{"id":1296,"date":"2012-06-01T16:18:41","date_gmt":"2012-06-01T14:18:41","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1296"},"modified":"2013-08-30T16:08:31","modified_gmt":"2013-08-30T14:08:31","slug":"peking-oder-beijing-die-chinesische-hauptstadt-entdecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1296","title":{"rendered":"Peking oder Beijing \u2013 die chinesische Hauptstadt entdecken"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Auf Initiative der SAF-Commission f\u00e9minine war den Mitgliedern der Bauernzentrale bzw. des SAF im Dezember letzten Jahres eine Reise nach Peking vorgeschlagen worden. Zehn Mitglieder der Bauernzentrale bzw. des SAF entschlossen sich zu diesem Abstecher und nahmen im Rahmen einer Reisegruppe der ULT vom 8. bis 14. April an der Entdeckung von Peking teil: Ein f\u00fcr die meisten wahrscheinlich unverge\u00dfliches Erlebnis, wobei eine andere Welt, in der nicht das Motto \u201esmall is beautiful\u201c, sondern \u201ebig is great\u201c gilt, erlebt werden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peking, zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Chinas mit heute gesch\u00e4tzten 22 Millionen Einwohnern und einer Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfe von mehr als 16.000 km<sup>2<\/sup> (mehr als f\u00fcnfmal die Fl\u00e4che unseres Landes \u2013 etwa halb so gro\u00df wie Belgien), stellt als Hauptstadt das politische Zentrum Chinas dar und blickt auf eine mehr als dreitausendj\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Peking von heute kohabitieren gr\u00f6\u00dfte Armut und gr\u00f6\u00dfter Wohlstand: Gro\u00dfe Teile der Stadt wurden wegrasiert und durch architektonisch modernste Bauten ersetzt. Insbesondere in den Jahren vor der Olympiade von 2008 fand in Peking eine \u00e4u\u00dferst rege Baut\u00e4tigkeit statt und auch heute sieht man noch \u00fcberall, wie ganze Viertel mit Altbauten abgerissen werden und in Windeseile moderne Hochh\u00e4user entstehen. An Arbeitskr\u00e4ften fehlt es in China wahrlich nicht: Mit gesch\u00e4tzten 1,4 Milliarden Menschen stellt China zur Zeit ein F\u00fcnftel der Weltbev\u00f6lkerung dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peking zu Fu\u00df zu bew\u00e4ltigen ist ein Ding der Unm\u00f6glichkeit, per U-Bahn fast ebenso; Peking per Auto oder per Bus zu besichtigen, erfordert Zeit und viel Geduld, denn die sechsspurigen Stra\u00dfen, die die Stadt durchqueren, sind trotz Fahrbeschr\u00e4nkungen hoffnungslos \u00fcberlastet. Dieser Umstand tat der Besichtigung dennoch keinen Abbruch: Die Zeit wurde vom chinesischen Reiseleiter genutzt, um \u00fcber das Leben in China zu reden \u2013 politische Themen waren f\u00fcr ihn Tabu \u2013: \u00fcber das soziale und wirtschaftliche Leben, die Lebensbedingungen, die Ein-Kind-Familienpolitik, deren Vor-, aber auch Nachteile, oder aber die chinesische Sprache und das Bildungssystem konnten die Reisenden dennoch viel erfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum gut gef\u00fcllten Programm geh\u00f6rte selbstverst\u00e4ndlich die Besichtigung der Hauptsehensw\u00fcrdigkeiten von Peking: Die Verbotene Stadt mit dem Kaiserpalast aus dem 15. Jahrhundert, ein Baukomplex mit einer Grundfl\u00e4che von 72 Hektar, 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erkl\u00e4rt, der 44 Hektar gro\u00dfe, \u00fcber 500.000 Menschen fassende Tian\u2019anmen Platz (oder Platz des Himmlischen Friedens) mit dem Mao Zedong-Mausoleum, der