drapeau-System, aber wegen der geringeren Pflanzdichte ist der Hektarertrag nur der zweitbeste, und zwar hinter Langer Schnitt. Der Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten (Strauchspindel) Hektarertrag betr\u00e4gt satte 42%. Nur geringe Unterschiede wurden bei der Fruchtqualit\u00e4t beobachtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim finanziellen Resultat ergab sich der beste Wert f\u00fcr das Drapeau-System, gefolgt von Langer Schnitt und V-System. Jef Vercammen riet jedoch vom System Langer Schnitt ab, weil die Fruchtgr\u00f6\u00dfe schlecht ist. \u201eHeutzutage werden dicke Birnen hoher Qualit\u00e4t vom Markt verlangt\u201c, so der Experte von pcfruit. Sein Fazit lautete: \u201eEs gibt kein bestes Pflanzsystem. Wenn sich das eigene System bew\u00e4hrt hat, sollte man dabei bleiben.\u201c In die Empfehlungsauswahl nahm er Strauchspindel, Tiense Hecke, V-System oder Drapeau-System, wahlweise, je nach Boden, auf Quitte C oder Quitte Adams. Wenn n\u00f6tig, sollte einseitig ein leichter Wurzelschnitt erfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Experte von pcfruit kam schlie\u00dflich noch auf den Einsatz von Bioregulatoren zu sprechen. Er unterschied zwischen Jahren mit und ohne Frostsch\u00e4den. GA3 sollte nur bei Frostsch\u00e4den zum Einsatz kommen (max. 3 Tabletten), jedoch in der Regel nicht solo. Ansonsten sind GA4\/7 und Regalis die Mittel der Wahl, die je nach Bl\u00fctenknospenbesatz in unterschiedlichem Ma\u00dfe (auch in Kombination) zum Einsatz kommen. Als Beispiel sei der Fall <i>Frostsch\u00e4den und geringer Bl\u00fctenknospenbesatz<\/i> erw\u00e4hnt: Die Empfehlung lautet hier drei Tabletten GA3, eine halbe Dosis GA4\/7 plus Regalis. Behandlungen mit GA4\/7 oder GA3 d\u00fcrfen erst ab der Vollbl\u00fcte erfolgen, w\u00e4hrend Regalis 2-3 Wochen nach der Vollbl\u00fcte zum Einsatz kommt. Bei gutem Besatz in einem Jahr ohne Frostsch\u00e4den sollte man die Finger von Bioregulatoren lassen, riet Jef Vercammen.<\/p>\n<h3 align=\"center\"><b>Obstbaumkrebs-Versuche in der Region Trier<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Franz-Josef Scheuer kam im Anschlu\u00df auf die im letzten und diesem Jahr durchgef\u00fchrten Versuche zur Bek\u00e4mpfung von Obstbaumkrebs zu sprechen. Der Betrieb Samson in Rommelfangen hatte f\u00fcr diese aufwendigen Versuche einen Teil seiner betagteren Anlage zur Verf\u00fcgung gestellt, die er 2012 ohnehin roden wollte, wobei der Redner anmerkte, da\u00df die Anlage eine unerwartet gute Ernte einbrachte und deshalb noch stehengelassen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Versuchsst\u00e4mmen wurden jeweils im Herbst insgesamt 840 Stanzwunden mit einem Durchmesser von 16 mm zugef\u00fcgt und diese dann mit dem Erreger Nectria calligena inokuliert. 2011 wurden nur Funguran (Kupferoxychlorid) sowie EVA (Kaliumhypochlorit) als Bek\u00e4mpfungsmittel eingesetzt. Funguran zeigte bei der Bonitur Ende Mai beim 1j\u00e4hrigen Holz einen Wirkungsgrad von 85%, EVA nur von 36 bzw. 38%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im zweiten Jahr wurden weitere Mittel eingesetzt, n\u00e4mlich die Kupferpr\u00e4parate Cuprozin Progress und Funguran Progress, Schneiderkalk sowie Switch. EVA, das als einziges Mittel mit 1.000 l\/ha gespritzt wurde, kam von Herbst 2011 bis Juli 2012 elfmal zum Einsatz. Bei der Bonitur am 1j\u00e4hrigen Holz schnitt abermals Funguran am besten ab, der Wirkungsgrad sank jedoch auf 53%. Die anderen Mittel lagen diesbez\u00fcglich unweit der Kontrolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Trierer Berater zeigte Bilder von sauber \u00fcberwallten Stanzwunden, die als geheilt gelten k\u00f6nnen. Bei der Kontrolle waren es rund 5% der Wunden, beim Versuchsglied EVA jedoch 19%. Funguran, das nur noch bis 31.12.2012 gehandelt werden durfte, lag mit 15% an vierter Position.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2013 soll nochmals an denselben Stanzwunden bonitiert werden. Die Mittelpalette wird um Cuprum erweitert und bei der Terminierung s\u00e4mtlicher Behandlungen legt man die Daten des niederl\u00e4ndischen Warndienstes Neonectria zugrunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Trier Pflanzenschutzexperte riet zu folgender Strategie:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Bei befallenen Anlagen bzw. Sorten auf Winterschnitt verzichten und stattdessen ab dem Stadium gr\u00fcne Knospe oder rote Knospe schneiden.