{"id":1089,"date":"2012-03-23T10:38:10","date_gmt":"2012-03-23T09:38:10","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1089"},"modified":"2013-09-02T10:55:45","modified_gmt":"2013-09-02T08:55:45","slug":"limousinzuchter-feiern-2012-40jahriges-jubilaum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1089","title":{"rendered":"Limousinz\u00fcchter feiern 2012 40j\u00e4hriges Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: center;\">Generalversammlung und Limousintreff in Colpach-Bas<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die diesj\u00e4hrige Generalversammlung der \u201eEleveurs Luxembourgeois des Bovins Limousins\u201c (ELBL) stand im Zeichen des 40j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der heimischen Limousinzucht, die 1972 mit der Einf\u00fchrung dieser westfranz\u00f6sischen Fleischrasse begann. Sehr viele Mitglieder und G\u00e4ste hatten sich am 16. M\u00e4rz zur Generalversammlung und dem sogenannten \u201eLimousintreff\u201c auf dem Betrieb Weis fr\u00e8res &amp; Schuh in Niederkolpach eingefunden. Auch zahlreiche Fleischrinderproduzenten anderer Rassen nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Limousinproduktion auf dem Betrieb Weis fr\u00e8res &amp; Schuh werfen zu k\u00f6nnen. Vorgeschaltet war am Vormittag eine Pressekonferenz zu \u201eCactus-R\u00ebndfleesch vum L\u00ebtzebuerger Bauer\u201c. Die eigentliche Jahresversammlung 2011 zu dieser Labelproduktion fand dann am Nachmittag im Anschlu\u00df an die ELBL-Generalversammlung statt.<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><strong>Hoffnung auf IBR-Bek\u00e4mpfungsprogramm<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">ELBL-Pr\u00e4sident Robert Duhr konnte neben den zahlreichen Fleischrinderproduzenten auch ASTA-Direktor L\u00e9on Wietor und den Direktor der Veterin\u00e4rinspektion, F\u00e9lix Wildschutz, als G\u00e4ste begr\u00fc\u00dfen. \u201eDie Limousinrasse braucht nichts zu bef\u00fcrchten; sie hat als Fleischrasse bei weitem das gr\u00f6\u00dfte Potential im Land\u201c, befand der Pr\u00e4sident in seiner einleitenden Ansprache. Und dieses Potential ist nat\u00fcrlich auch bezogen auf das wichtigste Label in der Qualit\u00e4tsrindfleischproduktion, dem <em>Cactus-R\u00ebndfleesch vum L\u00ebtzebuerger Bauer<\/em>. Diesbez\u00fcglich hob der ELBL-Pr\u00e4sident hervor: \u201eWir haben kontinuierlich eine gute Qualit\u00e4t geliefert; dies ist es, was das Label starkmacht.\u201c Robert Duhr streifte dann die seiner Ansicht nach g\u00fcnstig verlaufende Impfkampagne gegen BVD und das aktuelle Geschehen mit dem Schmallenberg-Virus, bevor er auf ein \u201eSorgenkind\u201c der Limousinz\u00fcchter zu sprechen kam, die IBR-Bek\u00e4mpfung: \u201eWir hoffen, da\u00df endlich ein IBR-Bek\u00e4mpfungsprogramm anl\u00e4uft im Land.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Robert Duhr kam im folgenden auf das Jahr 2011 zu sprechen, das er als \u201eganz schwieriges Jahr\u201c f\u00fcr die Mutterkuhbetriebe bezeichnete. Es wuchs zuwenig Futter und im Herbst und Winter kam noch das Problem massiver W\u00fchlmaussch\u00e4den hinzu. Der Pr\u00e4sident bedankte sich abschlie\u00dfend bei allen, die sich f\u00fcr die heimische Limousinzucht engagieren und rief die Z\u00fcchter auf, zahlreich am Jubil\u00e4ums-Wettbewerb im Rahmen der FAE 2012 teilzunehmen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><strong>Zahlreiche Aktivit\u00e4ten im Jubil\u00e4umsjahr<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der aktuelle Stand zum Jubil\u00e4umsprogramm sowie die letztj\u00e4hrigen Aktivit\u00e4ten wurden dann von ELBL-Sekret\u00e4r Guy Majerus vorgestellt. Zu letzterem sei die Studienfahrt im November nach Th\u00fcringen erw\u00e4hnt, die der Sekret\u00e4r als lehrreich bezeichnete. Er erw\u00e4hnte zudem die Erfolge heimischer Z\u00fcchter bei Schauen in Paris