{"id":1173,"date":"2012-04-20T13:17:58","date_gmt":"2012-04-20T11:17:58","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1173"},"modified":"2013-09-02T10:50:22","modified_gmt":"2013-09-02T08:50:22","slug":"die-landwirtschaft-leistet-einen-unbestreitbaren-positiven-beitrag-zum-umweltschutz-und-zur-artenvielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1173","title":{"rendered":"Die Landwirtschaft leistet einen unbestreitbaren positiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Artenvielfalt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Gelegentlich der Generalversammlung der F\u00f6rdergemeinschaft Integrierte Landbewirtschaftung Luxemburg Anfang dieser Woche (16. KW) \u00e4u\u00dferte deren Pr\u00e4sident Nico Kass seine Sorgen \u00fcber den Platz, der k\u00fcnftig hierzulande einer produktiven Landwirtschaft bzw. der Herstellung von Lebensmitteln verbleibt, und stellte dabei zurecht (sinngem\u00e4\u00df) die Frage, wie es m\u00f6glich sein soll, eine nachhaltige und rentable Landwirtschaft auf einer immer kleineren Fl\u00e4che mit immer mehr Auflagen und extensiveren Produktionsmethoden, so wie diese von manchen Politikern bzw. der \u00d6kolobby gepredigt werden, zu betreiben. Zurecht verwies er ebenfalls darauf, da\u00df gem\u00e4\u00df vorliegenden sektoriellen Pl\u00e4nen, der Landwirtschaft noch tausende von Hektaren f\u00fcr Industrie, Wohnungs- und Infrastrukturbau entzogen werden sollen, wozu sich letztendlich noch die Kompensierungsfl\u00e4chen gesellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seitens der Bauernzentrale war in der rezenten Vergangenheit bereits mehrfach auf die Problematik des Fl\u00e4chenverbrauchs hingewiesen, dabei auch ein verst\u00e4rkter Schutz der landwirtschaftlichen Fl\u00e4che eingefordert worden. Die Bauernzentrale wird allemal weiterhin auf diese Problematik hinweisen und ihre Forderung wiederholen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In die gleiche Richtung gehen die \u00c4u\u00dferungen von Landwirtschaftsminister Schneider, sei es im Rahmen der FILL-Generalversammlung oder aber bei anderen Gelegenheiten, dies mit Verweis auf die Zielsetzungen der Gemeinsamen Agrarpolitik und auf die notwendige Steigerung der Lebensmittelproduktion, die mit dem Bev\u00f6lkerungswachstum in den n\u00e4chsten Jahrzehnten einhergeht. Angesichts der sich stellenden Herausforderungen in bezug auf die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung w\u00fcrden s\u00e4mtliche landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen weiterhin gebraucht und es gelte demnach aufzupassen, da\u00df die Fl\u00e4chen f\u00fcr die Landwirtschaft und damit auch die Nahrungsmittelproduktion erhalten blieben, so Minister Schneider, der zudem unterstrich, und dies zutreffend, da\u00df die Landwirtschaft wesentlich zum Naturschutz beitr\u00e4gt, das im \u00fcbrigen der Landwirt seit hunderten von Jahren der erste Natursch\u00fctzer ist und dies auch k\u00fcnftig bleiben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Ansichten scheinen andere Akteure der hiesigen politischen Szene nicht zu teilen und tendieren immer noch oder immer wieder dazu, Nachhaltigkeit ausschlie\u00dflich auf \u00d6kologie oder gar Biodiversit\u00e4t zu reduzieren, z\u00f6gern dabei auch nicht, die Landwirtschaft an den Pranger zu stellen, obwohl gewu\u00dft ist, da\u00df die angef\u00fchrten Biodiversit\u00e4tsverluste ihre Ursachen weitestgehend in der allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung haben. Diese Tatsache wird wohl mit vorgehaltener Hand angedeutet, um dann umso vehementer die Landwirtschaft als Hauptverursacher jeglichen Biodiversit\u00e4tsverlustes zu stigmatisieren und ihr die ganze Last etwaiger Kompensierungen aufb\u00fcrden zu wollen. Politisch\u00a0 ist dies vielleicht der einfachere, weil populistische Weg, richtig und nachhaltig ist er dennoch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fest steht allemal \u2013 es wurde bereits vielfach hervorgehoben \u2013, da\u00df Nachhaltigkeit sehr viel mehr als nur Umweltschutz oder Biodiversit\u00e4t ist; zur Nachhaltigkeit geh\u00f6rt auch die Modernisierung der Betriebe, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, die Sicherung des Einkommens oder aber die soziale Besserstellung der in der Landwirtschaft t\u00e4tigen Menschen. Es w\u00e4re allemal fatal, Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft auf extensive Bewirtschaftungsmethoden oder gar auf Renaturierung und Haltung von Zotteltieren reduzieren zu wollen, wobei die Fragen \u00fcber Sinn und Zweckm\u00e4\u00dfigkeit derartiger Projekte immer noch offen bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenso fatal w\u00e4re es, die gemeinsame Agrarpolitik ausschlie\u00dflich nach \u00f6kologischen Gesichtspunkten ausrichten zu wollen und dabei die Herstellung von ausreichenden Lebensmitteln, den Einsatz moderner Techniken zur Steigerung der Ressourceneffizienz und zu Produktivit\u00e4tsgewinnen, angemessene Erzeugerpreise bzw. insgesamt die Wirtschaftlichkeit in der Landwirtschaft hintanstellen zu wollen. Im Rahmen der Reformvorschl\u00e4ge wurden die Zielsetzungen der gemeinsamen Agrarpolitik nochmals klar definiert: (1) eine rentable Nahrungsmittelproduktion und die Sicherstellung der Ern\u00e4hrung in Europa und in der Welt als erste Priorit\u00e4t, (2) die nachhaltige Bewirtschaftung der nat\u00fcrlichen Ressourcen und (3) eine ausgewogene r\u00e4umliche Entwicklung. Auch Wissenschaftler sind in ihren Analysen und Ausf\u00fchrungen gefordert, den sich stellenden Herausforderungen Rechnung zu tragen und nicht nur alles durch die gr\u00fcne Brille zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die hiesige konventionelle Landwirtschaft wirtschaftet ressourcenschonend und nachhaltig, womit sie unbestreitbar einen bedeutenden und unersetzlichen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz ebenso wie zur Artenvielfalt leistet. Und wenn von der Anwendung umweltschonender Produktionsmethoden im Rahmen der Agrarumweltma\u00dfnahmen die Rede geht, so mu\u00df ebenso unbestreitbar anerkannt werden, da\u00df die hiesige Landwirtschaft sich diesbez\u00fcglich europaweit im Spitzenpeloton situiert und diese Ma\u00dfnahmen auf eine sehr breite Akzeptanz bei den Landwirten sto\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Landwirtschaft erwartet allemal, da\u00df die von ihr im Interesse der Umwelt erbrachten weitreichenden Leistungen voll anerkannt werden, und da\u00df die Rahmenbedingungen mitsamt dem Schutz der landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che so gestaltet werden, da\u00df auch k\u00fcnftig eine produktive und nachhaltige Landbewirtschaftung, so wie wir sie kennen, gef\u00f6rdert und politisch unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gelegentlich der Generalversammlung der F\u00f6rdergemeinschaft Integrierte Landbewirtschaftung Luxemburg Anfang dieser Woche (16. 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