{"id":1349,"date":"2012-06-22T10:40:28","date_gmt":"2012-06-22T08:40:28","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1349"},"modified":"2013-08-30T16:06:10","modified_gmt":"2013-08-30T14:06:10","slug":"saf-generalversammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1349","title":{"rendered":"SAF-Generalversammlung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 18. Juni hatte der Service Activit\u00e9s F\u00e9minines zu seiner Generalversammlung eingeladen. Der SAF-Pr\u00e4sidentin Apolline Hoffmann oblag es, die anwesenden SAF-Mitglieder sowie ebenfalls die Mitglieder des Vorstandes der Bauernzentrale zu begr\u00fc\u00dfen und einen R\u00fcckblick auf das Wirken und die Aktivit\u00e4ten des SAF im Jahr 2011 zu t\u00e4tigen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u00a0R\u00fcckblick auf das Jahr 2011&#8230;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Direkt zu Anfang des Jahres trafen die SAF-Mitglieder sich zum bereits traditionellen Neujahrstreff, 2011 im Vitarium der Luxlait, wo ein jeder sich ein Bild von den modernen Infrastrukturen der Molkerei machen konnte. Ein gem\u00fctliches Beisammensein bescherte das Treffen in Guddesch, bei welcher Gelegenheit der SAF ein Geschenk an Andr\u00e9e Maquil als Zeichen der Anerkennung und des Danks f\u00fcr ihr jahrelanges Engagement im SAF \u00fcberreichte. Besonders interessant und lehrreich gestaltete sich der Besuch im Rahmen des SAF-Fr\u00fchjahrstreffens auf dem Ziegenbetrieb der Familie Kayser in Noertringen: Hier konnten die Teilnehmer sich ausgiebig \u00fcber die Ziegenhaltung und die Ziegenmilchproduktion informieren. Die Generalversammlung des SAF 2011 fand am 28. April statt, bei der das Referat von Frau Kolb zur Pflegeversicherung im Mittelpunkt stand. Deren Ausf\u00fchrungen und Erkl\u00e4rungen waren nicht nur sehr lehrreich, sondern auch sehr n\u00fctzlich. Das Herbst-Treffen f\u00fchrte die SAF-Mitglieder nach Metz mit der Besichtigung der Kathedrale und des Centre Pompidou, w\u00e4hrend die SAF-Owender im November die Gelegenheit eines informellen Austausches zwischen Berufskolleginnen boten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die SAF-Commission F\u00e9minine traf im Jahr 2011 sechsmal zusammen, das Bureau dreimal, mit der Organisation der SAF-Aktivit\u00e4ten sowie der Diskussion um die Entwicklungen im agrarpolitischen Bereich als Hauptthemen. Daneben beteiligte sich der SAF an den Arbeiten des Landfrauenausschusses von Copa und konnte somit weiterhin den Kontakt und den Austausch mit ausl\u00e4ndischen Berufskolleginnen pflegen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u00a0<strong>&#8230;und das erste Halbjahr 2012<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in den ersten Monaten 2012 hat der SAF die H\u00e4nde nicht in den Scho\u00df gelegt: Nach dem Neujahrstreff im Januar besichtigte eine Gruppe SAF-Mitglieder das Ofen- und Eisenmuseum in H\u00fcttingen. Zusammen mit der Bauernzentrale hatte der SAF zu einer Peking-Reise eingeladen: Leider hatten sich nicht ausreichend Interessenten gefunden, um eine eigene Gruppenreise zu organisieren, so da\u00df sich zehn Mitglieder der Bauernzentrale und des SAF einer ULT-Reisegruppe anschlossen, um die Reise zu unternehmen und mit Peking eine andere Welt zu entdecken \u2013 f\u00fcr die Teilnehmer allemal eine beeindruckende und unverge\u00dfliche Reise. An alle Bauernzentral- und SAF-Mitglieder kann allemal nur die Einladung gerichtet werden, bei einer n\u00e4chsten \u00e4hnlichen Reise dabei zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als n\u00e4chste Aktivit\u00e4t steht die Zweitagesreise nach Aachen und Venlo, mit der Besichtigung der Floriade am 25. und 26. Juli an. Weitere Aktivit\u00e4ten sind noch in Planung.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u00a0Erneuerung der SAF-Commission F\u00e9minine<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr kommenden Herbst steht die Erneuerung der SAF-Commission F\u00e9minine auf der Tagesordnung. Entsprechende weitere Informationen werden zu gegebener Zeit \u00fcber den <em>De Letzeburger Bauer<\/em> erfolgen. Pr\u00e4sidentin Apolline Hoffmann richtete dennoch bereits jetzt einen Appell an alle Landwirtinnen, Winzerinnen und G\u00e4rtnerinnen, sich in der SAF-Commission und damit auch f\u00fcr ihre Interessen aktiv zu engagieren.