Himmeltempel, an dessen Eingang bereits fr\u00fch morgens die Chinesen sich zum Sport, Tanz, Schattenboxen oder Spiel einfinden, der 1763 fertiggestellte und 1998 zum Weltkulturerbe erkl\u00e4rte Sommerpalast mit seinem 728 m langen, mit \u00fcber 8.000 Bildern gespickten Wandelgang und dem angrenzenden Kunming-See, an dessen Ufer das Marmorschiff liegt, der Lama-Tempel, der noch heute von M\u00f6nchen bewohnt ist und gigantische Buddha-Figuren beherbergt, auch heute wiederum verst\u00e4rkt von der chinesischen Bev\u00f6lkerung, insbesondere von jungen Menschen zum Gebet aufgesucht wird, das neue Olympiastadion, weltweit auch als Vogelnest bezeichnet, die Ming-Gr\u00e4ber mit dem Heiligen- oder Seelenweg mit 18 steinernen Figurenpaaren (ebenfalls Unesco-Weltkulturerbe) sowie die nach neuesten Messungen \u00fcber 9.000 km lange Chinesische Mauer, das gr\u00f6\u00dfte Bauwerk der Welt, um 214 v. Chr. als Schutzwall errichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem Programm standen auch die Fahrt per Fahrradrikscha durch die Hutongs, die alten Stadtviertel von Peking mit ihren engen Gassen und Innenh\u00f6fen, wo den Reisenden die Gelegenheit geboten wurde, ein solches Hutong-Haus zu besichtigen, die Einf\u00fchrung in die chinesische Teekunst sowie in die Zucht von Seidenraupen und die Herstellung der Seide, das Flanieren durch die Einkaufsstra\u00dfen von Peking, sei es die \u00fcber 700 Jahre alte Einkaufsstra\u00dfe am Houhai, die Kunstgewerbestra\u00dfe Liulichang oder die modernen Einkaufsstra\u00dfen mit absolut westlichem Angebot. Gro\u00dfe Einkaufsmalls mit allen bekannten westlichen Marken, von Vuitton \u00fcber Chanel, Dior oder Boss, um nur diese zu nennen, sind im \u00fcbrigen vielerorts in Peking vorzufinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Attraktion besonderer Art darf der Abstecher zur Imbi\u00dfgasse, auch Fre\u00dfmeile genannt, bezeichnet werden: In unz\u00e4hligen Gark\u00fcchen werden hier h\u00f6chst exotische Besonderheiten, die in keiner Weise zum Schmecken einladen, angeboten, so etwa gebratene Skorpione, Seidenraupen, Spinnen, Hoden und \u00e4hnlich Undefinierbares. Demgegen\u00fcber wurde die Fu\u00dfma\u00dfage, mit einem kleinen Einblick in die chinesische Medizin, als wohltuend empfunden. Glatt verzaubern tat die im Programm eingeplante Kung Fu-Show der Shaolin-M\u00f6nche, in der die Legende des Kung Fu aufgezeichnet wurde, w\u00e4hrend die Akrobatikvorstellung sich doch eher nervenkitzelnd gestaltete. Schlie\u00dflich konnten die Besucher die chinesische wohlschmeckende K\u00fcche bis hin zur echten Pekingente entdecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles in allem: Eine \u00e4u\u00dferst interessante Reise in das Reich der Mitte, die zum Entdecken anderer Orte dieser Welt einl\u00e4dt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Initiative der SAF-Commission f\u00e9minine war den Mitgliedern der Bauernzentrale bzw. des SAF im Dezember letzten Jahres eine Reise nach Peking vorgeschlagen worden. Zehn Mitglieder der Bauernzentrale bzw. des SAF entschlossen sich zu diesem Abstecher und nahmen im Rahmen einer Reisegruppe der ULT vom 8. bis 14. April an der Entdeckung von Peking teil: Ein f\u00fcr die meisten wahrscheinlich unverge\u00dfliches Erlebnis, wobei eine andere Welt, in der nicht das Motto \u201esmall is beautiful\u201c, sondern \u201ebig is great\u201c gilt, erlebt werden konnte. 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