<\/li>\n<li>Ab Vegetationsbeginn h\u00e4ufiges Herausschneiden von befallenen Trieben und entfernen des Schnittmaterials aus den Anlagen.<\/li>\n<li>Befallene Jungb\u00e4ume roden und ersetzen (hierbei auf nectria-freies Pflanzmaterial achten).<\/li>\n<li>An \u00e4lteren B\u00e4umen kleinere Wunden ausfr\u00e4sen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Franz-Josef Scheuer betonte, da\u00df manuelle Ma\u00dfnahmen unverzichtbar sind, man sich also nicht auf den chemischen Pflanzenschutz verlassen darf. Zudem erachtet er eine fr\u00fchzeitige Beobachtung der Anlagen als unerl\u00e4\u00dflich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er riet beim Vorhandensein von Krebs in den Anlagen zu folgenden Nacherntema\u00dfnahmen: Malvin-Behandlung direkt nach der Ernte, drei Kupferbehandlungen bei 30\/60\/90% Blattfall, hierbei die max. zul\u00e4ssige Menge pro ha und Jahr beachten. Unter Umst\u00e4nden eine weitere Kupferspritzung zum Ende der Winterruhe.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Biodiversit\u00e4t in Obstanlagen: das Beispiel Mauerbiene<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Abschlu\u00df des Obstbautags war es an Dr. J\u00fcrgen Lorenz von dem zum DLR Rheinpfalz geh\u00f6renden Kompetenzzentrum Gartenbau in Rheinbach, der \u00fcber die praktische Umsetzung von Biodiversit\u00e4t im Obstbaubetrieb referierte. Als kosteng\u00fcnstiges Beispiel mit imagef\u00f6rdernder Wirkung nannte er die Einsaat von Randstreifen mit bl\u00fchenden Gr\u00fcnd\u00fcngungspflanzen. Der Redner machte klar, da\u00df man sich im vorhinein Gedanken dar\u00fcber machen sollte, was man hinsichtlich Biodiversit\u00e4t \u00fcberhaupt f\u00f6rdern will und ob die sich aus dieser F\u00f6rderung ergebenden Nachteile akzeptiert oder gar ausgeglichen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Beispiel f\u00fchrte er die F\u00f6rderung von Wildbienen an, die f\u00fcr den Obsterzeuger hinsichtlich der Best\u00e4ubung sehr vorteilhaft sein kann. Hierbei hob er den Stellenwert der Mauerbiene Osmia ssp. hervor, die als Best\u00e4uber weitaus bessere Dienste leisten kann als die Honigbiene, fr\u00fcher fliegt und gezielt Obstb\u00e4ume als Nahrungsquelle aufsucht, selbst bei schlechtem Wetter. Sie hat eine einzige Generation zur Zeit der Obstbl\u00fcte. Die weitere Entwicklung findet im gesch\u00fctzten Bereich statt, so da\u00df sie nachhaltig in Obstanlagen angesiedelt werden kann. Wie ihre domestizierte Verwandte ist sie jedoch anf\u00e4llig f\u00fcr Parasitenbefall und deshalb k\u00f6nnen die Populationen binnen weniger Jahre zusammenbrechen. Deshalb macht es Sinn, Vorsorge zu treffen und gut zu reinigende Nisthilfen auszuw\u00e4hlen. Die beliebten \u201eInsektenhotels\u201c auf Bambusstabbasis entsprechen nicht diesem Kriterium. Besser sind spezielle Mauerbienen-Nistbl\u00f6cke im Baukastensystem aus Kiefernholz, Buchenholz oder Faserplatten. Im Winter werden die Kokons aus den Rillen herausgel\u00f6st und parasitierte Kokons aussortiert. Anschlie\u00dfend kann der Nistblock gereinigt werden. Die Kokons werden im Fr\u00fchjahr zum gew\u00fcnschten Zeitpunkt ausgebracht, so da\u00df auch der Schlupftermin beeinflu\u00dft werden kann. Der Zeitaufwand f\u00fcr die Wildbienenpflege wurde vom Experten mit 10-13 Stunden angegeben, wobei das Gros im Winter anf\u00e4llt. Seinen Worten zufolge ist die Wildbienenbest\u00e4ubung nachhaltiger als die Hummelbest\u00e4ubung und die Honigbienenbest\u00e4ubung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>das Thema Frostsch\u00e4den bildete diesmal den Schwerpunkt Am 11. Dezember fand am Weinbauinstitut in Remich der 12. Trier-Luxemburger Obstbautag statt. Obsterzeuger, Berater und sonstige am Obstbau Interessierte aus Luxemburg und Deutschland nahmen an dieser schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung teil, die wie immer eine gro\u00dfe Bandbreite an Fachthemen zu bieten hatte. Ein besonderer Schwerpunkt waren anl\u00e4\u00dflich der Situation im Winter und Fr\u00fchjahr 2012 die Frostsch\u00e4den. Veranstaltet wurde der Obstbautag vom DLR Rheinpfalz, dem Landesobstbauverein Luxemburg sowie der ASTA. 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