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Dem SAF obliegt weiterhin eine wichtige Funktion<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In ihren Ausf\u00fchrungen dankte Pr\u00e4sidentin Apolline Hoffmann nochmals Frau Andr\u00e9e Maquil, die im Mai 2011 in Rente ging, f\u00fcr ihren unerm\u00fcdlichen Einsatz im und f\u00fcr den SAF und damit f\u00fcr die Frauen aus der Landwirtschaft, dem Weinbau und dem Gartenbau. Die Arbeiten im SAF werden unter Leitung von Josiane Willems fortgesetzt, vielleicht auf eine andere Art und Weise, aber immer mit der gleichen Zielsetzung im Interesse der Frauen, der Betriebe und der gesamten Landwirtschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem Sinn richtete Pr\u00e4sidentin Apolline Hofmann auch einen Appell an die SAF-Mitglieder, weiterhin an den Aktivit\u00e4ten teilzunehmen und sich f\u00fcr ihre eigenen Interessen berufspolitisch zu engagieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach wie vor verfolgt der SAF das Ziel einer m\u00f6glichst breiten Information \u00fcber das agrarpolitische Geschehen ebenso wie die F\u00f6rderung und Anerkennung der Frauen in Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau. Mit und im SAF sollen Frauen ermutigt werden, sich berufspolitisch sowie auch allgemein politisch zu engagieren. Und schlie\u00dflich bietet der SAF die ideale Plattform, um sich unter Berufskolleginnen zu treffen und auszutauschen, sei es \u00fcber den Bauernstand in der Gesellschaft, die Familie oder das Zusammenleben mehrerer Generationen in einem Betrieb, ein Thema, was gerade in der Landwirtschaft noch immer eine gro\u00dfe Relevanz hat. Dar\u00fcber hinaus gibt der SAF durch seine Aktivit\u00e4ten den Mitgliedern die Gelegenheit, immer wieder etwas Neues zu entdecken und etliche gem\u00fctliche Stunden zusammen zu verbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allgemein wurde in der SAF-Commission die Meinung vertreten, mehr Aktivit\u00e4ten gemeinsam mit der Bauernzentrale zu organisieren. Der SAF, sowie ebenfalls der Service Jeunesse, ist ein Teil der Bauernzentrale und ein enges Zusammenwirken aller kann nur f\u00f6rderlich f\u00fcr den Berufsstand insgesamt sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Politik entscheidet vieles, dies sowohl auf europ\u00e4ischer als auch auf nationaler Ebene. Und es bleibt unverzichtbar, da\u00df die Landwirte weiterhin die Politik auf ihre Forderungen und Belange hinweisen, mit den politisch Verantwortlichen diskutieren, falls notwendig sie auch kritisieren. Kaum ein Politiker wird zu uns kommen und fragen, was wir brauchen, so die SAF-Pr\u00e4sidentin. Gerade deshalb ist es unabdingbar, da\u00df wir eine starke Berufsorganisation haben, die unsere Anliegen und Forderungen an die Politik herantr\u00e4gt. Erfolge werden sicherlich nur in kleinen Schritten erreicht und es bedarf viel Ausdauer, und dennoch gelingt es immer wieder Geh\u00f6r zu finden. Um ihre Aussagen zu untermauern, zitierte die SAF-Pr\u00e4sidentin zwei Beispiele: Bei den Trockensch\u00e4den 2011 hat die Bauernzentrale als erste die Forderung nach staatlicher Unterst\u00fctzung gestellt, um die sich in den Betrieben stellenden Probleme etwas abzufedern. Sicher reichten die gew\u00e4hrten Entsch\u00e4digungen nicht aus, um alle Probleme zu l\u00f6sen; durch unsere Forderungen konnte dennoch eine Hilfe erreicht werden. Bei den Reformvorschl\u00e4gen zur Gemeinsamen Agrarpolitik bleibt das vorgeschlagene Greening f\u00fcr die Landwirtschaft inakzeptabel. Durch das Wirken der europ\u00e4ischen Bauernorganisationen konnte in der Zwischenzeit Agrarkommissar Ciolos zu einigen Zugest\u00e4ndnissen bewegt werden, die sicherlich noch nicht ausreichen \u2013 es ist ein erster kleiner Schritt und wir m\u00fcssen uns weiterhin einsetzen, damit die Reform den Bed\u00fcrfnissen der Betriebe verst\u00e4rkt Rechnung tr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Arbeit, so die Pr\u00e4sidentin, bleibt demnach wichtig und dringend notwendig im Interesse unserer Familien, unserer Betriebe und der Landwirtschaft insgesamt. In dem Sinn rief sie denn auch nochmals alle Mitglieder zu einem engagierten Mitwirken im SAF und in der Bauernzentrale auf.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u00a0Konten und Bilanz<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">SAF-Kassiererin Gaby Faltz fiel die Aufgabe zu, die Einnahme- und Ausgabenrechnung sowie die SAF-Bilanz 2011 vorzustellen. Die Konten wurden von den Kassenrevisorinnen \u00fcberpr\u00fcft und f\u00fcr richtig befunden, womit denn auch Kassenrevisorin Alice Felten die Generalversammlung um Entlastung der SAF-Commission bat.