und Metz und merkte hierzu an, da\u00df die heimische Limousinzucht auf dem richtigen Weg sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch nun zum Jubil\u00e4umsprogramm: verschiedene Werbeaktionen sollen stattfinden. Dazu geh\u00f6ren regionale Verkostungsveranstaltungen und Limousins-Diners mit renommierten Gastronomen und Winzern, wobei L\u00e9a Linster, La Rameaudi\u00e8re und P\u00e4rdsstall bereits zugesagt haben. Des weiteren sind Infost\u00e4nde am Hauptbahnhof in Luxemburg-Stadt und Sonderz\u00fcge zur FAE 2012 geplant, welche diesmal im Zeichen des Limousin-Jubil\u00e4ums stehen wird. In diesem Rahmen sollen auch die luxemburgischen Regierungsmitglieder auf der FAE empfangen werden. Weitere Werbema\u00dfnahmen sind Faltbl\u00e4tter und Werbebanner, f\u00fcr die ASTA, ELBL und CONVIS zust\u00e4ndig sein werden, sowie ein Jubil\u00e4umslogo. Zur FAE soll zudem eine Jubil\u00e4umsbrosch\u00fcre erscheinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der FAE wird es ein \u201eLimousin-Dorf\u201c geben. Am 30. Juni und 1. Juli findet ein internationaler Limousin-Concours statt, f\u00fcr den 150-200 Zuchttiere aus Luxemburg, Frankreich, Belgien, Deutschland, den Niederlanden und Italien erwartet werden. Am Samstag findet zudem eine von von KBS, CONVIS und ELBL veranstaltete Eliteversteigerung mit 25 Top-Zuchttieren statt. Au\u00dferdem ist auf der FAE am Sonntag ein \u00abConcours international du meilleur jeune pr\u00e9sentateur\u00bb geplant. Bei den hochkar\u00e4tigen Veranstaltungen in Ettelbr\u00fcck erhofft man sich noch mehr internationale Pr\u00e4senz als \u00fcblich. Im Vorfeld des ab dem 2. Juli stattfindenden internationalen Limousin-Kongresses in D\u00e4nemark wird n\u00e4mlich f\u00fcr die Kongre\u00dfteilnehmer aus aller Welt offiziell eine sogenannte Pr\u00e9tour nach Luxemburg angeboten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es folgen Beteiligungen bei der Foire de Libramont und der Eurotier in Hannover. Am 21. November wird es eine Tagesreise zum Europaparlament geben, zehn Tage sp\u00e4ter den traditionellen Limousin-B\u00e2l. Das Abschlu\u00dfessen in der Hotelschule Alexis Heck wird im November oder Dezember die Jubil\u00e4umsfeierlichkeiten offiziell beschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Guy Majerus trug im Anschlu\u00df an den Aktivit\u00e4tsbericht den Kassenbericht sowie die Bilanz 2011 vor. Es wurde ein Gewinn von 2.461,39 Euro erwirtschaftet und die Kassenlage ist weiterhin gesund. Aufsichtsratspr\u00e4sident Paul Nothum best\u00e4tigte die Korrektheit der Bilanz und empfahl die Entlastung der F\u00fchrungsgremien, wof\u00fcr es keine Gegenstimme gab. Der Mitgliedsbeitrag bleibt unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem Schlu\u00dfwort kam ELBL-Vizepr\u00e4sident Marc Wagner auf das hohe Niveau der heimischen Limousinzucht zu sprechen. Noch vor 20 Jahren sei es \u201eeine Himmelfahrtsreise\u201c gewesen, wenn man in Frankreich Zuchttiere kaufen wollte. Heute habe man in den heimischen Betrieben Zuchttiere, die den strengen Kriterien der angesehenen Zuchtstation in Lanaud gerecht werden. \u201eDie Mutterkuhbetriebe profitieren vom hohen Zuchtstatus im Land\u201c, so Marc Wagner. Abschlie\u00dfend sagte er, da\u00df er auf mehr Engagement seitens der Mitglieder hofft.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><strong>Limousintreff<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es folgte die Jahresversammlung von <em>Cactus-R\u00ebndfleesch vum L\u00ebtzebuerger Bauer<\/em> (siehe Beitrag in Nr. 11) und schlie\u00dflich der beliebte Limousintreff. Die Gebr\u00fcder Weis bewirtschaften einen auf f\u00fcnf D\u00f6rfer verteilten Betrieb mit Milchvieh, Mutterk\u00fchen und einer Biogasanlage. Einige andere landwirtschaftliche Betriebe wurden hinzugepachtet und ein Teil der Betriebsgeb\u00e4ude angemietet. Insgesamt werden rund 2.000 St\u00fcck Rindvieh gehalten. 