{"id":1082,"date":"2012-03-23T10:26:59","date_gmt":"2012-03-23T09:26:59","guid":{"rendered":"http:\/\/cepal.lu\/WordPress3\/?p=1082"},"modified":"2013-09-02T10:58:59","modified_gmt":"2013-09-02T08:58:59","slug":"40-jahre-maschinenringe-wird-im-oktober-gefeiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/centralepaysanne.lu\/WordPress3\/?p=1082","title":{"rendered":"40 Jahre Maschinenringe wird im Oktober gefeiert"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: center;\"><em>Aus der Generalversammlung von MBR Services in Colmar-Berg<\/em><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der gr\u00f6\u00dfte Maschinenring des Landes, MBR Services, hielt am 13. M\u00e4rz in Colmar-Berg seine Generalversammlung in Gegenwart von Landwirtschaftsminister Romain Schneider ab. Das letzte Gesch\u00e4ftsjahr war beim Maschinenring durchwachsen und der Gesamtverrechnungswert ging sp\u00fcrbar zur\u00fcck. Von wachsender Bedeutung ist hingegen die Betriebshilfe.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Pr\u00e4sident von MBR Services, Laurent Frantz, kam bei seiner einf\u00fchrenden Rede zun\u00e4chst auf die extreme Witterung zu sprechen, die direkte Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe hatte. Des weiteren thematisierte er die Darstellung der Landwirtschaft in den Medien. Oft sei die Landwirtschaft im vergangenen Jahr konfrontiert worden mit Schlagworten wie Massentierhaltung und industrielle Landwirtschaft. Laurent Frantz machte auf die Bedeutung der Medien f\u00fcr das Image der Landwirtschaft in der Gesellschaft aufmerksam und auf die Notwendigkeit, dem drohenden Negativimage entgegenzuwirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Punkt, den der Pr\u00e4sident ansprach, war die Umsetzung der europ\u00e4ischen Pflanzenschutzrichtlinie. Eine Reihe von Produkten werde verschwinden, die Bestimmungen zum \u201eSpritzpa\u00df\u201c abge\u00e4ndert. Eventuell werde es zu obligatorischen Weiterbildungen kommen, um den Spritzpa\u00df behalten zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem hob er die Notwendigkeit hervor, verst\u00e4rkt den Kontakt mit der Gesellschaft zu suchen, um der Entfremdung gegen\u00fcber der Landwirtschaft entgegenzuwirken. Als konstruktive Beispiele nannte er diesbez\u00fcglich die Fermes p\u00e9dagogiques und den Dag um Bauerenhaff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laurent Frantz erw\u00e4hnte des weiteren das 40j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der heimischen Maschinenringe, das am 27. Oktober in der Ettelbr\u00fccker Deichhalle gefeiert wird.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Aktivit\u00e4ten im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Jean-Marie Schilling kam im Anschlu\u00df auf die letztj\u00e4hrigen Aktivit\u00e4ten zu sprechen. Die Mitgliederzahl sank bis zum Jahresende um 33 auf 1.291. Beim Gesamtverrechnungswert gab es einen starken Einbruch gegen\u00fcber 2010: bei den 6.284 Eins\u00e4tzen wurde ein Wert von 2.201.212,70 Euro erzielt, genau ein F\u00fcnftel weniger als im Vorjahr. Davon entfielen 39,5% auf Silage\/Pressen, 24,4% auf Betriebshilfe, 13,8% auf Klauen und 11,5% auf Getreideernte. Prozentual betrachtet gingen vor allem die Bereiche \u201eSilage\/Pressen\u201c sowie \u201eGetreideernte\u201c zur\u00fcck. Relative Zunahmen gab es insbesondere in den Bereichen \u201eBetriebshilfe\u201c und \u201eKlauen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Betriebshilfe gab es insgesamt 504 Eins\u00e4tze mit mehr als 31.700 Stunden, davon rund 54% f\u00fcr soziale Betriebshilfe. Der Verrechnungswert stieg bei der Betriebshilfe auf \u00fcber 600.000 Euro. F\u00fcr den Tierbereich wurden folgende Zahlen pr\u00e4sentiert: Klauenpflege bei 32.305 K\u00fchen, Kaltbrand bei 457 Rindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wetterfax wurde 56.554mal abgerufen. Die Informationen k\u00f6nnen entweder per Internet (<a href=\"http:\/\/www.mbr.lu\/\">www.mbr.lu<\/a>) oder wie gewohnt als Fax (85 94 79) abgerufen werden. 1.878 Fachzeitschriften-Abos liefen 2011 \u00fcber den Maschinenring. Ebenfalls \u00fcber den Maschinenring laufen Vertr\u00e4ge zur Unfallversicherung, Maschinenversicherung und Hagel-\/Mehrgefahrenversicherung. Diese machten bei der Versicherungssumme ein Total von rund 200.000 Euro aus.