Deutlich geringere Branntweinproduktion

Aus der Generalversammlung des Verbands Luxemburger landwirtschaftlicher Brenner

Am 10. Juli 2013 kam der Verband Luxemburger landwirtschaftlicher Brenner zu seiner Generalversammlung im Versammlungssaal von „A Guddesch“ zusammen. Präsident Marc Fisch konnte eingangs Herrn Galles, Herrn Reding und Frau Niederweis von der Zoll- und Akzisenverwaltung, Marcel Probst von der Marque Nationale des Eaux-de-vies und Philippe Eschenauer von Leader Miselerland als Ehrengäste begrüssen. Der Präsident machte in seiner Ansprache auf die schlechte letztjährige Obsternte aufmerksam, die zu einer starken Reduktion der Branntweinproduktion führte.

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Herr Reding gab während der Versammlung Auskunft über die Branntweinmengen, und zwar ausgedrückt als reiner Alkohol. Während 2011 noch 53.000 Liter von den landwirtschaftlichen Brennern produziert wurden, waren es im vergangenen Jahr nur 37.000 Liter. Die Zahl der brennenden Betriebe ging binnen Jahresfrist von 77 auf 62 zurück. Herr Reding nannte auch die Mengen der einzelnen Kategorien bei den Obstbränden sowie beim Korn. Von den 62 landwirtschaftlichen Brennern wurden knapp 34.000 l Obstbrände und rund 3.600 l Korn gebrannt.

Brenner gesucht für nationalen Branntweinwettbewerb

Im folgenden stellte Philippe Eschenauer von Leader Miselerland die Aktivitäten in der Leaderregion vor und ging speziell auf die Aktivitäten mit Brennerbeteiligung ein. D’Miselerland brennt wurde bereits zum zweiten Mal veranstaltet. Der Verantwortliche von Leader Miselerland kam dann darauf zu sprechen, dass man als Projekt weiterhin einen nationalen Branntweinwettbewerb, evtl. im Rahmen von Leader Miselerland und in Zusammenarbeit mit der Marque nationale des Eaux-de-vies veranstalten will. Man verspricht sich davon, den heimischen Qualitätsbranntwein bekannter zu machen und in der Folge auch besser valorisieren zu können. Bisher haben sich nur acht Brenner gemeldet und es sollen nun weitere Betriebe für eine solche öffentlichkeitswirksame Veranstaltung gewonnen werden.

Ein weiteres Thema des Tages war die steuerliche Behandlung des Vor- und Nachlaufs. 2012 war bekanntlich eine steuerliche Sonderbehandlung dieser beiden für den Konsum ungeeigneten Destillierfraktionen eingeführt worden. Von der zuständigen Verwaltung wurde im Vorjahr mitgeteilt, dass die Brenner beim Mitgliedsbetrieb Leuchter in Beidweiler ihren Vor- und Nachlauf abliefern können zwecks Hochdistillieren zu reinem Alkohol. Gérard Leuchter gab Auskunft zur abgegebenen Menge Alkohol. Es wurden nur 1.300 Liter von sieben Brennereibetrieben abgeliefert, was etwa ein Fünftel des Potentials von 2012 ausmacht. Hier gibt es also noch deutliche Steigerungsmöglichkeiten.

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Valorlux: bis 15. August noch günstiger Beitritt

Mit Valorlux war 2012 eine Einigung erzielt worden bezüglich der Notwendigkeit der ordnungsgemäßen Entsorgung von Verpackungsmaterial. Diese sieht vor, dass keine Strafzahlungen anfallen, wenn man nachträglich Mitglied wird. Die Mitgliedschaft kostet jährlich 7,50 Euro. Als Basisbeitrag für die ordnungsgemäße Entsorgung werden jährlich von jedem Betrieb 30 Euro erhoben. Hinzu kommt eine rückwirkende Forderung von 130 Euro für jene Betriebe, die jetzt erst Mitglied werden. Die diesbezügliche Frist, die eigentlich Ende 2012 ablief, wurde von Valorlux bis zum 15. August 2013 verlängert.

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