60% der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che liegt im nahen Belgien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der zentralen Hofstelle in Niederkolpach befinden sich u.a. der Fleischrinderstall und die Biogasanlage. Die Fleischrinderproduktion mit eigener Mast basiert auf einer 450 Mutterk\u00fchen starken Herde. Da die Fleischrinderproduktion einst mit einer Charolais-Herde begann, sind noch einzelne Mutterk\u00fche dieser Rasse bzw. Kreuzungstiere vorhanden. Der Betrieb setzt nun einzig auf die Limousinrasse, ist aber ein reiner Produktionsbetrieb. Im Herbst 2011 wurde die Herde erstmals mit einem Lebendimpfstoff gegen IBR geimpft, jetzt im Fr\u00fchjahr folgt ein zweiter Impfgang. Wie vom Direktor der Veterin\u00e4rinspektion vor Ort best\u00e4tigt wurde, erh\u00e4lt der Betrieb damit einen gesonderten Status, der es ihm erlaubt, Tiere auf Weiden in Belgien zu bringen, wo ein obligatorisches IBR-Bek\u00e4mpfungsprogramm l\u00e4uft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Romain Weis betonte, da\u00df man die Tiere je nach sanit\u00e4rem Status selektiert und entsprechend auf Weiden verteilt. Allzu nerv\u00f6se Muttertiere mit schlechtem Charakter werden aus der Herde entfernt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Betrieb verf\u00fcgt \u00fcber rund 14 klassifizierte Deckbullen, die nicht \u00fcber mangelnde Arbeit klagen k\u00f6nnen. Da bei den rund 40 Muttertieren umfassenden Kohorten unerfahrene Deckbullen nicht geeignet sind, kauft der Betrieb in der Regel bereits im Deckeinsatz bew\u00e4hrte Vererber zu, h\u00e4ufig von heimischen Zuchtbetrieben. Unter den beim Limousintreff vorgestellten Bullen waren auch die \u201eFranzosen\u201c Danseur und Erin, die aus Lanaud bzw. einer lokalen franz\u00f6sischen Zuchtstation stammen. CONVIS-Zuchtleiter Gerry Ernst bezeichnete die beiden Bullen als sehr gut f\u00fcr die Produktion. Danseur ist von Lanaud aussortiert worden, da die Fellzeichnung nicht den Zuchtkriterien entsprach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der CONVIS-Zuchtexperte, der das gute Management im Betrieb Weis lobte, betonte zudem, da\u00df die Bullen heutzutage nicht nur guten Charakter und Leichtkalbigkeit vererben sollen, sondern auch gute Fruchtbarkeit. Jedes Jahr ein Kalb zu erhalten, sei das Ziel der Produktion. Des weiteren zeigte er sich \u00fcberzeugt, da\u00df ein gutes Management und somit eine gut gef\u00fchrte Herde auch bei einem anderen Kriterium positive Auswirkungen hat, n\u00e4mlich der Langlebigkeit. Drei der Deckbullen im Betrieb Weis seien mit einem Alter von mehr als zehn Jahren schon wahre \u201eSenioren\u201c, erw\u00e4hnte er diesbez\u00fcglich. Bei den Produktionsdaten liegt der Betrieb Weis fr\u00e8res &amp; Schuh, der j\u00e4hrlich 175 zertifizierte Jungbullen abliefert, nur wenig vom Durchschnitt der Cactus-Labelbetriebe weg: Das Gewicht betr\u00e4gt durchschnittlich 437,4 kg, das Alter 21 Monate.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Generalversammlung und Limousintreff in Colpach-Bas Die diesj\u00e4hrige Generalversammlung der \u201eEleveurs Luxembourgeois des Bovins Limousins\u201c (ELBL) stand im Zeichen des 40j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der heimischen Limousinzucht, die 1972 mit der Einf\u00fchrung dieser westfranz\u00f6sischen Fleischrasse begann. Sehr viele Mitglieder und G\u00e4ste hatten sich am 16. M\u00e4rz zur Generalversammlung und dem sogenannten \u201eLimousintreff\u201c auf dem Betrieb Weis fr\u00e8res &amp; Schuh in Niederkolpach eingefunden. Auch zahlreiche Fleischrinderproduzenten anderer Rassen nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Limousinproduktion auf dem Betrieb Weis fr\u00e8res &amp; Schuh werfen zu k\u00f6nnen. 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