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Deutliche Zunahme bei Servert<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer kam auch kurz auf die Servert-Aktivit\u00e4ten zu sprechen. Hier gab es eine erfreuliche Steigerung beim Gesamtverrechnungwert von 20% auf 610.189,73 Euro. Jean-Marie Schilling wies darauf hin, da\u00df bei Arbeiten \u00fcber Servert die Besteuerung von Diesel ins Spiel kommt, da es sich um eine gewerbliche T\u00e4tigkeit handelt. \u00dcber die 38 Sammelstellen wurde ein Umsatz von 240.622,60 Euro erzielt, 16% mehr als 2010. 917 t Siloplastik kamen zusammen. Die n\u00e4chste Sammlung findet am 5. und 12. Mai statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jean-Marie Schilling erw\u00e4hnte auch das diesj\u00e4hrige Betriebshelfertraining, das vom 26. bis 30. M\u00e4rz mit insgesamt 36 Sch\u00fclern stattfinden wird. Diesmal sind zweimal drei Tage eingeplant (anstatt dreimal zwei Tage).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer war es dann auch, der die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz vortrug. Der Gewinn betrug 3.007,12 Euro. Somit konnte der Reservefonds auf 335.654,75 Euro aufgestockt werden. Im Pr\u00fcfungsbericht von Guy Anen wurde eine korrekte Kontenf\u00fchrung attestiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im folgenden kommentierte Aufsichtsratspr\u00e4sident Paul Mangen die Bilanz. Er bedankte sich zun\u00e4chst bei der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung f\u00fcr die gute Vorbereitung in Sachen Gesch\u00e4ftsbericht. Der Aufsichtsratsr\u00e4sident wies auf das verbesserte Servert-Resultat hin, das (neben dem Zuschu\u00df des Ministeriums) den Gewinn des Maschinenrings erst erm\u00f6glichte. Er wies erneut auf die umst\u00e4ndliche Zurechnung der aufgewendeten Stunden unter den Posten MBR Services, MBR Nordsp\u00ebtz, LMR und Servert hin. Die allesamt in der Gesch\u00e4ftsstelle in Colmar-Berg t\u00e4tigen Mitarbeiter, die alle f\u00fcr mehrere Posten gleichzeitig t\u00e4tig sind, f\u00fchren zwar Buch, wieviele Stunden f\u00fcr welchen Posten aufgewendet wurden. Paul Mangen regte dennoch eine gemeinsame Bilanz der beiden Maschinenringe an. Er dankte dem ehemaligen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Willy Thielen f\u00fcr die wertvolle Arbeit bei MBR Services. Im Anschlu\u00df wurden von der Versammlung die F\u00fchrungsgremien entlastet und die Bilanz angenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jean-Marie Schilling trug dann die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz f\u00fcr den Dachverband LMR vor. Es ergab sich mit 3.302,02 Euro ein weitaus geringerer Verlust als 2010, als man noch mehr als 65.000 Euro Verlust einfuhr. Der Reservefonds schrumpfte weiter auf 6.240,10 Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim n\u00e4chsten Tagesordnungspunkt, dem Jahresbeitrag, wurde beschlossen, den alten Wert von 100 Euro beizubehalten. Laurent Frantz machte auf die starke Dieselpreiserh\u00f6hung seit Jahresbeginn aufmerksam und k\u00fcndigte diesbez\u00fcglich an, da\u00df der Vorstand Ende April\/Anfang Mai entscheiden wird, ob sich diese Erh\u00f6hung in Tariferh\u00f6hungen bei MBR Services niederschlagen wird. Sollte es dazu kommen, so w\u00fcrden die Mitglieder schriftlich informiert, versicherte er.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschlie\u00dfend war es LMR-Pr\u00e4sidentin Louise Frieseisen, eine Ansprache zu halten. Die LMR-Pr\u00e4sidentin machte auf gewisse M\u00e4ngel aufmerksam. So zum Beispiel die Tatsache, da\u00df f\u00fcr die Betriebshilfe in Spitzenzeiten nicht ausreichend Personal zur Verf\u00fcgung steht. Sie lobte auf der anderen Seite, da\u00df man die Berufskollegen in Krankheitsf\u00e4llen nie \u201eh\u00e4ngenl\u00e4\u00dft\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die LMR-Pr\u00e4sidentin konnte zudem von einer stolzen Bilanz bez\u00fcglich der vom LMR gemeinsam mit dem Weinbauinstitut veranstalteten Weiterbildungskursen berichten: 1.096 Teilnehmer wurden 2011 gez\u00e4hlt. Au\u00dferdem wies sie darauf hin, da\u00df schon 400 Betriebsleiter den Kursus \u201etravailleur design\u00e9\u201c absolviert haben.