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u00a0Nationale und europ\u00e4ische agrarpolitische Fragen und Themen im Blickfeld<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Anschlu\u00df an den statutarischen Teil der Generalversammlung ging Josiane Willems auf einige agrarpolitische Fragen und Themen ein, die derzeit auf nationaler bzw. europ\u00e4ischer Ebene in Diskussion stehen. Dazu geh\u00f6ren die Reformvorschl\u00e4ge der Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik mit zwei besonders strittigen Punkten, einerseits das Greening der Direktzahlungen mit Einf\u00fchrung einer 7%igen \u00f6kologischen Vorrangfl\u00e4che und andererseits die Umverteilung der Gelder der ersten S\u00e4ule zwischen den Staaten. Die diesbez\u00fcglichen Diskussionen d\u00fcrften sich noch hinausziehen und mit einer Verabschiedung der Reform ist kaum vor Jahresende zu rechnen, zumal man sich einig ist, da\u00df die finanziellen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Agrarpolitik bis 2020 zun\u00e4chst bekannt sein m\u00fcssen. Mit der Fertigstellung und Verabschiedung des EU-Haushaltes f\u00fcr die kommende Finanzperiode ist auch nicht vor Jahresende zu rechnen. Versp\u00e4tungen in bezug auf die Umsetzung der Reform auf nationaler Ebene sind demnach bereits jetzt vorauszusehen, insbesondere in bezug auf die Ma\u00dfnahmen zur l\u00e4ndlichen Entwicklung, d.h. auch einem neuen Agrargesetz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiteres wichtiges Thema f\u00fcr die hiesige Landwirtschaft ist das Auslaufen der Milchquoten in 2015: Wie auf dem rezenten Milchtisch unterstrichen, wird es auf EU-Ebene keine Nachfolgeregelung f\u00fcr die Milchquoten geben. Die Produktion wird liberalisiert, was sicherlich g\u00e4nzlich neue Rahmenbedingungen f\u00fcr die Betriebe schafft. Wenig Hoffnung darf sich zur Zeit noch auf eine Ab\u00e4nderung in bezug auf die Superabgabe bzw. den Fettkorrekturfaktor gemacht werden. Diesbez\u00fcgliche Ab\u00e4nderungen waren von der hiesigen Landwirtschaft gefordert worden, um auch hierzulande den Betrieben die von der Kommission angepriesene sanfte Landung zum Ausstieg aus dem Quotensystem zu erm\u00f6glichen. Bereitschaft zu solchen Ma\u00dfnahmen ist allerdings bei der Kommission nicht vorhanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In ihren weiteren Ausf\u00fchrungen ging die Rednerin auf die Problematik der GVO und die geplante Einf\u00fchrung einer spezifischen Etikettierung f\u00fcr Lebensmittel, die ohne GVO produziert werden, ein. Unterstrichen wurde dabei vor allem auch die Verunsicherung der Verbraucher, die mit einem solchen Label einhergehen kann. Angesprochen wurden die laufenden Arbeiten zur Ausarbeitung eines Leitfadens f\u00fcr Bauten in der Gr\u00fcnzone sowie die derzeit mit dem Wasserwirtschaftsamt gef\u00fchrten Diskussionen \u00fcber die von dieser Stelle den Betrieben auferlegten, teilweise nicht nachvollziehbaren Auflagen. In Sachen spezifischer Wasserpreis zugunsten der Landwirtschaft wurde sicherlich bereits vieles erreicht \u2013 dabei auf politischer Ebene das notwendige Bewu\u00dftsein f\u00fcr die Problematik \u2013; die derzeitige Lage ist dennoch nicht zufriedenstellend und die Bauernzentrale wird es nicht verfehlen, weiterhin aktiv an diesem Dossier zu arbeiten. Schlie\u00dflich ging die Rednerin auf die Problematik des hierzulande sehr hohen Fl\u00e4chenverbrauchs ein, der neben den Bauvorhaben selbst, durch teilweise \u00fcbertriebene Kompensierungsma\u00dfnahmen noch weiter ansteigt. Die Bauernzentrale hat in einem rezenten Schreiben an die Minister Schneider und Schank zu einem verst\u00e4rkten Schutz der landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen aufgerufen und eine Reihe von \u00dcberlegungen und Forderungen, u.a. auch im Zusammenhang mit der geplanten Einf\u00fchrung eines Oeko-Punkte-Systems unterbreitet. Die Bauernzentrale wird jedenfalls weiterhin diese Dossiers verfolgen und dort wo notwendig intervenieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vize-Pr\u00e4sident Romain Freichel richtete im Namen des Vorstandes der Bauernzentrale Dank und Anerkennung an die SAF-Mitglieder f\u00fcr die von ihnen geleistete Arbeit. Auch unterstrich er nochmals die Entschlossenheit der Bauernzentrale, in der Problematik des Fl\u00e4chenverbrauchs weiter zu agieren, damit hierzulande die Landwirtschaft reale Chancen beh\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 18. 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