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><strong>Maschinenkosten schlagen stark zu Buche<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mathias D\u00f6rr, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim Maschinenring Saar, referierte im folgenden \u00fcber Maschinenkosten und den Einflu\u00df der steigenden Mineral\u00f6lpreise. Zun\u00e4chst machte der Referent auf allgemeine Zusammenh\u00e4nge von rentabler Produktion, angemessener Gewinnrate und Wettbewerbsf\u00e4higkeit aufmerksam. Hinsichtlich der Verbesserung der Gewinnrate seien Kostensenkungen und Intensit\u00e4tssteigerungen am st\u00e4rksten wirksam. Bez\u00fcglich der hohen Maschinenkosten verwies er auf den Umstand, da\u00df eine gewisse Einsatzfl\u00e4che unabdingbar ist, um rentabel zu sein. Eine Eigenmechanisierung, mit leistungsstarken Zugmaschinen vor allem, lohne sich erst bei 200-250 ha.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Beispiel nannte er den Getreidebau: Wenig beeinflu\u00dfbar seien die Kosten f\u00fcr Pacht, D\u00fcngung, Arbeit, Lohnanspruch und allgemeine Betriebskosten. Bei den Maschinenkosten sei hingegen sehr viel zu drehen. In der Landwirtschaft sei bei den Maschinenkosten ein Fixkostenanteil von 15% zu kalkulieren. Er rechnete dann vor, da\u00df bei einer Standard-Maschinenausstattung (350.000 Euro f\u00fcr drei Schlepper) bei 150 ha Fl\u00e4che allein f\u00fcr diese drei Maschinen Kosten von 555 Euro pro ha entfallen. Als Alternative schlug er vor, sich den Zweitschlepper f\u00fcr die Au\u00dfenwirtschaft zu sparen und stattdessen auf kooperative Mechanisierung zu setzen, also das Mieten eines Schleppers \u00fcber den Maschinenring in Spitzenzeiten. Als Mindesteinsatzzeiten f\u00fcr Rentabilit\u00e4t gab er 750 Stunden j\u00e4hrlich an. Auch bei der Investition M\u00e4hdrescher zeigte er anhand einer Beispielrechnung auf, da\u00df es trotz \u00fcberbetrieblichen Einsatzes alles andere als einfach ist, diese Investition zu rentabilisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich kam er auf die Dieselpreisthematik zu sprechen. In Deutschland ist es zwar ebenso wie hier, da\u00df ein MR-Auftragnehmer bei der Mineral\u00f6lsteuer genauso behandelt wird wie ein Gewerbetreibender, aber er rechnete vor, da\u00df sich dies bei einer durchschnittlichen Dieselpreiserh\u00f6hung um 10 Cent pro Liter dennoch bei den Gesamtkosten nicht sehr stark auswirkt, da sich der j\u00e4hrliche Dieselverbrauch in Grenzen h\u00e4lt. Bei einer rein landwirtschaftlichen Verwendung entf\u00e4llt zudem die Steuer, die hierzulande 33 Cent pro Liter betr\u00e4gt. Anders ist dies bei Lohnunternehmern, die zum einen nicht steuerlich bevorzugt werden und zum anderen viel gr\u00f6\u00dfere Quantit\u00e4ten an Diesel verbrauchen, was zu einer starken Kostenerh\u00f6hung f\u00fchrt. Betr\u00e4gt der j\u00e4hrliche Dieselverbrauch beispielsweise 400.000 l, so entstehen Mehrkosten von 40.000 Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mathias D\u00f6rr schlo\u00df seinen Vortrag mit folgendem Bonmot: \u201eKaufe keine Maschine, die Du nicht brauchst, von dem Geld, das Du nicht hast, um Leute zu beeindrucken, die Du nicht magst.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Landwirtschaftsminister Romain Schneider lobte die Arbeit der Maschinenringe. Man sei bestrebt, die Dienstleistungen k\u00fcnftig noch attraktiver zu gestalten. Als besonders wichtigen Punkt strich er die Aus- und Weiterbildung heraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In puncto PDR sagte der Ressortchef, da\u00df im Zuge der GAP-Reform ein neues B\u00fcndel geschn\u00fcrt und an die hiesigen Bedingungen angepa\u00dft werde. Des weiteren betonte er, da\u00df die heimische Landwirtschaft sich in Sachen Naturschutz nicht zu verstecken braucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Minister zeigte sich \u00fcberzeugt, da\u00df in den n\u00e4chsten Jahren beim heimischen Maschinenringwesen gute Bilanzen erzielt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Generalversammlung von MBR Services in Colmar-Berg Der gr\u00f6\u00dfte Maschinenring des Landes, MBR Services, hielt am 13. M\u00e4rz in Colmar-Berg seine Generalversammlung in Gegenwart von Landwirtschaftsminister Romain Schneider ab. Das letzte Gesch\u00e4ftsjahr war beim Maschinenring durchwachsen und der Gesamtverrechnungswert ging sp\u00fcrbar zur\u00fcck. Von wachsender Bedeutung ist hingegen die Betriebshilfe. Der Pr\u00e4sident von MBR Services, Laurent Frantz, kam bei seiner einf\u00fchrenden Rede zun\u00e4chst auf die extreme Witterung zu sprechen, die direkte Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe hatte. 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